[echo] Kurzmiete gesucht: 01.-15.September 2007
Kerstin Stakemeier
non_sign at gmx.de
Thu Aug 16 08:32:27 CEST 2007
guten morgen hamburgwohnende -
wer von euch fährt in der ersten septemberhälfte in den urlaub und
möchte seine kleine wohnung untervermieten?
- britische freunde von uns sind in der stadt und brauchen eine
kurzzeitbleibe -
bitte melden bei kerstin 01778746877
-danke-
k
Aktualisierungsraum
Talstrasse 17
20359 Hamburg
Öffnungszeiten
Di/Sa 4 – 7 h
www.aktualisierungsraum.org
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"Es kann als eines der methodischen Objektive dieser Arbeit angesehen
werden, einen historischen Materialismus zu demonstrieren, der die
Idee des Fortschritts in sich annihiliert hat. Gerade hier hat der
historische Materialismus alle Ursache, sich gegen die bürgerliche
Denkgewohnheit scharf abzugrenzen. Sein Grundbegriff ist nicht
Fortschritt, sondern Aktualisierung."
Walter Benjamin, Passagenwerk, Konvolut N2 (unv.)
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Am 16.08.2007 um 00:29 schrieb Kerstin Stakemeier:
> /// please scroll down for the english version ///
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> Aktualisierungsraum Hamburg
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>
> Lasse Schmidt Hansen
>
> 19.08. bis 08.09.2007
>
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>
>
> Eroeffnung.
>
> Sonntag. 19.08.2007.
>
> ab 19 Uhr.
>
>
>
>
>
>
>
> Lasse Schmidt Hansen arbeitet mit den Ungenauigkeiten, die die
> Übereinstimmung von Plan und Realisierung verhindern. Diese
> Ungenauigkeiten liegen im Plan selbst ebenso wie im Material seiner
> Realisierung. Die absolute Form, die in jeder Konstruktion gesucht
> wird, in der Architektur die Stabilität des Baus und im
> Ausstellungsraum die Idealität der Ausstellungssituation
> gewährleisten soll, existiert nur als Vorstellung. Doch was
> bestimmt den Umgang in die Realität: ihr Ideal oder ihre
> Verwirklichung?
>
>
>
> Sowohl in der Architektur selbst, als auch in der Kunst wurden
> diese Probleme immer wieder angegangen. Zunächst von Bauhaus
> Imaginaire und Brutalism in der Architektur, und seit den 1960ern
> dann auch mit der Institutionskritik innerhalb der Kunst. Beide
> haben aus den Unschärfen, und mehr noch aus den ideologischen
> Prämissen ihrer Vereinheitlichung, eigene Produktionsfelder
> entwickelt. Was in der Architektur zur Flexibilisierung und
> gleichzeitig zur sich steigernder Künstlichkeit des Materials
> führte, brachte im Feld der Kunst das unablässige Thematisieren der
> Kunsträume. Während politische Produzenten, wie die
> Situationistische Internationale (, deren Mitglied Constant das
> Bauhaus Imaginaire gründete,) die Perfektion der Räume an sich, und
> mit ihr den eingezäumten Bereich der Kunst, verwarfen, kreiste die
> Institutionskritik in der Kunst in vielen Fällen in immer weiteren
> kritischen Zirkeln um das Problem der Ausstellbarkeit
> künstlerischer Praxis.
>
>
>
> Die Gegenüberstellung von Kunst vs. Institution ist hierbei nicht
> Schmidt Hansens Ziel. Vielmehr geht es ihm um die Ausstellbarkeit
> des Raums selbst, der kaum noch verändert werden muss um schon zum
> Statement gegen sich selbst zu werden. Die Widersprüche liegen an
> der Oberfläche. Schmidt-Hansen verfährt mit seinen Bezügen und
> Fragestellungen lose. Für ihn ist die Ungenauigkeit ein stetig
> wiederkehrendes Phänomen, mit dem er hier in der Talstrasse 17 den
> verkrümmten Raum neu vermisst. Ein Teppich wird ausgelegt, der
> nicht, wie üblich, im Raum selbst nach dessen faktischen Massen
> zugeschnitten wird, sondern zuvor, nach seinem Grundriss. Schmidt
> Hansen bezieht sich in seiner Aktualisierung in der Talstrasse auf
> frühe Arbeiten Michael Ashers, dessen Rekonstruktionen von
> Ausstellungsräumen, ihre Erweiterung und Radikalisierung ähnlich
> verfahren war. Doch im Gegensatz zu Schmidt Hansen hatte Asher
> Ausstellungsarchitekuren vor sich, Räume deren Leere selbst in den
> Vordergrund trat. Schmidt Hansen leert den Raum jedoch nicht aus,
> sondern füllt ihn. Er lässt den Grundriss gegen die realen
> Raummasse antreten.
