[echo] 3. Philosophische Lesung

Harald Lemke mail at haraldlemke.de
Thu Nov 30 10:08:49 CET 2006


> Veranstaltungshinweis für morgen, Freitag, den 1. 12.!
> 
> 3. Vortrags-Performance in der Reihe ³Philosophische Lesungen²
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> DER JAPANISCHE WEG DES ESSENS
> Philosophische Reflexionen zur fernöstlichen Esskultur
> 
> Vier Lesungen mit Harald Lemke
>  
> Freitags, jeweils von 21.00-22.30, im Markthof
> ­ Marktstrasse 102, HH (gegenüber vom Hinterconti)
>  
> 1. Lesung:  20. Oktober
> 2. Lesung:  17. November
> 3. Lesung:  1. Dezember
> 4. Lesung:  15. Dezember
>  
> Eintritt: 1,90  Euro (incl. 1 Getränk)
>  
> Auf einem wenig bekannten Bild ist der französische Philosoph Michel Foucault
> in einem japanischen Zen-Kloster zu erkennen. Er wirkt, mit einer Mönchsrobe
> bekleidet und mit seinem kahl rasierten Schädel, wie ein Zen-Meister unter
> anderen. Foucault, der zu diesem Zeitpunkt bereits als “der große Philosoph³
> gilt, ist gerade im Begriff, aus einem Kochtopf zu essen. Die Essschale in der
> einen Hand, einen großen leeren Löffel in der anderen Hand, schöpft er aus dem
> Eintopf, so als ob er Zen-Weisheit “mit Löffeln³ schöpfen wolle. Das Essen der
> Klosterküche scheint reichlich asketisch, man könnte denken, der Geschmack der
> zen-buddhistischen Leere sei aufgetischt worden: eine Schale Reisbrei und
> sonst ­ Nichts! Wie denkt Foucault, der Theoretiker einer neuen Lebenskunst,
> der nach Japan gereist ist, weil ihn angesichts der Krise des abendländischen
> Denkens und der Notwendigkeit einer “Philosophie der Zukunft³ ganz besonders
> das “ganz andere Leben in einem Zen-Tempel, nämlich die Zen-Praxis, die
> Übungen und Regeln³ (Foucault) interessieren, über diesen ganz anderen
> Geschmack? Kann man eine philosophische Lebenskunst des Essens mit der Praxis
> des ÐZenð zusammenbringen? Und falls ja, was ist dieses Zen und sein ÐWegð,
> wenn beides nichts mit einem religiösen Zen-Buddhismus zu tun haben soll? Wie
> wäre Ðder Weg des Essensð aus der Sicht eines westlichen Philosophen zu
> denken? Und wie vermeidet man es ­ gerade heute ­, zum Buddha zu werden, wenn
> man isst, ohne philosophisch zu sein?






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