[echo] Re: echo Digest, Vol 9, Issue 17
Susanne Bartsch
sue at girl.tv
Wed Jul 18 11:30:56 CEST 2007
Pressemitteilung der Studierenden der TAH Hamburg vom 15.7.2007
Am 12.7.2007 beschlossen die Studierenden der TAH an der HfMT
mehrheitlich, den Boykott der Studiengebühren für das Sommersemester
2007 nicht weiterzuführen. Die Einzahlung erfolgt unter Protest.
Die vorangegangenen Gespräche mit Präsidium und Rechtsabteilung der
Hochschule ließen keine Zweifel daran, dass alle Nichtzahler zum
16.7.2007 unwiderruflich exmatrikuliert würden. Nach Meinung der
Hochschule müssten sich alle exmatrikulierten Studierenden, um wieder
immatrikuliert zu werden erneute einem Aufnahmeverfahren unterziehen
und ihr Studium um mindestens ein Jahr unterbrechen. Außerdem wäre
durch die Umstellung auf Bachelor/Master ein Studium mit dem Ziel
Diplom nicht mehr möglich. Des Weiteren würden die somit als
Studienabbrecher geltenden Nichtzahler beim Aufnahmeverfahren
gegenüber Neubewerbern hintenangestellt und wären nicht mehr
darlehensberechtigt aufgrund der Zweitstudiumsregelung.
In der Durchführung der Exmatrikulationen sah sich die Leitung der
HfMT nicht in der Lage durch Ausnutzung von Freiräumen den
Studierenden entgegenzukommen, obwohl dies ein ausdrücklicher Wunsch
des Präsidiums sei. Hierbei muss die Frage erlaubt sein, wieso an
anderen Hochschulen Hamburgs eben solche Freiräume ausgeschöpft
werden konnten. So liegt die Bemessungsgrenze des monatlichen
Studentischen Einkommens für Stundungsanträge etwa 200 Euro niedriger
als an der Universität und Studierende der HfBK haben bis Mitte
September Zeit, ihre Studiengebühren zu entrichten, ohne Konsequenzen
für ihr weiteres Studium zu befürchten. Warum ausgerechnet Die HfMT
diesen harten Kurs einschlägt, obwohl die Leitung im Kontakt zu den
anderen Hochschulpräsidien steht, ist uns ein Rätsel.
Im Zuge der Exmatrikulationsandrohungen kam es von Seiten der
Hochschulverwaltung verschiedene sich zum Teil widersprechende
offizielle Informationen bezüglich „Semesterende“ und
Exmatrikulationszeitpunkt, die die Studierenden verwirrten.
Teilnehmer am hochschuleigenen Stipendienprogramm „stipvisite“, das
über Pilotprojekte dieses Semester angelaufen ist und das
Studierenden über ein Förderbetrag von € 500,- für soziales
Engagement die Entrichtung der Studiengebühren für das Sommersemester
2007 ermöglichen sollte, haben ihr Geld bis zum jetzigen Zeitpunkt
nicht erhalten, obwohl die für das Stipendium zu erbringenden
Leistungen teilweise schon vor Monaten nachgewiesen wurden.
Vor diesem Hintergrund bekräftigt die Studierendenschaft der TAH
ihren politischen Widerstand gegen die Studiengebühren und kündigt
weitere Aktionen und die Ausweitung des Protests für das nächste
Semester an.
Es hat sich gezeigt, dass durch das Engagement der Studierenden
Positives erreicht wurde:
Es wurden über 500 Solidaritätsbekundungen unterzeichnet.
Das anfänglich zurückhaltende Studentenparlament der Hochschule für
Musik und Theater solidarisiert sich mit den Studierenden der TAH.
Die öffentliche Aufmerksamkeit wurde durch ein breite positives
Presseecho geweckt und die Sensibilisierung für das Thema
Studiengebühren wurde vorangetrieben.
Auch innerhalb der Dozentenschaft der TAH findet ein Umdenken statt.
