[echo] IBA-LABOR für Kunst und Stadtentwicklung

cornelia sollfrank cornelia at snafu.de
Fri Aug 31 12:57:09 CEST 2007


Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

im Namen des IBA Kunst & Kultursommers 2007 laden wir Sie herzlich  
ein, vom 21. bis 23. September 2007 am IBA-LABOR für Kunst und  
Stadtentwicklung in Hamburg-Wilhelmsburg teilzunehmen.

Kunst avanciert zusehends zu einem bedeutenden Aspekt aktueller  
Stadtentwicklung. In Bezug auf innerstädtische Erweiterungs- und  
Entwicklungsflächen stehen Kunst und Stadtentwicklung bereits in  
einem direkten Bezug. Mehr und mehr formulieren Planer und Entwickler  
deutlich ihre Erwartungen an die Kunst, schreiben Wettbewerbe aus,  
veranstalten Symposien und führen Gespräche.

Künstlerische Projekte, die sich direkt und konkret mit Fragen der  
Stadtentwicklung beschäftigen stehen allerdings selten bis nie im  
Fokus der Stadtentwicklungspolitik. Ein Kommunikationsproblem?  
Unterschiedliche Vorstellung von Stadt und Kunst finden nur schwierig  
zueinander.

Hier setzen die zentralen Fragen des IBA-LABORS für Kunst und  
Stadtentwicklung an: Welchen Beitrag leisten unabhängige  
künstlerische Praxen für die Stadtentwicklung? Wie verhalten sich  
unterschiedliche Modelle und Vorstellungen von Kunst und  
Stadtentwicklung zueinander? Welche Bedingungen müssen geschaffen  
werden, damit ein Zusammenspiel zwischen Kunst und Stadt, zwischen  
KünstlerInnen und EntwicklerInnen zwischen PlanerInnen und  
GestalterInnen wirksam werden kann?

Das IBA-LABOR für Kunst und Stadtentwicklung ist keine übliche  
Tagung, sondern in seiner Form bereits der Versuch einer zeitgemäßen  
Forschungs- und Versuchsanordnung: Eine Choreografie aus Workshops,  
Vorträgen und Mediatorenpanels ermöglicht den Teilnehmern über den  
Zeitraum von drei Tagen einen konzentrierten Austausch und eine  
intensive Auseinandersetzung in und mit dem aktuellen IBA-Gebiet in  
Hamburg Wilhelmsburg. So werden vor Ort neue praktische Zugänge und  
Einsichten zu künstlerischen Praxen auf dem Feld der Stadtentwicklung  
gewonnen und erarbeitet.

Im Zentrum des IBA-LABORS stehen fünf Workshops. In jeweils eigens  
konzipierten Programmen und Fragestellungen führen die  
WorkshopleiterInnen Andrea Knobloch/Silke Riechert, Eva Hertzsch/Adam  
Page, Florian Waldvogel, Kathrin Wildner und Wolfgang Zinggl die  
Teilnehmer an ihre künstlerische Praxis und Position im Bereich von  
Kunst und Stadtentwicklung heran.

Detaillierte Informationen zum Ablauf, Workshops und Referenten  
entnehmen Sie bitte dem Anhang der Einladung sowie der Webseite des  
IBA-LABORS für Kunst und Stadtentwicklung unter  
www.kunstundstadtentwicklung.de.

Das Angebot des IBA-LABORS richtet sich an interessierte  
unterschiedlichster Bereiche. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen  
begrenzt. Es wird ein Unkostenbeitrag für Verpflegung und Exkursionen  
von 95 Euro (ermäßigt 50 Euro) erhoben. Anmeldungen unter  
anmeldung at kunstundstadtentwicklung.de bzw. auf  
www.kunstundstadtentwicklung.de.
Die Anmeldung wird bestätigt und ist erfolgreich und verbindlich,  
sobald die Zahlung eingegangen ist.
Bankverbindung: Goor Zankl, Kto.: 6011263087, BLZ 100500 00, Berliner  
Sparkasse.

