[echo] Jury fordert Erh öhung der Programmförderung für freie Künstlerhä user und Kunstorte
Bahari Ndogo
bahari1 at gmx.de
Wed Jan 24 15:40:43 CET 2007
Es ist toll, dass wieder das Thema diskutiert/veröffentlicht wird, dass von
der individuellen Kunstförderung EUR 50.000,-- /p.a. abgeknapst worden ist.
Ich fürchtete schon, es wird nie mehr diskutiert, weder von "den Orten/der
Szene" und auch nicht vom Berufsverband. Danke also für diesen wichtigen
und leider noch aktuellen Hinweis!
Trotzdem: auch EUR 85.000,-- jährlich für alle in der Großstadt Hamburg
arbeitenden "individuell Geförderten" ist wohl ein Witz. Ein Vergleich
zwischen den europäischen Metropolen würde sich sicherlich lohnen! Kann der
BBK hier nicht Infos einholen?
joe
> Von: cornelia sollfrank <cornelia at snafu.de>
> Antworten an: "Kunst, Kritik und Kulturpolitik in Hamburg"
> <echo at soundwarez.org>
> Datum: Wed, 24 Jan 2007 11:28:04 +0100
> An: echo mailingliste <echo at soundwarez.org>
> Betreff: [echo] Jury fordert Erhöhung der Programmförderung für freie
> Künstlerhäuser und Kunstorte
>
> PRESSEMITTEILUNG
>
> Hamburg, 24.01.2007
>
>
> Jury fordert Erhöhung der Programmförderung für freie Künstlerhäuser
> und Kunstorte
>
>
> Die freien Künstlerhäuser und Kunstorte, die mit leidenschaftlichem
> Engagement und hohen Eigenleistungen zur Bereicherung der ³Wachsenden
> Stadt² Hamburg beitragen, werden kulturpolitisch bislang unterschätzt.
> Die Strahlkraft dieser Orte stellt einen wichtigen Faktor in der
> Vermittlung zeitgenössischer bildender Kunst in Hamburg dar.
> Die positive Entwicklung der letzten Jahren läuft Gefahr durch fehlende
> finanzielle Mittel gehemmt zu werden. Es müssen neue Anreize für die
> Eigeninitiative der zahlreichen KünstlerInnen und KunstvermittlerInnen
> geschaffen werden.
>
> Am Donnerstag, 11. Januar 2007, tagte die Jury für die Mittelvergabe
> Programmförderung Künstlerhäuser und Kunstorte 2007³. Nach eingehender
> Diskussion und ihrer Entscheidung spricht die Jury folgende
> Empfehlungen und Forderungen aus:
>
> Angesichts der rasant anwachsenden und sehr lebendigen Hamburger
> Kunstszene ist eine Erhöhung des Budgets für Programmförderung für die
> gegenwärtig über 20 Orte von bisher 140.000 Euro auf 250.000 Euro
> dringend geboten
>
> Der Etat für individuelle Künstlerförderung muss wieder von den
> geschrumpften 35.000 Euro in 2006 und 2007 auf den vorherigen Stand von
> 85.000 Euro gebracht werden. Künstlerinnen und Künstler dürfen nicht
> durch Umschichtung zugunsten der Programmförderung benachteiligt
> werden.
>
> Zusätzlich empfiehlt die Jury, die Einrichtung eines neuen
> Fördertopfes für Archive im Kontext der bildenden Kunst³.
>
> Die Jury schätzt die Hamburger Off-Szene als unverzichtbaren
> Bestandteil der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit dieser Stadt. Der
> große Beitrag der freien Künstlerhäuser und Kunstorte zur
> Kulturlandschaft Hamburgs muss entsprechend gewürdigt und auch
> gefördert werden.
>
> Armin Chodzinski, Hans Christian Dany, Belinda Grace Gardner, Olafur
> Gislason, Dirck Möllmann, Britta Peters, Cornelia Sollfrank
>
> Kontakt:
> Dirck Möllmann, Paul-Roosen-Str. 5, 22767, Hamburg Tel. 0171 5387432
> E-mail: ckmoellmann at gmx.de
>
> Brief an die Senatorin:
> http://www.thing-hamburg.de/
>
> Symposion der Freien Künstlerhäuser und Kunstorte
> http://www.wirsindwoanders.de/_______________________________________________
> echo mailing list
> echo at soundwarez.org
> http://soundwarez.org/mailman/listinfo/echo
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