Re: [echo] Freiberufler/innen zwischen Flexibilität und sozialer Sicherheit
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Mon Jan 8 15:51:44 CET 2007
sehr gut.
ein feines thema.
schönen gruss
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Am 08.01.2007 um 15:44 schrieb <Iris.Dombrowski at gal-fraktion.de>:
Einladung der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Autonom, flexibel oder prekär?
Diskussion über neue Arbeitsformen von Freiberufler/innen zwischen
Flexibilität und sozialer Sicherheit
Donnerstag, 18. Januar 2007, 18.30 Uhr,
Kulturhaus 73 (Schulterblatt)
Programm:
18.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Gudrun Köncke, MdHB
Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion
18.45 Uhr
Diskussion mit Beiträgen von:
Holm Friebe
Zentrale Intelligenzagentur Berlin
Autor von "Wir nennen es Arbeit - Die digitale Bohème oder:
Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung"
Dr. Sigrid Betzelt
Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen
Beitrag: "Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen
Privileg und Prekarität"
Ulrike Fürniß
Verdi Hamburg
Fachbereich Besondere Dienstleistungen
Anmeldung erbeten unter info at gal-fraktion.de
FreiberuflerInnen, Freelancer, digitale Bohème - die Bedeutung der
Kreativwirtschaft und der oft damit verbundenen flexiblen
Arbeitsformen nimmt stetig zu. Gefeiert wird die kreative Kraft, die
aus eigenen Ideen neue Märkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze
entstehen lässt. Doch wie sieht die andere Seite der Medaille aus?
Sind die kreativen AlleinunternehmerInnen tatsächlich Vorbilder einer
neuen Arbeitswelt jenseits antiquierter
Normalarbeitsverhältnisse? Oder ist der Schritt in die
Selbständigkeit für viele nur die letzte Rettung vor der
Arbeitslosigkeit? Der Preis für die Freiheit ist hoch. Dem Gewinn an
Selbstbestimmung, der Überwindung von Hierarchien und der Abkehr von
den klassischen Karrierewegen steht die Härte des Marktes gegenüber.
Wer nicht kontinuierlich Spitzenleistungen bringt, findet sich
schnell in prekären Arbeitsverhältnissen wieder. Die Arbeitssituation
vieler FreiberuflerInnen ist deshalb geprägt von niedrigen, unsteten
Einkommen und schlechter sozialer Sicherung. Das Pendeln zwischen
Honorarvertrag, schlecht bezahltem Brotjob und Arbeitslosengeld II
gehört für viele zur Normalität.
Unsere Frage ist daher: Wie können AlleinunternehmerInnen solche
Lebensrisiken bewältigen, die solidarische Netze brauchen? Vorschläge
reichen von der Reform der Künstlersozialkasse, des Steuerrechtes bis
zur Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Doch sind diese
Vorschläge tragfähig? Oder entstehen in den "Creative Industries"
bereits neue, lebbare Entwürfe von Arbeit, die die widersprüchlichen
Anforderungen von Flexibilität und sozialer Sicherheit miteinander
vereinbaren?
Wir laden Sie ein, an dieser Diskussion mit uns teilzunehmen und
freuen uns auf einen spannenden Abend.
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