[echo] FW: Neben der Spur, Kino 3001, 4. April 19:00 Uhr

Bahari Ndogo bahari1 at gmx.de
Mon Apr 2 07:54:11 CEST 2007


Betreff: Neben der Spur, Kino 3001, 4. April 19:00 Uhr


Liebe Leute, 
am Mittwoch, den 4. April, 19 Uhr, wird im Kino 3001 (Schanzenstrasse 74,
Hinterhof)  mein Film

Neben der Spur

erneut gezeigt. Die letzte Aufführung war zu meiner Freude ausverkauft. Für
die, die den Film damals nicht sehen konnten, gibt es jetzt erneut die
Gelegenheit. 


Neben der Spur 

ist ein Film über das Kinder- und Jugendheim »Putenhof« im Wendland. Zu den
Besonderheiten des Jugendheimes gehört eine inzwischen 16jährige Verbindung
zum ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt in Tschechien. Der Film
beschäftigt sich mit dem Leben auf dem Putenhof und zeigt wie Jugendliche,
die gesellschaftlich fast als chancenlos festgelegt sind, mit einfühlender
Intensität auf diesen Ort reagieren und selber von der Hoffnung geprägt
sind, nicht untergehen zu müssen.

Die taz-Kritik schrieb zum Film: "Ein sensibles Sicheinlassen" und zitiert
Jens Meyer vom 3001-Kino: 
"Die Jugendlichen kommen in ihrer eigenen Sprache zu Wort - das hat mir gut
gefallen. Und der Film hat starke, wunderbare Bilder."

Dietrich Kuhlbrodth schrieb in der KONKRET: "Die Montage des Films nimmt
sich Zeit, die Stimmung wird weich, ja, auch poetisch. Zeit, sich zu öffnen.
Und genau das ist das Unverwechselbare und das Politikum dieses Films:
Dellwo ergreift Partei für die Kinder und Jugendlichen nicht nur verbal,
sondern komplett".

Die Elbe-Jeetzel-Zeit schrieb: "Entstanden ist ein ungeschminktes Porträt
von Jugendlichen mit gebrochenen Biografien zwischen Wut über das Erfahrene
und ihrer Stärke, darüber zu berichten. In stimmungsvollen, ruhigen
Bildsequenzen macht der Low-Budget-Film die Zuschauer bekannt mit den
Jugendlichen, ihren Betreuern und dem Leben auf dem Putenhof, an einem Ort,
an dem sie »Atem holen können von der verinnerlichten
Ausweglosigkeit....Dass man sie damit nicht allein lassen kann, nur weil sie
»mit schlechten Karten» geboren wurden, ist eine der Kernaussagen des Films.
Eine Aussage, die von den durchweg begeisterten Zuschauern in der sich
anschließenden Diskussion voll unterstützt wurde."

Theda Ohling, Lehrerin und Filmkritikerin, schreibt in ihrer Kritik: "Ein
inhaltlich hochkomplexes Thema , für den Filmemacher Karl-Heinz Dellwo eine
visuelle Herausforderung und eine Liebeserklärung an den Putenhof. Beides
ist ihm gelungen!!"

Mit besonderer  Freude möchte ich noch auf folgendes hinweisen:
Der Film, der unter schwierigen Finanziellen Bedingungen entstanden ist,
wurde vor 10 Tagen nachträglich finanziell gefördert durch die
"Stiftung Erinnerung" in Lindau am Bodensee. Die von Walther und Ingrid
Seinsch 1996 ins Leben gerufene Stiftung fördert Institutionen und Personen,
die sich auf wirkungsvolle Weise gegen das Vergessen, Verdrängen und
Relativieren der von Deutschen in der Zeit des Nationalsozialismus
begangenen Verbrechen wenden.

Herzliche Gruesse
Karl-Heinz Dellwo

BRD 2006; Regie/Kamera: Karl Heinz Dellwo;Ton: Jens Röhm. Farbkorrektur:
Peter Ott. 81 Min.
 
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