RE: [echo] Senatspresseinfo: Künstler ziehen in die Speicherstadt

AfdK e.V. buero at afdk.de
Mon Apr 30 15:47:15 CEST 2007


- Zum Kommentar von M. Chevalier:
Der AfdK e.V. hat die KünstlerInnen für die Ateliers in der Speicherstadt
aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Es gab keine Begrenzung
hinsichtlich der Arbeitsweise. Der Mäzen hat keinen Einfluß auf die Auswahl
der vom Beirat des AfdK vorgeschlagenen KünstlerInnen genommen. Auch
implizieren die genannten Techniken nicht automatisch eine Arbeitsweise die
dem 18. Jhdt zugeordnet werden müsste.

- Zum Kommentar von Anton C. Kunze:
Die Größe der Ateliers richtete sich nach den aktuellen Anfragen aus der
Künstlerschaft.
Auch wir bedauern, dass die HHLA dem Bedarf hinsichtlich des Preises nicht
entgegengekommen ist. Tatsächlich bleibt (tätig) abzuwarten, ob hier ein
Anfang gemacht ist zur besseren Vermarktung der Flächen oder aber für die
Künstlerinnen und Künstler.


Freundlichst, das Team des AfdK
____________________________

Ateliers für die Kunst e.V.
Klosterwall 15
D-20095 Hamburg

Fon +49 (0)40 - 33 57 31
Bürozeiten Di & Fr von 10 - 13 Uhr

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buero at afdk.de
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-----Original Message-----
From: echo-bounces at soundwarez.org [mailto:echo-bounces at soundwarez.org] On
Behalf Of m. chevalier
Sent: Freitag, 27. April 2007 17:05
To: echo at soundwarez.org
Subject: RE: [echo] Senatspresseinfo: Künstler ziehen in die Speicherstadt 



"Zeichnungen, Malerei, Zeichnungen, Malerei, Zeichnungen, Malerei, Malerei,
Zeichnungen, Malerei..."


Ahhh, der discrete Charme des Mäzenatentums im aristokratische 18. Jhd.
Stil!




-----Original Message-----
From: echo-bounces at soundwarez.org [mailto:echo-bounces at soundwarez.org] On
Behalf Of Anton C. Kunze
Sent: Montag, 30. April 2007 12:56
To: echo at soundwarez.org
Subject: Re: [echo] Senatspresseinfo: K?nstler ziehen in die Speicherstadt



Es ist einfach unglaublich.. wie das Desaster, was die HHLA unter der
Fuchtel der Finanzbehörde (Zahlen! Zahlen! Zahlen müssen her, um den
Verkaufswert zu mehren) in der Speicherstadt veranstaltet, hier noch
schöngeschrieben wird.

Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll.
Eigentlich steht der Irrsinn im Text.. 8 EURO / Qm als Anfang von
Künstleransiedlung in den Speichern zu begreifen und zeitgleich dem Mäzen zu
danken, dass es erst mit ihm möglich wird, ist doch hahnebüchen. Oder stehen
die Mäzenen zur Realisierung weiterer solcher Atelier-Speicherböden
Schlange?
Warum wurde im Text vergessen, wie lange hier verhandelt wurde?
Auch ein paar Worte zum Verhandlungsklima wären angebracht gewesen..
aber Hauptsache die Kuh ist vom Eis.

Die Kultursenatorin besorgt einen Mäzen, der die Mietvorstellungen der HHLA
und damit der Finanzbehörde subventioniert, während in der Speicherstadt
große Flächen leerstehen und nicht mehr zur Nutzung angeboten werden, weil
mit zukünftigen Erlösen nach Sanierung spekuliert wird.

"Der Anfang ist gemacht" - wozu? Sanierte Künstlerbastelstuben?
Seit Jahren haben Menschen (nicht nur Künstler) z.B. am St.Annen-Ufer Böden
zu 300qm für weniger als 3 EUR/qm .. gut, nicht toll saniert, nur wer
benötigt neue Wasserhähne, wenn es die Alten tun oder schafft sich nicht
selbst gern die nötige Ordnung zum Pinseln und Bauen?

Macht das stutzig?
Die wissen doch genau, warum Künstler ein Gebiet bevölkern..
doch selbst der üblich kalkulierte Weg, Künstler unsaniert mit kurzen
Nutzungsverträgen rein und bei Bedarf und Marktentwicklung Mietverträge
abschliessen, Sanierungen und dann im Takt die Mieten hoch, scheint den
HHLAern zu riskant.. aber liebe Freunde, so wird das Immobilien-'Wunder'
der Londoner Docks in der Speicherstadt nie Wirklichkeit.