Somit ist, auch durch die Gründung des „Vereins zur Förderung eines
gebührenfreisen Studiums an der HfMT“ die Basis für weitere
politische Arbeit geschaffen.
Darüber hinaus solidarisieren sich die Studierenden der TAH mit allen
gegen Studiengebühren Kämpfenden, insbesondere mit den Studierenden
der HfBK. Die Vernetzung mit den anderen Hochschulen wird ausgebaut,
um dem Thema allgemeine Studiengebühren eine hohe Priorität im
politischen Diskurs der Hansestadt Hamburg zu erhalten, vor allem im
Hinblick auf die Bürgerschaftswahl im Februar 2007.
--
Am 17.07.2007 um 12:00 schrieb echo-request at soundwarez.org:
> Send echo mailing list submissions to
> echo at soundwarez.org
>
> To subscribe or unsubscribe via the World Wide Web, visit
> http://soundwarez.org/mailman/listinfo/echo
> or, via email, send a message with subject or body 'help' to
> echo-request at soundwarez.org
>
> You can reach the person managing the list at
> echo-owner at soundwarez.org
>
> When replying, please edit your Subject line so it is more specific
> than "Re: Contents of echo digest..."
>
>
> Today's Topics:
>
> 1. Michel Chevaliers Laden f?r "konsequente Kunst"
> (cornelia sollfrank)
> 2. Vortrag&Diskussion: LOOKISM&GENDER mit MELANIE GRO?
> (lookism ausstellung)
> 3. Kunst-therapeutisches Projekt in Bulgarien (Frau Roos)
> 4. Stiftung spendiert die Studiengeb?hren (cornelia sollfrank)
> 5. Dark matters ausstellung heute (Sabine Mohr)
>
>
> ----------------------------------------------------------------------
>
> Message: 1
> Date: Mon, 16 Jul 2007 13:57:35 +0200
> From: cornelia sollfrank <cornelia at snafu.de>
> Subject: [echo] Michel Chevaliers Laden f?r "konsequente Kunst"
> To: echo mailingliste <echo at soundwarez.org>
> Message-ID: <D962641C-F6E2-4983-8957-19F289AC6858 at snafu.de>
> Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; delsp=yes; format=flowed
>
> taz, 16.07.2007
>
> 30 Euro und keinen mehr
>
> Symbolischer Kampf gegen die Gepflogenheiten der Marktwirtschaft:
> Michel Chevalier betreibt im Münzviertel einen Laden für "konsequente
> Kunst", in dem Wohlhabende nichts kaufen dürfen
>
> VON KATRIN BONNY
>
> In großen Lettern steht es über dem Ladentisch: "Wenn Sie mehr als
> 50.000 Euro Vermögen haben, können Sie hier nicht einkaufen. Sie
> können sich jedoch gern umschauen." An der Decke wellen sich
> einzigartige Tapeten: Ein Wasserschaden im Stockwerk drüber. In einer
> Seitenstraße im Münzviertel hat Michel Chevalier seinen temporären
> Kunstladen "Unlimited Liability" eingerichtet. Im Untergeschoss einer
> leer stehenden Mietwohnung. Es riecht feucht hier, nur wenig Licht
> fällt durch die vergitterten Fenster.
>
> Der Laden sei "ein symbolischer Kampf", erklärt Chevalier, "außerhalb
> der Konventionen der freien Marktwirtschaft". Sprichts und setzt sich
> hinter den Ladentisch für 30 Euro, mit Selbstbauanleitung. Er selbst
> bezeichnet sich als "Art-Practioner", momentan als kostenloses
> Interface zwischen Künstler und Käufer, sagt der 39-Jährige in
> ständig wechselnder Sprache - seine Herkunft französisch, seine
> Heimat Washington in den USA. 77 Künstler, Verleger und Musiker aus
> acht Ländern seien hier vertreten, sagt er, mit ihren Sachen zum
> Hören, Sehen, Lesen und Schmecken. Alles für jeweils weniger als 30
> Euro. "Stickers, DVDs, CDs, Dienstleistungen, Fotos, Poster, Zines,
> Shirts, Buttons, Essen, Getränke" zählt eine Selbstdarstellung im
> Internet auf - "nur Zeichnung und Malerei sind ausgeschlossen".
