[echo] Verwirrte Hamburger Politiker?

bloemeke at hoheluftbruecke.com bloemeke at hoheluftbruecke.com
Thu Dec 13 11:48:15 CET 2007


Nicht, dass wir das schon wussten, aber ist es doch gut zu wissen,  
dass die Sozialhilfe gekürzt werden sollte, um die Menschen in Arbeit  
zu bringen, der Kündigungsschutz beseitigt werden sollte, damit neue  
Arbeitsplätze entstehen und der Mindestlohn eine Gefahr für die  
Wirtschaft ist, während die Inflation, die Butter auf dem Brot kostet:  
Neiddebatte? O.k. Neiddebatte, ich bin dafür!
Mark




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Pressemitteilung

Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Hamburg, Dr. Andreas  
Mattner, plädiert angesichts der aktuellen Diskussion um  
Managergehalte und Mindestlöhne für eine Versachlichung der Diskussion.
„Schwarze Schafe dürfen nicht zum Maßstab werden“

erklärte Mattner im Hinblick auf die von Kanzlerin Merkel auf dem CDU- 
Parteitag kritisierten „Fantasieabfindungen“ deutscher Manager. Die  
erfreuliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei auf die  
erfolgreiche Arbeit der Unternehmerinnen und Unternehmer  
zurückzuführen. Es müsse den Unternehmern überlassen werden, wie sie  
die Früchte ihrer Arbeit aufteilten. Die Höhe der Gehälter werde in  
den meisten Fällen auch von den Arbeitnehmervertretern mitbestimmt.  
Sie könnten ihren Einfluss über den Aufsichtsrat geltend machen.

Mattner glaubt an eine fehlgeleitete Neiddiskussion: „Die Große  
Koalition möge sich besser Gedanken machen über die Vermögensbildung  
von Arbeitnehmern“, hier gäbe es Defizite.

Gleichwohl räumte Mattner ein, dass Manager sich der Diskussion  
stellen und damit einem falschen Bild in der Öffentlichkeit vorbeugen  
sollten. Überzogene Einzelfälle dürften nicht zum Maßstab werden,  
diese zu verhindern, sei Aufgabe von Aufsichtsräten, die mit  
Arbeitnehmervertretern besetzt seien.

Dies gelte für alle Bereiche der Gesellschaft, schließlich wende sich  
auch niemand gegen Megagehälter oder Abfindungen von Fußballern und  
Tennisspielern.

Klar sprach sich der Landesvorsitzende gegen gesetzliche Regelungen  
zur Festlegung von Mindest- oder Höchstgrenzen von Löhnen und  
Gehältern aus. Gefordert seien hier die Tarifpartner die Verantwortung  
wahrzunehmen. Gleichzeitig müsse die Entlastung der Arbeitnehmer  
weiter vorangetrieben werden. Deutliche Preisanstiege, vor allem aber  
steigende Steuern und Abgaben, hätten in den letzten Jahren zu einem  
Rückgang der realen Nettomonatslöhne geführt. Dabei gelte es auch, das  
System der Umverteilung zu überdenken. Anders als vielfach in der  
öffentlichen Diskussion behauptet, seien es die höheren Einkommen, die  
den Sozialstaat finanzierten.

Mattner: „Es lohnt sich auch, ein Auge auf den Staat zu werfen. Denn  
nur wenn dieser seiner Aufgabe nachkommt, wachstumsfreundliche  
Rahmenbedingungen zu schaffen, können mehr Arbeitsplätze und damit  
auch mehr Wohlstand für alle geschaffen werden.“

Dr. Andreas Mattner
Landesvorsitzender

(See attached file: pm 121207 mindestlohn.pdf)
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