[echo] Fr.06.10.06 | "DER EINZIG REITENDE TIGER DER WELT"

Hinterconti hinterconti at hinterconti.de
Wed Oct 4 17:34:35 CEST 2006


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Hinterconti : Freitag 06. Oktober 2006, 20 Uhr.


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Carolin Löbbert, Daniela Löbbert, Sebastian Walther:


DER  EINZIG REITENDE TIGER DER WELT
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Der einzige reitende Tiger der Welt" ist nichts 
weiter als die Ankündigung einer großen “Show". 
Entliehen aus der Plakatwerbung eines 
Wanderzirkus ironisiert der Titel das 
Zusammenspiel der Erwartungen von 
Ausstellungsmachern und -besuchern. Natürlich 
wird es in der Ausstellung keinen lebenden Tiger 
zu sehen geben, der auf einem echten Pferd 
“reitet". (Anders als im Zirkus der mit diesem 
Slogan wirbt.) Der Titel soll der Ausstellung als 
etwas Eigenes vorangestellt sein, mit dem sich 
die Künstler wie auch die Besucher in eigener 
Weise auseinandersetzen können. Wie gewinnt man 
die Aufmerksamkeit eines Publikums, was ist 
absurd oder geheimnisvoll genug, um Interesse zu 
wecken? Bleibt dabei der Inhalt auf der Strecke? 
Dies sind ein paar der Fragen, die wir uns 
stellen, und die wir mit diesem Titel anstoßen 
möchten.

Herein spaziert, herein spaziert!

Wir sind unterwegs - und mit uns der einzige reitende Tiger der Welt. Im
Gepäck haben wir ein buntes Programm von Attraktionen und Visionen. Gezeigt
werden drei unterschiedliche Positionen - drei Blicke auf die Welt.

Als Zeichnerin entwirft Carolin Löbbert phantastische Szenerien in denen
sich unwirkliche und skurrile Wesen bewegen. Sie entwickelt tierische und
menschliche Charaktere die uns vertraut erscheinen, deren Geschichte uns
bewegt, amüsiert oder aber auch irritiert.

Sebastian Walther konstruiert Utopien. In seinen Film- und
Videoinstallationen zitiert er aus den romantisierten Vorstellungen von
fernen Orten bzw. vergangenen oder zukünftigen Zeiten. Vielen seiner
Arbeiten ist das Kulissenhafte gemeinsam. Aus Versatzstücken des Modellbaus
entwickelt er Miniaturlandschaften, -situationen und - Settings, deren
simpler und improvisierter Aufbau im krassen Gegensatz zu den Bildern
steht, die sie erzeugen.

Die Malereien von Daniela Löbbert zeigen monochrome, klar und reduziert
dargestellte Silhouetten. Die auf den ersten Blick Gegenständlichkeit
versprechenden Formen, erweisen sich bei näherem Betrachten als nicht lesbar
bzw. als nicht eindeutig decodierbar. Es entsteht eine Ambivalenz zwischen
einfacher und scheinbar klarer Darstellung und zwischen vieldeutigem,
assoziativem Bedeutungsraum.







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