[echo] Aufführung von "Kontinentaldrift", Einladung, Andreas Peschka,
Andreas Peschka
geopoet at gmx.de
Mon Aug 20 20:37:48 CEST 2007
Einladung!
Freitag 24.8.07, 19.00
Aufführung von:
"Kontinentldrift - Mittelmeer"
ein Vortrag
Andreas Peschka, geopoet
im Künstlerhaus einseins
Lübbersmeyerweg 11
22549 Hamburg
Andreas Peschka hält am nächsten Freitag seinen Vortrag "Kontinentaldrift", den er vorzeiten in der Hochschule für die bildenden Künste HH gehalten hat, auf Wunsch des Künstlerhauses einseins noch einmal. Der Vortrag - selbst ein Kunstwerk - gibt, themenbezogen und wissenschaftlich-poetisch, einen Überblick über wichtige Aspekte seines Werkes. Ein interessantes Ereignis und eine seltene Gelegenheit.
"Wenn man sich wieder und wieder an die Arbeit macht, ein bestimmtes, großartiges und fernes Verschwinden, nämlich das des Mittelmeeres, zu verzeichnen, wird man, da der Gegenstand dieses Verschwindens ein gewaltiger ist, und die Bewegung, mit der er sich seinem Verschwinden nähert, unmerklich langsam - wird man, da außerdem die Diskrepanz jener Arbeit zur naturwissenschaftlichen Theorie, die dieses Verschwinden vorhersagt, offensichtlich ist, bald seine Arbeit für unangemessen halten, bald aber gerade diese Unangemessenheit für das Trefflichste, das erreicht werden kann.
Negativ wie positiv beunruhigt, wendet sich die Aufmerksamkeit nun gerade dieser Unangemessenheit zu und findet sich auf einmal in einem Gewirr von Abständen, Lücken, Gräben, Gängen wieder, das man nach einigen ersten Erkundungen mit der weitverzweigten Hohlform in Verbindung bringen wird, die das Konglomerat unserer Weltvorstellungen durchzieht.
Die Differenz, die in diesem Fall den Einstieg erlaubt, liegt im Bereich der Theorie der globalen Plattentektonik oder Kontinentaldrift, insofern diese das Verschwinden des Mittelmeeres innerhalb der nächsten 1,5 bis 15 Millionen Jahre vorhersagt. Die weitere Erkundung des entdeckten Differenzenlabyrinthes unternimmt man zunächst aus Neugier, um dann seine Arbeit, deren Notwendigkeit beim Freilegen immer weiterer Durchlässe inzwischen erkannt ist, als produktive Höhlenforschung wiederaufzunehmen. So beginnt die Arbeit am Unerreichlichen. Der Versuch dem in ferner Zukunft vollständig verschwundenen Meer näher zu kommen, wird dabei beibehalten."
Andreas Peschka
GEOPOET
Lüner Weg 67
21337 Lüneburg
geopoet at gmx.de
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