[echo] Kunstbericht 2006: Einmalpreise statt Kontinuität

cornelia sollfrank cornelia at snafu.de
Wed Aug 1 13:13:21 CEST 2007


> Betreff: Kunstbericht 2006: Einmalpreise statt Kontinuität
>
>
>  |||
>  |||  PRESSEMITTEILUNG
>  |||
>  |||  IG Kultur Österreich
>  |||
> -   ---------------
>  |||
>  |||  Kulturinitiativen werden ausgezeichnet, aber die Mittel  
> werden immer weniger!
>  |||
>
>
> Im nun letzten Kunstbericht der Ära Morak-Schüssel werden noch  
> einmal lang geäußerte Kritikpunkte bestätigt. Die Steigerung des  
> Budgets für Großveranstaltungen und Events um 46,3% ist ein  
> weiterer Beweis für die Festivalisierung österreichischer  
> Kulturlandschaft und wurde schon mehrfach von verschiedensten  
> Verbänden kritisiert. Für eine kontinuierliche und oftmals wenig  
> repräsentative Kulturarbeit von Kulturinitiativen gibt es da kaum  
> noch Platz und analysiert man die Zahlen im Detail, werden  
> schwerwiegende Entwicklungen sichtbar, die jedenfalls gestoppt  
> werden müssen:
> Insgesamt ging das Budget für regionale Kulturinitiativen im Jahr  
> 2006 zum Vergleich des Vorjahres um –4,2% zurück, doch dem nicht  
> genug, wurde das Budget auch innerhalb auf sehr aufschlussreiche  
> Weise neu verteilt. Obwohl immer wieder behauptet wird, dass in  
> Zukunft mehr in KünstlerInnen investiert werden soll und weniger in  
> Strukturen, sank die Personenförderung um –36,7%, die  
> Projekteförderung gar um –60%. Besonderen Niederschlag fand diese  
> Umverteilung im Bereich der Preise und Prämien, die sich im Jahr  
> 2006 um +55% steigerten. Würdigungspreise sind für viele eine  
> Anerkennung ihrer Arbeit, jedoch lässt sich mit einmaligen  
> Ausgelobungen keine kontinuierliche, regionale Kulturarbeit  
> aufrechterhalten. Ein schlagendes Beispiel für den „Wert“ von  
> Auszeichnungen ist das Ende der Plattform Lungaukultur, das 2006  
> mit dem Innovationspreis für regionale Kulturarbeit geadelt, heute  
> vor dem Aus steht. Es wurden insgesamt elf Preise vergeben, acht  
> für innovative Kulturinitiativen und drei anlässlich des „Jahres  
> der Menschen mit Behinderung“, wobei sich die Frage aufdrängt, ob  
> für solch wichtige Anerkennungen nicht extra Budget zu kalkulieren  
> wäre.
>
> Die IG Kultur Österreich fordert mit Nachdruck ein Bekenntnis zu  
> einer kontinuierlichen Kulturarbeit, die sowohl von Strukturen, wie  
> auch von künstlerischen Projekten lebt.
>
>
>
>
> ||| Rückfragen
>
> |
> |---
> | IG Kultur Österreich
> | Gumpendorfer Str. 63b
> | A-1060 Wien
> |---
> | Tel. +43 (01) 503 71 20
> | Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15
> |---
> | http://www.igkultur.at/
>
> -   ---------------
>
>    ||| Erklärung gemäß § 107 TKG
>
> Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet  
> der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen  
> einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver  
> Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des  
> Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche  
> Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen  
> ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet  
> werden.
>
> Sollten Sie keine weiteren Informationen der IG Kultur Österreich  
> beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung.
>
>
>
>
>




More information about the echo mailing list