[echo] Florian Haas am Di. 11.12. bei BLAU - Zimmer fuer Kunst und andere

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Mon Dec 10 21:55:04 CET 2007


BLAU - Zimmer für Kunst und andere
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EINLADUNG
zum Gespräch 
am Dienstag, den 11. Dezember, 20:00 Uhr mit


 FLORIAN HAAS

Die Stadtimkerei finger

Die Produktionsgemeinschaft "finger" gruendete sich im Jahr 1998 aus den beiden 
Kuenstlergemeinschaften Schmidl/Haas und Brandt/Wolf. Ausgangspunkt für die zukuenftige 
Arbeit war das gemeinsame Interesse an Alltagskultur. Als erstes Projekt gab finger die 
gleichnamige Zeitschrift heraus. 
In wechselnder Zusammensetzung und mit der vielfachen Beteiligung internationaler Autorinnen 
und Institutionen, publizierte der Newsletter finger zwischen 1998 und 2005 insgesamt 14 Ausgaben, 
die in zahlreichen Praesentationen im In- und Ausland vorgestellt wurden. Parallel zur Arbeit an der 
Zeitschrift, entwickelten sich bald umfangreichere Rechercheprojekte, wie zum Beispiele die 
Nachforschungen unter dem Titel "Generationenvertrag" in der erst 1952 gegruendeten Stadt 
Waldkraiburg in Bayern.
Weiter beschaeftigt sich "finger" seit einigen Jahren mit der Frage, der Gestaltung unserer 
gegenwaertigen Gesellschaft. Hierfuer hat die Arbeitsgruppe finger das Instrument des bisher 
zweimal ausgeschriebenen Wettbewerbs "evolutionäre zellen" entwickelt. Als neuestes Projekt 
hat "finger" (Florian Haas, Andreas Wolf) die Stadtimkerei Frankfurt ins Leben gerufen. In dem 
zwischen tierwirtschaftlicher- und kultureller Arbeit verorteten Unternehmens erprobt "finger" 
die Idee einer "evolutionäre zelle".   

Der erste Bienenstand der "Stadtimkerei finger" (Andreas Wolf /  Florian Haas) eroeffnete im 
Fruehjahr 2007 mitten im Frankfurter Bahnhofsviertel auf dem Turm der Weißfrauen Diakoniekirche. 
Die Honigernte der ersten vier Voelker uebertraf alle Erwartungen. Neben dem Verkauf des Honigs 
durch die jeweils gastgebende Institution und der damit angestrebten Schaffung einer oekonomischen 
Grundlage für weitere Kunst und Kulturarbeit vermittelt das Projekt die gesellschaftlichen und 
kulturellen Zusammenhänge einer zeitgenoessischen Imkerei. 
In der Stadt ergeben sich durch künstliche Bewaesserung, Parkanlagen, Schrebergaerten oder 
Friedhoefen optimale Trachtmoeglichkeiten für die Bienen, wobei die genmanipulierten Felder, 
bei einem Flugkreis der  Bienen von 5 Kilometern unerreichbar bleiben. Diese direkt vor der Haustuere 
liegenden Ressourcen, frei nach dem Motto: "Irgendetwas blueht immer", zu nutzen ist ein Ziel der 
Stadtimkerei. Eng verbunden mit den jeweiligen Standorten der Bienenstaende werden durch das 
Projekt die Wechselwirkungen von tierwirtschaftlichen Aspekten, gesellschaftlichem Umfeld und 
kulturellem Mehrwert dargestellt.
www.evolutionaere-zellen.org/html/about.html


BLAU - Zimmer für Kunst und andere wird gefördert von der Kulturbehörde Hamburg


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