>
>
>
> Aus Schmidt Hansens Projekt folgt eine Debatte, die zwischen ihm
> und den Initiatorinnen des Raumes begann und im Workshop
> fortgesetzt werden soll. Es geht um den Begriff der Aktualisierung
> selbst, um die Frage nach seiner Gültigkeit, seiner Ausdehnbarkeit
> und Verflüssigung. Wird er immanent verwendet, richtete er sich
> nurmehr auf ein Fragment (,in Schmidt-Hansens Arbeit auf den Raum
> in der Talstrasse,) versandet er in der Immanenz und verliert das
> gesellschaftliche Potential, dass zwischen dem Aktualisierten und
> seiner Aktualisierung hergestellt werden soll. Ähnliche Probleme
> tauchen in der institutionskritischen Kunst auf: bezieht sie sich
> nurmehr auf sich selbst, ist ihre Wirkung nicht mehr als
> Selbstberuhigung. Diese Probleme und Differenzen sollen in einem
> Workshop, der die Grenzen der institutionskritischen Praxis
> angegangen werden.
>
>
>
>
>
> Der Aktualisierungsraum
>
>
>
> Der Aktualisierungsraum ist ein nicht-kommerzielles Kunst- und
> Ausstellungsprojekt in Hamburg, initiiert von Nina Koeller (Berlin)
> und Kerstin Stakemeier (Hamburg). Er handelt von der Gegenwart
> derjenigen Vergangenheit, die unabgeschlossen blieb und blickt
> zurueck aus einem bestimmten Interesse: die Vergangenheit soll
> nicht an die Gegenwart verloren gegeben werden. Stattdessen werden
> Fragmente der Vergangenheit im Raum aktualisiert.
>
>
>
> Ueber einen Zeitraum von zwoelf Monaten werden zwoelf
> KuenstlerInnen, KuenstlerInnengruppen, MusikerInnen und andere
> ProduzentInnen eingeladen, je für einen Monat eine Aktualisierung
> zu realisieren. Geplant sind unter anderem Projekte mit Nine Budde
> (Berlin), Melvin Moti (Rotterdam), School of Zuversicht (Hamburg),
> Ben Watson und Thomas Baldischwyler (London/Hamburg), Ginger Brooks
> Takahashi, Ulrike Mueller (New York), Katrin Bahrs, Ruth May,
> Susanne Winterling (Hamburg/Berlin), sowie Alexandra Bircken,
> Nicole Wermers (Koeln/Hamburg/London).
>
>
>
> In jedem Monat wird zu dem jeweiligen Projekt ein eintaegiger
> Workshop stattfinden, der das politische und kuenstlerische
> Produktionsumfeld des Aktualisierten und der Aktualisierung, der
> Historie und der Gegenwart, aufarbeitet. Beide werden im Archiv
> dokumentiert und miteinander verbunden. Neue rote Faeden sollen
> durch die (Kunst)Geschichte gesponnen werden. An der Universitaet
> Lueneburg findet ein projektbegleitendes Seminar mit StudentInnen
> der Kulturwissenschaft statt, in dem gemeinsam weitere
> Aktualisierungen erarbeitet und ausgefuehrt werden.
>
>
>
> Der Aktualisierungsraum wird gefoerdert durch die Stiftung
> Kunstfonds und die Hamburgische Kulturstiftung.
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> Aktualisierungsraum
>
> Talstrasse 17
>
> 20359 Hamburg
>
>
>
>
>
> www.aktualisierungsraum.org
>
>
>
>
>
> Oeffnungszeiten
>
> Dienstags und Samstags 16 - 19 Uhr
>
> und nach Vereinbarung
>
>
>
>
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>
>
>
>
>
> Space for Actualisation Hamburg
>
>
>
>
>
> Lasse Schmidt Hansen
>
> 19th August – 8th September 2007
>
>
>
>
>
> Opening.
>
> Sunday. 19.08.2007.
>
>
>> from 7 pm.
>>
>
>
>
>
>
>
>
> Lasse Schmidts Hansen works with the imprecisions, which terminate
> the harmony of a plan and its realisation. Those imprecisions lie
> at the core of the plan itself as much as in the material of its
> realisation. The absolute form, which is desired in every
> construction, granting stability in architecture and the idea of an
> ideal exhibition space in art, exists but as an image. But what
> determines the dealing with reality: its idealness or its realness?
