[echo] Dr. Irene Below am Donnerstag,
14. Juni bei BLAU - Zimmer fuer Kunst und andere
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Fri Jun 8 19:56:42 CEST 2007
BLAU - Zimmer für Kunst und andere
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EINLADUNG
zum Gespräch
am Donnerstag, den 14.06.2007 um 20:00 Uhr mit:
Dr. Irene Below
Documentaund andere Internationale Großausstellungen eine Sonderzone imKunstbetrieb für Künstlerinnen und andere Exoten in Zeiten derGlobalisierung?
Inden letzten beiden Jahrzehnten haben sich Kunst-Biennalen und andereGroßausstellungen in der gesamten Welt massenhaft verbreitet. Damit isteine spezifische Ausstellungsform entstanden, bei der Künstlerinnen(aber auch Künstler aus nichtwestlichen Ländern) häufig deutlichpräsenter sind als bei anderen nationalen und internationalenKunstereignissen. An der Geschichte der Documenta sollen diesenVerschiebungen nachgegangen werden.
I Its even worse in Europe Wo sind die Künstlerinnen?
Ichbeginne meinen Beitrag mit einem kurzen Rückblick auf die ersten 40Jahre der Documenta-Geschichte. Künstlerinnen bildeten eineverschwindende Minderheit. Trotzdem ist danach zu fragen, welchePositionen Künstlerinnen in den jeweiligen Konzepten einnahmen, wie dasVerhältnis der Geschlechter inszeniert wurde. Wann und von wem kamWiderstand gegen die geringe Präsenz? Unterscheidet sich die documentadamit von anderen Großausstellungen in Europa und anderswo?
II Die Nonne im Bordell die erste Kuratorin Catherine David, ihre Ausstellungskonzeption und die Position von Künstlerinnen.
Dievon Catherine David kuratierte documenta X markiert 1997 die Wende.David setzt sich gegen ihren Vorgänger Hoet und seine Thematisierungvon Männlichkeit ab, rückt die Kunst entschieden in den Zusammenhangökonomischer, politischer und kultureller Globalisierungsprozesse undkonzipiert einen vielperspektivischen Ausstellungsparcour, in dem dieBedingtheit von Wahrnehmung und die Problematiserung von Autorschaft,die häufig von Künstlerinnen thematisiert wird, eine wichtige Rollespielt.
III. Künstlerinnen als Brückenbauerinnen zwischen den Kulturen auf internationalen Großausstellungen?
Seitder documenta X dürfen auch in Deutschland Künstlerinnen bei derdocumenta und ähnlichen Großausstellungen (Berlin Biennale, SkulpturProjekte Münster) nicht mehr fehlen. Über ein Drittel der Arbeiten, dieOkwui Enwezor und sein Team, dem mit Ute Meta Bauer und Suzanne Ghezzwei Kuratorinnen angehörten, 2002 in Kassel präsentierten,
stammtenvon Künstlerinnen. Die globale Verständigung scheint ohne Frauen nichtdenkbar. Lassen sich im internationalen Vergleich bei Großausstellungen(Biennalen in Venedig, Istanbul, Sao Paulo) Unterschiede ausmachenzwischen der Präsenz von Kuratorinnen und Künstlerinnen und derThematisierung von Genderfragen?
Dr. Irene Below Kunsthistorikerin, Promotion 1971 über Leonardo da Vinci, seit 1970 Planerin,
seit 1974 -2003 Dozentin am Oberstufen-Kolleg des Landes NRW an der Universität Bielefeld,
1989-99Koordinatorin der AG Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts in der SektionFrauenforschung in der Kunstwissenschaft im Ulmer Verein für Kunst- undKulturwissenschaft (zusammen mit Margarethe Jochimsen und Sigrid Schade.
Seit2001 Konzeption und Realisierung der ein-seh-bar sichtbareskünstlerinnenarchiv ostwestfalen-lippe (mit Christa Niestrath),
seit2003 Vorstandsmitglied frauenkunstforum-ostwestfalen-lippe (fkf-owl),freiberufliche Tätigkeit als Kuratorin und Publizistin.
http://www.irenebelow.de
BLAU - Zimmer für Kunst und andere wird gefördert von derKulturbehörde Hamburg
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