Wir sehen uns im Fleetschlößchen.. ne Limo auf den Stuss!
Anton C. Kunze


--- tina fritsche <tina.fritsche at gmx.de> schrieb:

> Hallo, dieser Text kam heute aus der
> Senatspressestelle. Wer die PM als pdf inklusive Fotos haben will, 
> soll mir kurz mailen, dann schick ich das Ding zu.
> Ciao :Tina
> 
> 
> 26. April 2007/kb26
> Künstler ziehen in die Speicherstadt – Mäzen ermöglicht günstige 
> Mieten
> 
> „Die Anziehungskraft des Ortes ist enorm“
> 
> Inmitten der Speicherstadt haben erstmals Hamburger Künstler Quartier 
> bezogen. Auf insgesamt rund 600 qm Arbeitsfläche stehen künftig neun 
> Ateliers in der Größe zwischen 40-60 qm in den ehemaligen Lagerböden 
> im Speicherblock V am Brooktorkai zur Verfügung.
> Die Räume wurden von der HHLA aufwendig unter Einbeziehung des 
> Denkmalschutzamtes hergerichtet: Trennwände wurden eingezogen, 
> Elektrizität, Heizungen und Wasseranschlüsse gelegt. Die Ateliers 
> konnten den Künstlern zu günstigen Konditionen weit unterhalb 
> vergleichbarer Raummieten angeboten werden, da es der Kulturbehörde 
> gelungen war, einen Mäzen zu gewinnen, der sechs Jahre lang die Hälfte 
> der Mietkosten von acht Euro pro Quadratmeter übernimmt. Bereits im 
> Juni vergangenen Jahres fand eine Ausschreibung des Vereins „Ateliers 
> für die Kunst“ statt, dessen Beirat, bestehend aus Künstlern und 
> Kunstvermittlern aus den Bewerbungen eine Auswahl traf. Hamburgs 
> Erster Bürgermeister, Ole von Beust, sagte: „Eine Vielzahl von 
> einzigartigen Veranstaltungen und Museen zieht schon jetzt begeisterte 
> Touristen und Hamburger Bürger in die Speicherstadt. Ich freue mich, 
> dass mit den neuen Ateliers nun auch die bildende Kunst die 
> historische Speicherstadt mit kreativem Geist belebt.“ „Um Hamburg als 
> Stadt der bildenden Kunst weiter zu profilieren, brauchen wir 
> ausreichend Atelierflächen zu günstigen Mieten in zentralen Lagen“, so 
> Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck. „Die Anziehungskraft dieses 
> Ortes für Künstler ist enorm. Ich danke vor allem dem Mäzen, der 
> diesen neuen Schaffensort für Künstler ermöglicht hat. Mein Dank gilt 
> ebenso dem Vorstand der HHLA, der die Speicherräume so attraktiv 
> herrichten ließ, dass sich hier die Energie und die Kreativität der 
> Künstler entfalten kann.“ Die Kultursenatorin betonte, dass die neuen 
> Ateliers in der historischen Speicherstadt mit dazu beitragen werden, 
> ein lebendiges und kreatives Viertel zu schaffen, das deutlich 
> mache,welche kulturellen Chancen und Möglichkeiten sich hier 
> verwirklichen lassen. „Der Anfang ist gemacht und wird schon bald 
> positive Effekte für die Künstler selbst wie auch für die Stadt nach 
> sich ziehen.“ Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen 
> und Logistik AG (HHLA),
> sagte: „Mit dem erstmaligen Umbau von Speicherböden zu Ateliers wird 
> das Nutzungscluster in der Speicherstadt konsequent erweitert. Die 
> Marktsignale für hochwertige Atelierflächen in der Speicherstadt sind 
> durchweg positiv.“
> 
> Folgende Künstler haben die Ateliers bezogen:
> - Lili Fischer
> - Barbara-Kathrin Möbius (Zeichnungen, Malerei)
> - Kyung-Hwa Choi (Zeichnungen) und Nikolaus Valsamakis (Malerei)
> - Peter Boué (Zeichnungen)
> - Corinna Altenhof (Malerei)
> - Erdmute Prautzsch (Malerei)
> - Sonja Weckenmann (Zeichnungen)
> - Alexander Raymond (Malerei)
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