[echo] Aufruf der Stadtpolitischen Konferenz der Linken -- Hamburg für alle - sozial und solidarisch
cornelia sollfrank
cornelia at snafu.de
Mon Nov 6 22:39:23 CET 2006
Aufruf zur Beteiligung:
Stadtpolitische Konferenz der Linken:
Hamburg für alle - sozial und solidarisch
24./25. 11. 06, Gymnasium St. Pauli, Budapester Str. 58
Hamburg braucht die neue Linke
Im August diesen Jahres war in der Wochenzeitung „Die Zeit“ in
bemerkenswerter Klarheit die „wachsende Stadt Hamburg“ Gegenstand einer
ausführlichen Betrachtung.
Kernaussage: In Hamburg gibt es Armut nicht trotz, sondern wegen des
Reichtums.
Die Befunde sind eindeutig: fast 50 000 Kinder unter 15 Jahren leben
von Sozialhilfe. Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit bewegt sich
auf anhaltend hohem Niveau. Armut trotz Erwerbstätigkeit ist keine
Ausnahme mehr. Etwa 32000 Bedarfsgemeinschaften nach Hartz IV leben in
Hamburg.
In einer Pressemeldung vom 6.August beklagt der Hamburger DGB
Vorsitzende Pumm: „Geld für sinnvolle Konzepte, die so dringend nötig
wären für Kitas, Schulen, Arbeitsmarktpolitik und öffentliche
Einrichtungen ,die allen zu Gute kommen, fließen einseitig in die
Wirtschaftsförderung. Eine reiche Stadt wie Hamburg muss strukturell
andere Wege beschreiten um die Schere zwischen arm und reich zu
schliessen.“
Der Zukunftsrat Hamburg, keine linke Organisation, spricht von einer
erfolglosen Politik im Kampf gegen Armut in den letzten 12 Jahren und
es gebe eine fortschreitende Aufspaltung Hamburgs in arme und reiche
Stadtteile.
Der CDU Bürgermeister dieser Stadt fährt inkognito durch die kippenden
Stadtteile und wundert sich. Die SPD des Herrn Petersen will die
wachsende Stadt etwas menschlicher gestalten, die FDP freiheitlicher
und die GAL möchte das kreative Potential der Hamburger Bürger wecken
und liebäugelt mit der CDU. Einzig die Neue Linke in Hamburg hat sich
unter dem Motto
„Hamburg für alle - sozial und solidarisch“
vorgenommen der Armut in einer reichen Metropole den Kampf anzusagen.
Ein erster Schritt ist bereits getan, seit Wochen sammeln wir für eine
Petition „Sozialticket.“Wir sind das soziale Gewissen der Stadt.
Deshalb wollen wir auf dieser Konferenz unsere politischen Alternativen
vorstellen und mit den Menschen, die an einer anderen Politik
interessiert sind, diskutieren.
Wir haben auf viele Fragen keine abschließenden Antworten.
Aber wir sind davon überzeugt, dass die
Arbeiter und Angestellte, die um ihre tariflich abgesicherten Jobs
fürchten müssen und unter Lohn- und Rentenkürzung,
Arbeitszeitverlängerung und Gebührenerhöhungen leiden
Die von HART IV leben müssen und durch Arbeitslosigkeit oder fehlende
Ausbildungsplätze oder als MigrantInnen zunehmend sozial ausgegrenzt
werden
Die sich eine andere Welt jenseits des global entfesselten Kapitalismus
eine andere Welt vorstellen können und schaffen wollen
Intellektuellen und Mittelständler, sie sich zunehmend durch das
Großkapital weggedrückt und gegängelt sehen
die besonders in einer Metropole wie Hamburg anzutreffen sind, eine
wählbare Alternative benötigen. Mehr noch: wir werden auf dieser
Konferenz auch darstellen, dass zwar auch die Hamburger Politik von
starken bundespolitischen Abhängigkeiten geprägt ist, gleichwohl aber
nicht unerhebliche finanzpolitische Spielräume vorhanden sind.
Wir wünschen uns von dieser Konferenz nicht nur einen weiteren
Aufschwung der Linken in Hamburg, sondern auch nachhaltige Impulse für
weitere widerständige Aktivitäten in dieser Stadt.
Programm
Freitag, 24. November
15.30-18 Uhr: Frauenplenum: Mädchen können alles – über die Berufswahl
von Mädchen und Jungen in Hamburg, Einleitung: Chr. Reymann, ….Pinger
verantw. C. Detamble-V.
17 Uhr, Foyer: Markt der Möglichkeiten
Info-Stände von Initiativen, Organisationen,
Gewerkschaften/Ausstellungen/
Bücherständen (auch während der ganzen Konferenz) –
bitte vorher anmelden,
verantw. E. Kaleveld
18 Uhr, Aula: Begrüßung, Eröffnung durch WASG + LP.PDS
Einleitungsreferate:
1. Metropolen für alle Menschen – nicht fürs globalisierte Kapital
(Gastreferat), Prof. Jens Dangschat (Siedlungssoziologe, Demograph,
Raumplanung TU Wien)
2. Auch die Utopie braucht Fahrpläne – ein linkes Programm für ein
anderes Hamburg (WASG + LP.PDS)
3. Ergänzende Kurzstatements: MdB Prof. N. Paech, MdB Luc Jochimsen,
MdB Prof. H.Schui
Moderation: WASG/LP.PDS
20.30 Uhr, Diskussion, aber anders: Links trifft sich – zwanglose
Diskussion an 100 Tischen (bei Bier, Selter, Suppe, evtl. im St.Pauli-
Clubheim-verantw. M.Wittmaack)
Sonnabend, 25. November
11 Uhr, Aula:
Erwartungen, Fragen, Forderungen an die neue Linke
(Moderierte Antworten von Vertretern von VER.DI, GEW,
Gewerkschaftsjugend, Betr.R. LBK, ProFem, Eltern, Flüchtlingsrat,
Betr.R. Produktionsbetrieb, Mehr Demokratie, Sozialpolit. Opposition,
Hamburg Umsonst, Erwerbsloseninitiativen, Künstler gegen Tamm- Museum,
Friedensinis, Jugend-, Schülervertretern, Denkträume, Intervention,
attac), Nachfragen, Diskussion Moderation: Ilona Wilhelm (GEW,
angefragt), N. Hackbusch
14-15 Uhr Mittagspause
15- 18 Uhr, Klassenräume: Parallele Arbeitsgruppen
1. Boomtown für wen?- Reichtum und Ausgrenzung in Hamburg
( HARTZ IV in HH, Zwangsumzüge, 1-€-Jobs, was können wir tun?