Das IBA-LABOR für Kunst und Stadtentwicklung, konzipiert und geleitet  
vom Künstler und Kurator Jan Holtmann, ist ein Projekt des IBA Kunst  
& Kultursommers 2007 und damit Teil der Auftaktpräsentation der  
Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg). Weitere  
Informationen und Projekte unter www.iba-hamburg.de.

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Mit herzlichen Grüßen, Jan Holtmann und Team



Programm des IBA-LABORS für Kunst und Stadtentwicklung
Fünf Workshops bilden das zentrale Element des IBA-LABORS. Die  
Teilnehmer wählen einen Workshop, der sich jeweils mit einer  
konkreten Fragestellung auseinandersetzt. Sie vertiefen die  
Fragestellung und leisten einen konzentrierten Austausch zwischen  
KünstlerInnen und StadtentwicklerInnen.

WORKSHOPS
»Alleine planen ist kriminell«
Konzept und Leitung: Andrea Knobloch und Silke Riechert,
Institute für Stadtentwicklung und künstlerische Forschung,  
Düsseldorf/Berlin

»Stadtentwicklung aus der Perspektive der Bewohner«
Konzept und Leitung: Eva Hertsch und Adam Page, Dresden

»Woher der Wind weht«
Konzept und Leitung: Florian Waldvogel, Künstler und Kurator,  
Frankfurt/Rotterdam

»Materielle und narrative Konstruktion von Räumen und Öffentlichkeiten«
Konzept und Leitung: Katrin Wildner, Stadtethnologin, Hamburg/Karlsruhe

»Wer entwickelt die Stadt, wann ist das Kunst und wie kann die was?«
Konzept und Leitung: Wolfgang Zinggl, Künstler und Kultursprecher der  
Grünen im österreichischen Nationalrat, Wien


Unterbrochen und ergänzt werden die Workshops durch neun  
Impulsvorträge und drei Mediatorenpanels. Einleitende Vorträge sowie  
abschließende Workshoppräsentationen und Diskussion rahmen die Tagung.

EINLEITENDE VORTRÄGE
Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg
Es geht auch anders...

Jan Holtmann, Hamburg
Das IBA-LABOR für Kunst und Stadtentwicklung

Dr. Armin Chodzinski, Künstler, Wissenschaftler und Ökonom, Hamburg
Zum Verhältnis von Kunst und Stadtentwicklung aus der Perspektive der  
Stadt und ihrer Begriffe

Prof. Michael Lingner, Künstler/Theoretiker, HfbK Hamburg
Die Notwendigkeit der Zweckorientierung moderner Kunst

IMPULSVORTRÄGE
Torsten Birne, freier Kurator, Dresden:
»Bis eine rentablere Nutzung gefunden ist«, Kunst als Platzhalter und  
warum das niemanden gut tut

Regina Bittner, Bauhaus Universität Dessau
Artful Transformation?

Thomas Kaestle, Kulturwissenschaftler und Kurator, Hannover
Zufallstreffer? Strukturen für Kunst im Kontext öffentlicher Räume  
zwischen künstlerischem Konzept und Kulturpolitik.

Christa Kamleithner, UdiK und TU Berlin
Strategien der Aufmerksamkeit - zur neueren Planungspraxis

Uwe Lewitzky, Kulturwissenschaftler, Hamburg
DAS GEGENTEIL VON GUT IST GUT GEMEINT - schlechte Kunst im  
öffentlichen Raum von Serra bis Erkmen

Antje Mittelberg, Kulturbehörde Hamburg
Städtische Förderung von Kunstprojekten in Stadtentwicklungsgebieten:
Indienstnahme von Künstlern? Chance für Künstler?

Christoph Schäfer, Künstler, Park Fiction, Hamburg
ENTWICKLUNGSHILFE für eine urbane Praxis

Martin Schmitz, Verleger und Lehrbeauftragter für Stadtentwicklung,  
Uni Kassel, Berlin
»Die Spaziergangswissenschaft von Lucius Burckhardt«

MEDIATION und MONITORING
Martin Fritz, Kurator und Leiter des Festival der Regionen, Wien und  
Oberösterreich

Ares Kalandides, Stadtplaner/Managing Director InPolis, Berlin/Athen

Dagmar Reichert, Anthropogeographin und Projektemacherin, Zürich


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