[echo] FRISE// C&V// "All rights reversed?" ­ Freie Lizenzen in der Kunst, Florian Cramer

Michael Kress mik at trustyourlocalartist.com
Thu Apr 26 13:36:59 CEST 2007


Copieren und Verfälschen Vol #2


"All rights reversed?" ­ Freie Lizenzen in der Kunst, Florian Cramer

FRISE, Künstlerhaus Hamburg + Abbildungszentrum,
Arnoldstr. 26, 22765 Hamburg, http//:www.frise.de/fake

Samstag, 28.4.2007, Beginn 18:00Uhr

Die freie Verfügbarkeit von Werken durch Lizenzen zu regeln, ist das
scheinbare Paradox von Freier Software und Open Source wie Linux und
Mozilla. Das "Copyleft" der GNU General Public License (GPL) dreht das
Urheberrecht so um, daß es freie Nutzungen nicht mehr unter Vorbehalt
stellt, sondern sichert. Im Internet-Zeitalter ist dieses Prinzip nicht nur
für Programmierer, sondern auch für Autoren und Künstler interessant
geworden. Während Medienkonzerne und Rechteindustrie aufrüsten und in Angst
um ihre Geschäftsgrundlagen dazu übergegangen sind, ihre eigenen Kunden
technisch zu gängeln, abzumahnen und zu verklagen, suchen KünstlerInnen und
AutorInnen nach Alternativen zur traditionellen Copyright-Kultur und
veröffentlichen Texte, Bilder, Töne unter freien Lizenzen. Wikipedia und
"Creative Commons" sind die prominentesten Beispiele dieser sogenannten
"Open Content"-Bewegung.
In der Praxis allerdings gibt es Mißverständnisse, Probleme ­ die
verwirrende Vielzahl zueinander inkompatibler Lizenzen zum Beispiel - und
ungeklärte Fragen: Was wird mit freier Lizenzierung beabsichtigt, was
hingegen wirklich gewonnen? Welche Lizenzen soll man nehmen, und ist sie im
Ernstfall vor Gericht durchsetzbar? Wie ist ihr Verhältnis zu den
Verwertungsgesellschaften? Fördern sie unfreiwillig die Ausbeutung von
Künstlern? Was haben Künstler bei der Formulierung der Lizenzen zu sagen?
Und welche Copyright-Kritiken und - Alternativen haben sie seit den
Avantgarden des 20. Jahrhunderts selbst formuliert?





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