Verant. W. Joithe/A. Dehaba
2. Armut trotz Arbeit
(Mindestlohn, prekäre Beschäftigung, Marginalisierung),
verantw. Herbert Schulz, Lothar Voß
3. Für Arbeit: Alternativen zur Senatspolitik
( öffentlich geförderter Beschäftigungssektor, Wertschöpfung in der
örtlichen Ökonomie, Genossenschaften- welche Gestaltungsmöglichkeiten
hat die Hamburger Politik?) verantw. M. Hartwig, C. Schroeppel,
H.Bethge
4. Woher soll das Geld kommen?
(Steuern und Landeshaushalt – Alternativen und Bürgerbeteiligung-
Auseinandersetzung mit der Eröffnungsbilanz für Hamburg) verantw. N.
Hackbusch/ B. Müller
5. Für Stärkung und Entwicklung des öffentlichen Sektors – gegen
weitere Privatisierung
(Folgen der Privatisierung am Beispiel Asklepios (LBK) und Pflegen und
Wohnen), verantw. H. J.Podsuweit, B. Schuckart
6. Bildung ist ein Menschenrecht- keine Ware
(Bildung, Ausbildung für alle, Einheitsschule- Schluss mit der sozialen
Auslese, Kitas, Berufsbildung am Ende?) verantw. K. Beiderwieden,
H. Feige
7. Hamburg soll „im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen
Erdteilen und Völkern der Welt sein“ (Präambel der HH Verfassung)
(Gegen Rüstung in HH, die Rolle von EADS/Airbus, Städtepartnerschaften
- für Friedensstadt HH-gegen Tamm- Museum) verantw. H. Ring
8. Demokratisiesung der Stadt
(Für Volksentscheide, Mitbestimmung in Betrieben, Verwaltungen,
Bildungseinrichtungen und im Wohnviertel) verantw. M.
Wittmaack, B. Rogalla
9. Migrantinnen und Migranten in der Metropole- Integration oder
Ausgrenzung?
(Integration: Kita, Schule, Berufsausbildung, Betrieb, öffentlicher
Dienst, Stadtteilen, Kultur – gleichberechtigte Mitbürger?) verantw.
K. Haas, Z. Masudi
10. Kein Mensch ist illegal
(Illegalisierte Flüchtlinge, Legalisierung, Abschiebungen,
Schülerregister), verantw. W. v. Matzenau, C. Arndt
11. Nicht nur fern im Süden oder Osten: Rechtsentwicklung, Rassismus,
Neofaschismus bei uns
(Rechtskultur und rechtsradikale Strukturen in den Stadtteilen,
SCHILLLS Nachfahren und der Rassismus der Mitte) verantw. C. Kerth,
W. Siede
12. Lofts mit Hafenblick- wie sozial ist die Stadtentwicklung?
(Wohnungspolitik des Senats, Wegfall der Mietpreisbindung,
Eigenheimförderung und sozialer Wohnungsbau- für eine soziale
Stadtentwicklung, gegen die Ausgrenzung ganzer Stadtteile)
verantw. C. Schneider, J. Rübke
13. Ökologisch oder (selbst)zerstörerisch? verantw. G. Siegler, Robert
Krause
Für ein soziales und solidarisches Hamburg, das nicht die natürlichen
Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel und anderer Völker zerstört,
sondern einen aktiven Beitrag leistet zum Klimaschutz, zur Reduzierung
des Energie- und Ressourcenverbrauchs, für einen umweltfreundlichen und
damit auch menschenfreundlichen Verkehr und für den Erhalt natürlicher
Lebensräume leistet.
14. Armut und Frauen in Hamburg
(Ziel: Armutsbericht, Bündnis gegen Armut), verantw. C. Detamble-Voss
15. Kultur für alle, verantw. D. Heyenn
16. Open Space
(Wir bieten einen Raum mit Equipement, wo sich Leute treffen und
selbstbestimmt und selbstorganisiert ihre Forderungen zum Programm
„Hamburg für alle“ beraten können)
aus organisatorischen Gründen wird um Voranmeldung gebeten,
Tel.:......................
17- 18 Uhr, Aula: Abschlussplenum: Was will die Linke in Hamburg –
fünfzehn Forderungen für die Stadt, 18 Uhr: Ende der Konferenz
Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt.
WASG MdB Prof. N. Paech
Linkspartei.PDS
Lvbd. Hamburg Abgeordnetenbüro
Landesverband Hamburg
Kreuzweg 7, 20099 Hamburg
Tel: 22 62 42 14, Fax: ..15 Tel: 280 56 546, Fax:…47 Tel: 389 21
64, Fax: 43 09 70 28
info at wasg-hh.de Norman.paech at wk.bundestag.de
info at linkspartei-hamburg.de
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