[echo] Alles im Fluss Ein Panorama der Elbe: Beuys und 16 x HfbK
raimund kollegger
r.kollegger at arcor.de
Tue Nov 7 00:24:49 CET 2006
Armin Digging:
Haben sich die politischen Verhältnisse geändert?!
Will die jetzige politische Regierung uns plausible
machen, dass das die politischen Verhältnisse vor
ihrer Zeit waren und dass sie heute, die Regierung
(all die beteiligten Institutionen würde ich mal
nicht gerade unabhängig von ihr sehen, zumal auf
jeden Fall die Kulturbehörde politisches Organ DIESER
Regierung ist) mit ihrem jetzigen Geklüngel irgendetwas
besser macht. Die Wählerumfragen haben wohl ein
kleines Zittern verursacht, oder ist es vielleicht
schon ein großes Zittern, wenn hier ganz komische
Hamburger Kulturgeschichte so eindeutig dentenziell
verbraten wird?!
Die armen Studenten wissen wohl auch nicht wie ihnen
geschieht. Dass sie an dieser Hochschule was dazu
lernen scheint unter diesen Umständen eher unwahr-
scheinlich. Beuys würde sich im Grabe umdrehen, könnte
er von diesem Schwachsinn etwas mitkriegen!
+++
Armin Digging ist zurzeit Vorsitzender im Aufsichtsrat der
Kunsthalle Black Hole in Liverpool. Er legt großen Wert darauf
nur mit "Digg" angesprochen zu werden und stammt aus einem
Provinznest in Styria, wohin er niemals zurückkehren möchte,
aller höchstens taub und blind.
Am 06.11.2006 22:49 Uhr schrieb "Dirck Möllmann" unter <ckmoellmann at gmx.de>:
>
>
> Alles im Fluss – Ein Panorama der Elbe 15. November 2006 bis 15. November
> 2007
>
> Eröffnung, 14. November 2006, ab 19 Uhr
>
> Altonaer Museum, Museumstrasse 23, Hamburg-Altona
>
> Im Altonaer Museum eröffnet am 14. November 2006 eine Ausstellung über die
> Elbe bei Altona. Als Ergänzung zum kulturgeschichtlichen Schwerpunkt wurde
> die zeitgenössische Kunst ins Boot geholt, um heutige Blickwinkel auf die
> Bedeutung des Flusses für die Stadt zu gewinnen.
>
>
> Joseph Beuys
>
> Dokumentation des Spülfeldprojekts in Altenwerder, 1983-1984
>
> Die anspruchsvollste künstlerische Auseinandersetzung mit der Elbe als
> Verflechtung von Wirtschafts- und Lebensraum gelang ohne Zweifel Joseph
> Beuys. Er traf den springenden Punkt zwischen Ökonomie und Ökologie mit
> seinem Vorschlag, die Bepflanzung des hochgiftigen Spülfelds in Altenwerder
> als eine Arbeit am „Gesamtkunstwerk Freie und Hansestadt Hamburg“ zu
> beginnen. Nach Einladung der Hamburger Kulturbehörde im Jahr 1983 plante er
> doppelgleisig ein ökologisches Mahnmal an der Elbe und ein politisches Forum
> in der Stadt. Die Ausführung des Projekts wurde kurz vor der Aktion zum
> Auftakt, einem symbolisch zu verstehenden Abwurf einer Basaltstele auf die
> wüstenartige Spülfläche, vom Senat der Hansestadt im Juli 1984 unterbunden.
> Im Altonaer Museum findet sich eine umfangreiche Dokumentation dieses
> Projekts, einem der ersten Vorhaben der in Hamburg geprägten „Kunst im
> öffentlichen Raum“, zusammengetragen. Neben dem erstmals ausgestellten
> Basaltstein mit Blei sind alle Projektskizzen, Fotografien,
> Originaldokumente und Pflanzungsvorhaben, die von Beuys vorgesehen waren,
> ausgestellt. Karten und Luftbildaufnahmen zeigen Altenwerders juristisch
> erzwungene Umgestaltung vom Dorf zum Spülfeld und im heutigen Zustand als
> Container-Terminal.
>
> Mit Dank an die Galerie Bernd Klüser, Sammlung Klüser, Johannes Stüttgen und
> U We Claus, die Hamburger Kulturbehörde, Karl Weber und Uwe M. Schneede.
> Zusammengestellt von Dirck Möllmann.
>
>
>
> Längsseits
>
> Hamburger Hochschule für bildende Künste im Altonaer Museum
>
> Parallel zur Beuys-Dokumentation bringen 16 Studierende der Kunsthochschule
> frischen Wind in die Kunst- und Kulturgeschichte der Elbe. Sie präsentieren
> über alle 5 Räume der Ausstellung zwischen den anderen Exponaten verteilt
> vielfältige und neue Aspekte vom Fluss durch Erzählungen, Klänge,
> Interviews, Installationen, Collagen, Zeichnungen und Malerei. Längsseits
> und aus dem Augenwinkel betrachtet, bewusst verkürzend, mitunter auch
> ironisch zur Übertreibung neigend, nehmen sie den Fluss und die Ausstellung
> selbst in den Blick.
>
> * Yoonjoo Cho
> * Cordula Ditz / Jörn Stahlschmidt
> * Janine Eggert / Nadja Frank / Philipp Ricklefs
> * Patrick Farzar
> * Inga Kählke
> * Annika Kahrs
> * Marte Kiessling
> * Willem J. Müller
> * Miwa Ogasawara
> * Dennis Scholl
> * Silke Silkeborg
> * Paul Sochaki
> * Karsten Wiesel
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