[echo] Fwd: SPLICE IN Filmfestival zu Gender und Politik in Afghanistan, seinen Nachbarländern und Europa

Eske Schlueters eske at gmx.de
Tue Dec 4 11:50:44 CET 2007





*SPLICE IN
**Filmfestival zu Gender und Politik
in Afghanistan, seinen Nachbarländern und Europa

* *28.11.-06.12.07 Metropolis Kino, Hamburg*

Das Festival *SPLICE IN* zeigt zum Thema „Film und Gender in
Afghanistan“ historische und aktuelle Dokumentar- und
Spielfilmproduktionen in zahlreichen deutschen Erstaufführungen. In der
kurzen Geschichte des afghanischen Kinos stehen seit 2001 erstmals auch
Frauen hinter der Kamera. Ihre filmische Arbeit ist zugleich eine
politische, in der sie die gegenwärtige Situation reflektieren und
kritisieren sowie sich für den künftigen Status von Frauen in der
afghanischen Gesellschaft engagieren.
Dem immer wieder instrumentalisierten Thema „Frauen und Afghanistan“
stellt das Festival *SPLICE IN* lokale Initiativen von FilmemacherInnen,
Schauspielerinnen und Frauenorganisationen gegenüber, deren politische
Arbeit teilweise weit vor die Taliban-Zeit zurückreicht und auch aus dem
Exil geführt wurde. Diese Perspektiven werden mit Filmen aus dem Iran
und Indien zu vergleichbaren politischen Anliegen zusammengeführt und
mit Gästen aus Indien, Iran und Deutschland in zahlreichen Gesprächen
und Podien diskutiert.
Mit dem 2007 in Hamburg gedrehten Film /Ungeduldig /spannt sich der
Bogen nach Deutschland: Junge MigrantInnen in Hamburg sprechen über
ihren Umgang mit dem Duldungsstatus und wie sie mit der ständigen Angst
vor Abschiebung leben. Die Gruppe /Ungeduldig /wird ihren Film
persönlich präsentieren.
Das Filmprogramm SPLICE IN war in einer erweiterten Form im Rahmen des
24. Kasseler Dokumentarfilm & Videofest (14.11.-17.11.2007) und in
Berlin im Kino Arsenal (22.11.-26.11.2007) zu sehen. Den Abschluss
bildet Kabul im März 2008.
Weitere Informationen unter: _www.mazefilm.de <http://www.mazefilm.de/>_
*Veranstaltungsort*
*Metropolis-Kino, Dammtorstr. 30A, 20354 Hamburg, 040/342353*

*Mittwoch, 05.12.2007 21:15 Uhr Metropolis*

*Kabul Transit*
_Regie_: David Edwards, Gregory Whitmore, Maliha Zulfacar
_Kamera, Schnitt_: Gregory Whitmore
USA 2006; 85 Min; Dari/meU
Die Regisseure zeigen widersprüchliche Perspektiven und Interessen
lokaler und internationaler Akteure in Kabul im Jahr 2005. Ein
technischer Berater versucht den Minister vom Kauf moderner Wasserwerfer
zu überzeugen. Im NATO-Camp /Julien/ erklärt ein Kommandant die
Unerlässlichkeit militärischer Routinen zur Gewährleistung der
Sicherheit. Eine Studentin kommentiert die Anwesenheit der
NATO-Soldaten: „Als Afghanin akzeptiere ich, dass sie zu unserer
Sicherheit hier sind, aber sie sollten nicht so angespannt sein. Sie
glauben scheinbar, Afghanen seien wilde Tiere.“

*Donnerstag, 06.12.2007 21:15 Uhr Metropolis*

*11.000 KM FROM NEW YORK*
_Regie, Buch_: Orzu Sharipov
_Kamera_: Georgiy Dzalaev
_Schnitt_: Muborak Sharipova
Tadschikistan 2005; 20 Min; Dari, Paschtu, Uzbek/meU
Eine karge Landschaft in Nordafghanistan. Es wird gekämpft. Was bleibt,
sind verkohlte Landschaften, Menschen, die in die entlegensten Winkel
der Steppe fliehen. Im November 2001 zwingen die blutigen Kämpfe der
Taliban Tausende afghanischer Flüchtlinge, an der Grenze zu
Tadschikistan Zuflucht zu suchen. Orzu Sharipov begleitet den Alltag in
den Flüchtlingslagern. Kinder werden geboren, sie spielen, gehen in
improvisierte Schulen. Auf einem Gemeinschaftsplatz findet eine
Performance statt: Ein Schauspieler studiert mit dem Publikum
unterschiedliche Arten des Weinens ein. Aus einer Plastikplane wird ein
Hochhaus gebaut. Zwei Jungen spielen mit fliegenden Tüchern die
Flugzeuge nach, die die Türme zerstören werden.

*UNGEDULDIG*
entstanden im Rahmen des medienpädagogischen Projekts mokala/ 
basis&woge e.V.
Deutschland 2007; 28 Min; Deutsch/meU
„Ich kann meine Träume steuern, aber meine Realität nicht. Dabei sollte
es umgekehrt sein.“ Ungeduldig nennt sich die Gruppe von sechs
Jugendlichen aus Afghanistan, Indien, dem Iran und Sierra Leone.
Ungeduldig, weil sie nur geduldet sind in Deutschland, sie alle leben
mit ungesichertem Aufenthaltsstatus. Hamburg ist ihr Zuhause. Aber wie
soll man leben mit der ständigen Angst vor Abschiebung? „Duldung heißt:
keine Arbeit, keine Ausbildung, nichts machen können und nicht wissen,
was wird.“ Während des Drehs wurde das Bleiberecht eingeführt, mit
strikten Auflagen allerdings. Chander und Sushil sind jetzt auf
Arbeitssuche, um es beantragen zu können. Tanya wird es nicht erhalten.
_
Im Anschluss_: Filmgespräch mit der Gruppe „Ungeduldig“


Gefördert durch die

Kulturstiftung des Bundes

*Mit Unterstützung von *Kulturverwaltung des Landes Berlin *In
Kooperation mit* Afghan Film; Goethe-Institut Kabul; Kinemathek  
Hamburg e.V.


-- 
mazefilm //
sandra schäfer // wrangelstrasse 58 // d-10997 berlin //
tel: +0049.30.61287211 // mob: +0049.174.3003318 // mazefilm at gmx.net
www.mazefilm.de



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