>
> Das großformatige Foto der "Queen Mary" am Eingang habe die
> Preisschwelle bereits überschritten, sagt Chevalier. Für das Bild
> werden nur Lose angeboten, 50 Cent das Stück. Ein anderes Alternativ-
> Angebot sind "bei der Erwerbsarbeit geklaute Objekte", die nur
> getauscht werden.
>
> Unlimited Liability - englisch für "unbegrenzte Haftung" - bedeute
> eine "Gegenbewegung zur GmbH", sagt Chevalier, "dem Grundstein der
> kapitalistischen Unternehmensform". Zum Erwerb eines Kunstwerks wird
> ein Kaufvertrag aufgesetzt. Bei falschen Angaben über die eigenen
> Vermögensverhältnisse verpflichtet der den Käufer zu einer
> Vertragsstrafe in Höhe von 1.000 Euro - und zur Rückgabe des
> Gekauften. "Dieses Verfahren soll vor allem ein Anlass zur
> Auseinandersetzung sein", sagt Chevalier. Bisher habe sich nur ein
> einziger Käufer nachträglich als vermögender Galerist entpuppt.
> Chevalier: "Er wollte mich provozieren."
>
> Gegen die "zunehmende kapitalistische Steuerung des Kunstmarktes"
> wolle er sich verwahren, fährt er fort. Seinen Lebensunterhalt
> verdient Chevalier mit Übersetzungen. Mit der Kunst beschäftigt er
> sich dann anschließend. Inspiriert habe ihn besonders die Idee "einer
> angewandten Ästhetik", sagt er: die Situationisten und die Fluxus-
> Bewegung - Referenzen, die er im Lehrplan der örtlichen
> Kunsthochschule nicht finde.
>
> Statt das "aufgesetzte Comeback der Malerei" und seinen "Geniekult"
> zu unterstützen, die derzeit den Kunstmarkt beflügeln, sucht
> Chevalier das andere Publikum für seine "konsequente Kunst":
> Eingeschweißte Konfetti in Tütchen, hergestellt aus Einladungskarten
> für Ausstellungen, ein "Ready-made zur unbeschränkten Haftung",
> doppelseitig haftendes Klebeband, ein Roman aus Mustersätzen eines
> englischen Wörterbuches sowie "Theoriemarmelade".
>
> Seit zehn Jahren lebt Chevalier selbst in St. Georg, nicht weit vom
> Laden entfernt: "Für die Eröffnung habe ich hier 150 Sektglas-
> Gutscheine verteilt", erzählt er, "und drei Nachbarn sind gekommen.
> Voll ist es trotzdem geworden."
>
> Norderstr. 71, UG, geöffnet Do-Sa 13-20 Uhr, So 13-16 Uhr
>
> mehr Informationen finden sie hier: http://www.targetautonopop.org/
>
> ------------------------------
>
> Message: 2
> Date: Tue, 17 Jul 2007 00:46:39 +0200
> From: lookism ausstellung <lookism-hamburg at web.de>
> Subject: [echo] Vortrag&Diskussion: LOOKISM&GENDER mit MELANIE GRO?
> To: echo at soundwarez.org
> Message-ID: <489259204 at web.de>
> Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-15
>
> Dienstag, 17.7.07 Lookism&Gender
>
> Wider den zweigeschlechtlichen Erkennungsdienst
> Attacken, Durchkreuzungen & Verschiebungen
>
> Melanie Groß, Feministisches Institut Hamburg
> (www.feministisches-institut.de)
>
> Mit Aktionen wie radical cheerleading, pink & silver, Ladyfesten
> oder riot grrrlism wird auf vielfältige Weise versucht, die
> zweigeschlechtlichen und zumeist heterosexuellen Normierungen auf
> einer visuellen Ebene zu durchkreuzen und dadurch einen Raum für
> neue und andere Darstellungsweisen und Existenzformen zu eröffnen.