>
>
>
> In architecture as in art, this problem has been tackled before.
> What the Imaginary Bauhaus and Brutalism laid out in architecture
> was soon to be followed by institutional critique in art. Both have
> turned those imprecisions and even more so, the ideological
> premises which dominate their unification, into self-contained
> fields of production. What led architecture to a flexibilisation
> and increasing artificialness of its materials, in art turned
> towards an incessant thematisation of art spaces. While political
> producers like the Situationist International (, whose member
> Constant founded the Imaginary Bauhaus,) rejected the perfection of
> such spaces in and of themselves and with those rejected art as a
> self-contained field altogether, institutional critique in art in
> many cases began to circle in ever more self-reflexive terms around
> the problem of exhibiting artistic practices.
>
>
>
> The confrontation of art vs institution is not Schmidt Hansen’s
> aim. Much more he is concerned with the exposability of the space
> itself, which has to be hardly modified at all to become a self-
> contradicting statement. The contradictions are evidently visible.
> Schmidt Hansen arranges his references in a lose order. For him
> impreciseness is a recurrent phenomenon, which here, in the
> Talstrasse 17 leads to taking new measures in and of the space
> itself. A carpet is rolled out, which is not, as it is
> traditionally done, cut when being enrolled in the space, but which
> is cut from the exact measures of the original floorplan. He
> relates to early works of the American artist Michael Asher, whose
> reconstructions and deconstructions of exhibition architectures,
> their enlargement and radicalisation, use similar techniques. But
> in contrast to Schmidt Hansen, Asher was confronted with seemingly
> perfected spaces, whose emptiness became apparent. Schmidt Hansen
> does not empty the space, but fills it. He puts up the floor plan
> against the real measures of the space.
>
>
>
> A debate arose from Schmidt Hansen’s project, which started between
> him and the organisers of the space and which is to be continued in
> the workshop, held on the occasion of the exhibition. It deals with
> the concept of actualisation itself, the question of its validity,
> its potential for expansion and dangers of deterioration. When
> being employed immanently, directed but towards a fragment (,like
> Schmidt- Hansen prefigures at the Talstrasse,) it looses its
> political potential, which the Space for Actualisation is aiming to
> build up between the Actualised and its Actualisation. Similar
> problems occur in many positions of institutional criticism: where
> it is directed but towards itself, it results nothing but self-
> sedation. These problems and differences are to be discussed in a
> workshop, which wants to look at the limits of institutional critique.
>
>
>
>
>
>
>
> The Space for Actualisation
>
>
>
> The Space for Actualisation is a non-commercial art- and exhibition
> project in Hamburg, initiated by Nina Koeller (Berlin) and Kerstin
> Stakemeier (Hamburg). It deals with the present of that past, which
> remained unfulfilled, and looks back onto it with one specific
> interest: to not allow the loss of the past to the present. Instead
> fragments of the past will be actualised in the space itself.
>
>
>
>
>
> Over a time-span of twelve months, twelve artists, artist-groups,
> musicians and other producers are invited to, each for one month,
> realise an actualisation. A fragment is dissected from its role in
> historicity – an artwork, an invention, an event, a song – to pull
> it into the present, to find out what the consequences of its
> actualisation are.
>
>
>
>
>
> Projects are planned with Nine Budde (Berlin), Melvin Moti
> (Rotterdam), School of Zuversicht (Hamburg), Ginger Brooks
> Takahashi, Ulrike Mueller (New York), Ben Watson and Thomas
> Baldischwyler (London/Hamburg), Katrin Bahrs, Ruth May, Susanne
> Winterling (Hamburg/Berlin), Alexandra Bircken and Nicole Wermers
> (Cologne/Hamburg/London) and others.
>
>
>
>
>
> In each month a one-day workshop will be held which deals with the
> political and artistic setting of the production of both, the
> actualised and the actualisation. History and present here are
> enfolded to be both documented and newly connected. New threads are
> mapped out in (art)history. At the cultural studies department of
> the University of Lueneburg a seminar will be held which
> accompanies the project, in which a wider range of actualisations
> is to be worked out and realised.
>
>
>
>
>
>
>
> The Space for Actualisation is kindly supported by Stiftung
> Kunstfonds and Hamburgische Kulturstiftung.
>
>
>
>
>
> Space for Actualisation
>
> Talstr. 17
>
> 20359 Hamburg
>
>
>
> www.aktualisierungsraum.org
>
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>
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>
> Opening Hours
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>
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> Tuesday and Saturday 4–7 pm
>
> and by appointment
>
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