> Die Veranstaltung wird einen Einblick in diese Formen politischer
> Interventionen geben und zur Diskussion stellen.
>
> ORT: Hafenklang EXIL/Neue Große Bergstraße 178
>
> Wir sind gespannt auf den Vortrag und auf Diskussionen/Austausch
> mit euch!
>
> *antilookism-hamburg
> kontakt: lookism-hamburg at web.de
>
> ----------------------------------------------------
>
> today: 17.7. ab 19h: Talk about Lookism & Gender with Melanie Groß
> (www.feministisches-institut.de)
>
> Actions like radical cheerleading, pink & silver, Ladyfests or riot
> grrrlism attempt to derange perspectives where only exist two
> gender and mostly heterosexual Norms on a visual level in various
> ways. This opens a space for new and other forms of embodiment and
> existences. To gain an insight in and to discuss these forms of
> political invention will be the matter of the evening.
>
> lookind forward to the talk with Melanie Groß and YOU,
>
> *antilookism-hamburg
> contact: lookism-hamburg at web.de
> ______________________________________________________________________
> _
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> mc=022220
>
>
>
> ------------------------------
>
> Message: 3
> Date: Sun, 15 Jul 2007 18:01:15 +0200
> From: Frau Roos <Post at FrauRoos.de>
> Subject: [echo] Kunst-therapeutisches Projekt in Bulgarien
> To: echo at soundwarez.org
> Message-ID: <469A44CB.5080002 at FrauRoos.de>
> Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed
>
> Liebe Künstler, Freunde der Kunst und Kulturschaffende!
>
> Bitte leitet dieses E-Mail weiter, es geht um einen Spendenaufruf für
> ein Kunst-therapeutisches Projekt in Bulgarien
> welches von Lena Storjohann, einer Studentin der FH Ottersberg
> realisiert werden soll.
> Für bisherige Arbeitsproben kann eine Eindruck auf
> www.myspace.com/a_level gewonnen werden oder kontaktieren Sie die
> Künstlerin persönlich
> unter huepfeteile at gmx.net bzw. 0151-54 97 93 66.
>
> Vielen Dank!
>
> Projektbeschreibung:
>
> Ich plane ein kunsttherapeutisches Projekt in Bulgarien und würde
> mich
> über deine unterstützung sehr freuen!
> du kannst mir helfen, indem du
> - das projekt zu spendenaufrufzwecken weiterverbreitest/
> veröffentlichst
> - diesen spendenaufruf an jemanden/eine institution weiterleitest, die
> dazu bereit ist, mich finanziell zu unterstützen
> - mich direkt selbst finanziell unterstützt
>
> jeder euro ist eine erleichterung und wird in dieses projekt
> gesteckt!!(anreisekosten, impfungen, material,etc.) -das Spendenkonto
> findest du am ende der projektbeschreibung
>
> vielen lieben dank!
> lena
>
>
> Kurzbeschreibung des Projekts ‚Geborgenheit gestalten‘
>
> Das Projekt ‚Geborgenheit gestalten‘ wird im integrativen
> Kinderzentrum
> ‚Glaube, Hoffnung und Liebe‘ in Kicevo, nahe Varna, Bulgarien im
> Zeitraum vom 10. September bis 30. November 2007 stattfinden.
> Die Kinder des Internats (7-12 Jahre alt) werden sich dem Thema
> ‚Geborgenheit‘ zuerst malerisch nähern, dann schrittweise in
> den Raum
> vortasten um zuletzt ihre persönlichen Rückzugshöhlen im GebÃ
> ¤ude zu
> erschaffen.
> Die Roma-Problematik legt dieses Thema nahe, denn viele Romani-Kinder
> haben wenig Raum für Individualität, auch die Spuren des Kommunismus
> tragen noch dazu bei.
> Um die Kreativität der Kinder zu fördern, arbeiten wir nach
> Möglichkeit
> mit nutzlos gewordenen Alltagsgütern (Zeitungen, Pappkisten, Decken,
> Altleidern), die wir gemeinsam farblich und förmlich umgestalten. Sie
> lernen dadurch die besondere Fähigkeit ihrer Kultur –das
> Improvisationsgeschick- von der schöpferischen Seite neu kennen und
> erleben, dass sie sich aus ihrer eigenen Kraft heraus Raum nehmen und
> sich schützen können.
> Entscheidungen bezüglich der künstlerischen Realisation werden
> demokratisch getroffen, sofern sie nicht die Sicherheit der Kinder,
> die
> Hausordnung o.ä. betreffen.
> Auch die Lehrer/Erzieher der Kinder werden mit eingebunden. Sie helfen
> den Kindern bei der Umsetzung ihrer Ideen einerseits und sind auch
> eingeladen, an eigenen kreativen Aufgaben zu arbeiten. Damit führe
> ich
> sie in unkonventionell-kreative Gestaltung und Problemlösung ein,
> damit
> sie diese auch nach meiner Abreise weiter an die Kinder weitergeben
> können.
> Seinen Abschluss findet das Projekt ‚Geborgenheit gestalten‘
> kulturtypisch in einer Feierlichkeit, bei der die Höhlen-
> Installationen
> der Kinder gefeiert werden und ein Erfahrungsaustausch zwischen allen
> Beteiligten und den Eltern stattfinden kann.
>
> Ziele
>
> Die Kinder nehmen sich selbst und andere durch das künstlerische
> Arbeiten anders wahr, lernen Qualitäten schätzen, die sie bisher in
> dieser Weise kaum kannten.
> Durch den Bau improvisierter Höhlen erleben sie, dass sie sich selbst
> ohne großen finanziellen oder handwerklichen Aufwand variable,
> Geborgenheit spendende Schutzräume errichten können, die sie in
> ihren
> familiären Wohnsituationen selten finden.
> Ihre eigene Individualität und die der anderen nehmen sie aufgrund
> der
> unterschiedlichen Gestaltung der Arbeiten wahr, sie werden
> verschiedene
> Stärken und Schwächen von sich und anderen sehen und sich
> gegenseitig
> helfen können.
> Damit lernen sie, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die demokratischen
> Entscheidungen schärfen ihren Sinn für Gleichberechtigung und ihr
> Gruppengefühl.
> Die Fähigkeit, improvisieren zu können wird ihnen in ihrem Leben
> hilfreich sein, denn das heißt auch, gegebene Umstände mit den
> eigenen
> Wünschen spontan zu verquicken.
> Oft wissen die Kinder nichts mit sich anzufangen, daher möchte ich
> ihren
> Blick für die Dinge ihres Alltags schärfen, indem ich ihnen
> zeige, wie
> vielfältig wahrnehmbar und einsetzbar beispielsweise ein
> Flaschendeckel
> oder eine Wolldecke sind. Die Qualität der verschiedenen Stoffe
> werden
> wir erleben und daran reflektieren, warum die eine Höhle vielleicht
> anders wirkt als eine andere. Gerade in Kinderaugen sind die Dinge
> noch
> lebendig und es liegt mir am Herzen, diese Lebendigkeit zu erhalten.
> Im Erwachsenenalter geht sie leider oft verloren, daher möchte ich
> den
> Lehrern gerne nahe bringen, auf die phantasievolle, lebendige Welt der
> Kinder einzugehen und ihre Kreativität zu fördern. Ich werde dazu
> nicht
> Beispiele für künstlerische Konzepte referieren sondern an die
> Kreativität und Spontaneität der Lehrer selbst appellieren um sie
> an die
> Freude am spielerischen, künstlerischen Tun zu erinnern. Die Lehrer
> können erleben, dass die gegebenen Aufgaben sich nicht rein
> analytisch
> sondern nur künstlerisch bewerkstelligen lassen. Die Arbeiten
> werden wir
> gemeinsam reflektieren. Mit der Einbindung der Lehrer in das
> Kinderprojekt erhoffe ich mir eine Stärkung der partnerschaftlichen
> Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und eine bleibende Begeisterung
> auf beiden Seiten, die die Kinder auch nach meiner Abreise weiterhin
> spüren werden.
>
> Beschreibung der Situation
>
> Das Kinderzentrum ‚Glaube, Hoffnung und Liebe‘ wird vom
> Bulgarisch-Deutschen Sozialwerk e.V. getragen, welches 1998 in
> Liebenau,
> Deutschland gegründet und 1999 als bulgarischer Verein beim
> Amtsgericht
> Varna eingetragen wurde.
> Die Einrichtung befindet sich in dem Dorf Kicevo ca. 10 Kilometer von
> Varna entfernt und setzt sich für die Integration und Überwindung
> sozialer Isolierung von Kindern ein.
> Während einige Kinder bulgarisch sind, haben viele eine Romani-
> Herkunft,
> was zumeist eine schlechte soziale Stellung der Familien bedeutet.
> Ihre Situation ist brisant: Sie wohnen auf engem, schlecht isolierten
> Raum mit vielen Familienmitgliedern zusammen, haben meist kaum
> Privatsphäre und ihnen kommt kaum gute (medizinische) Versorgung zu.
> Das Kinderzentrum bemüht sich um die Integration der Roma-Kinder
> in die
> bulgarische Gesellschaft. Durch das Projekt ‚Geborgenheit
> gestalten‘
> möchte ich die Kinder an die Sicherheit erinnern, die sie in sich
> selbst
> tragen und ohne die sie immer wieder von der Gesellschaft an den Rand
> gedrückt werden. Sie können durch diese schöpferische Tätigkeit
> sehen,
> dass sie selbst die Kraft haben, ihren persönlichen Raum nach ihren
> Bedürfnissen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens frei zu gestalten.
>
> Ich will meine eigene Stärke - die Improvisation - und mein langjÃ
> ¤hriges
> Thema - die Geborgenheit - mit den Stärken und Themen dieser
> Kultur (die
> davon z.T. nicht weit entfernt sind) verknüpfen, Impulse von ihrer
> Seite
> aufnehmen und von meiner Seite geben um Muster aufzubrechen, Ã
> ¤ngstliche
> oder boshaft-intolerante Verschalungen zu knacken.
> Die Anpassung an den europäischen Standart ohne seine eigene Kultur
> aufzugeben, das ist eine schwere Aufgabe die Kreativität,
> Selbstsicherheit und Respekt vor den Qualitäten der Anderen
> erfordert.
> Ich sehe in diesem Projekt die Chance, den Kindern und Jugendlichen
> der
> untersten Gesellschaftsschicht des ärmsten Landes Europas, die vor
> dieser Aufgabe stehen, etwas Handwerkszeug dafür mitgeben zu können.
>
> Kostenplanung
>
> Reisekosten 600 Euro
> Unterkunft vor Ort wird gestellt
> Verpflegung 400 Euro
>
> Materialkosten 500 Euro
> (Gouachefarbe, Pinsel, Draht, Kordel, Wolle,
> Zangen, Kleister, Papier, Fleecedecken etc.)
>
>
> Gesamt 1500 Euro
>
>
> Spendenkonto:
>
> Fachhochschule Ottersberg
> Kreissparkasse Verden,
> Kto. 12 019 584
> BLZ 291 526 70
> Verwendungszweck: Bulgarien
>
>
>
>
> ------------------------------
>
> Message: 4
> Date: Tue, 17 Jul 2007 11:16:55 +0200
> From: cornelia sollfrank <cornelia at snafu.de>
> Subject: [echo] Stiftung spendiert die Studiengeb?hren
> To: echo mailingliste <echo at soundwarez.org>
> Message-ID: <F717A1D6-9D97-4D91-A32B-F9A0757B42DE at snafu.de>
> Content-Type: text/plain; charset=WINDOWS-1252; delsp=yes;
> format=flowed
>
> WELT, 17.07.2007
>
> Stiftung spendiert die Studiengebühren
>
> Während an der Kunsthochschule vielen Studenten wegen ihres
> Studiengebühren-Boykotts die Exmatrikulation bevorsteht, hat die
> Hochschule für Musik und Theater still und leise einen anderen Weg
> beschritten, um den musikalischen Nachwuchs zu fördern.
>
> Einigen Studenten droht wegen des Gebührenboykotts die Exmatrikulation
>
> Während an der Kunsthochschule vielen Studenten wegen ihres
> Studiengebührenboykotts die Exmatrikulation bevorsteht, hat die
> Hochschule für Musik und Theater still und leise einen anderen Weg
> beschritten. Mithilfe ihrer angeschlossenen Stiftung wurden den
> betroffenen 40 Studenten die Studiengebühren ersetzt. Als
> Gegenleistung muss sich jeder von ihnen 25 Stunden pro Semester an
> „sozial oder künstlerisch relevanten Projekten“ beteiligen, zum
> Beispiel Konzerte in Altenheimen geben. „Wir haben das unkompliziert
> entschieden, und für das nächste Semester ist die Unterstützung
> bereits gesichert“, sagt der Stiftungsvorsitzende Professor Klaus
> Stolberg. 120 Mitglieder hat die 1962 gegründete Stiftung; derzeit
> bereitet Stolberg neue Projekte vor.
>
> Als Vertragspartner der Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ aus
> Nordrhein-Westfalen hat sich die Hochschule das Ziel gesetzt, den
> Musikunterricht an Hamburger Grundschulen zu verbessern und Studenten
> speziell für solche Aufgaben auszubilden. „Wir fangen an mit zehn
> Pilotschulen und arbeiten dabei mit der Jugendmusikschule und den
> Behörden für Wissenschaft, Kultur und Schule zusammen“, sagt
> Stolberg. Einen Sponsor, der dafür 100.000 Euro bereitstellt, hat er
> gefunden.
>
> In einem weiteren Projekt will die Musikhochschule nun gezielt zehn
> bis zwölf musikalische Spitzenbegabungen aus den Hamburger Schulen
> für drei Jahre von den Professoren an der Hochschule unterrichten
> lassen: „Wir füllen damit bundesweit eine Lücke“, sagt Stolberg. Das
> kostet 150.000 Euro pro Jahr, die ein Sponsor trägt.
> Mit dieser Eliteförderung wird das Defizit an musikalischer
> Ausbildung aufgefangen, die in den asiatischen oder osteuropäischen
> Ländern früher und besser greift. Denn auch aus diesen Gründen hat
> Hamburg mehr als 50 Prozent ausländische Musikstudenten.
> Als letztes realisiert die Stiftung vom 4. bis 17.September einen
> Meisterkurs für Streicher und Kammermusik, zu dem so berühmte Lehrer
> wie Menahem Pressler eingeladen wurden. 70 Musikstudenten aus aller
> Welt werden daran teilnehmen.
>
> ------------------------------
>
> Message: 5
> Date: Tue, 17 Jul 2007 11:19:04 +0200
> From: Sabine Mohr <binemohr at aol.com>
> Subject: [echo] Dark matters ausstellung heute
> To: Local Art Network <echo at soundwarez.org>
> Message-ID: <6CA64DF0-001E-44B4-BA24-8680DE6723AD at aol.com>
> Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed
>
> "dark matters"- installation von sabine mohr
> Eröffnung 17.07.07 19 Uhr
> Ausstellung vom 18.07. bis zum 31.07.07
> Künstlerhaus eins eins
> Lübbersmeyerweg 11
> 22549 Hamburg
> www.kuenstlerhaus-einseins.de
>
>
> ------------------------------
>
> _______________________________________________
> echo mailing list
> echo at soundwarez.org
> http://soundwarez.org/mailman/listinfo/echo
>
>
> End of echo Digest, Vol 9, Issue 17
> ***********************************
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