[echo] öffentlich versus privat
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Wed Jun 20 14:21:10 CEST 2007
symbolisch für einen allg.
trend.................................................................
WAS FÜR SPASSVERDERBER!
Kein Schlagermove auf dem Spielbudenplatz
Betreiber planen eigene Veranstaltung / »Die machen Kohle auf unsere Kosten«
Schon wieder Zoff um den Spielbudenplatz! Geht es nach dem Willen der
Betreiber, wird der kommende Schlagermove am 7. Juli dort nicht
stattfinden. Stattdessen werden die Mannen um Corny Littmann und Co.
dort eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen. Schlagermove-Chef
Frank Klingner: "Das ist ein parasitäres Verhalten."
Der örtlichen Politik stößt der Streit um den Spielbudenlatz mächtig
auf. "Wir haben schon immer gesagt, dass es ein großes Problem ist, den
Platz zu privatisieren", so Andy Grote, SPD-Fraktionschef im Bezirk
Mitte. So wurde beispielsweise eine Airbus-Demo zugelassen. Gegen eine
mögliche Versammlung von ASEM-Gegnern sprachen sich die Betreiber
allerdings aus.
Zur Erinnerung: Die Stadt Hamburg und der Sponsor Vattenfall haben
zusammen rund zehn Millionen Euro in die Sanierung des Platzes gesteckt.
Bis 2015 hat die Betreibergesellschaft, die sich aus den Anliegern
zusammensetzt, dort das Sagen. Andy Grote: "Es wurde viel öffentliches
Geld in die Hand genommen. Und nun dürfen Privatleute bestimmen, was auf
einem ehemals öffentlichen Platz gemacht werden darf und was nicht."
Das kritisiert auch Schlagermove-Organisator Frank Klingner. "Die
bekommen Geld von der Stadt und machen auf unsere Kosten auch noch
Kohle." Uwe Christiansen aus dem Vorstand der Betreibergesellschaft und
"Das Herz von St. Pauli"-Chef weist die Vorwürfe zurück. "Klingner hat
uns vor vollendete Tatsachen gestellt. Aber wir betreiben den Platz. Nun
machen wir eine eigene Veranstaltung." Zudem habe es unterschiedliche
Vorstellungen über den Preis gegeben.
Doch Klingner will den Spielbudenplatzbetreibern das Feld nicht kampflos
überlassen. "Dann werden wir eben in Höhe des Spielbudenplatzes einen
Zaun aufstellen." Damit will er den Betreibern zumindest den Blick auf
den Hossa-Umzug verwehren.
Nun möchte Corny Littmann vermitteln. "Wir werden noch einmal
verhandeln." Sein Vorstoß ist offenbar nicht mit den Vorstandskollegen
abgesprochen - aber nachvollziehbar. Littmann selbst hat einen Wagen auf
dem Schlagermove gebucht.
(MOPO vom 20.06.2007 / SEITE 8-9 SASCHA BALASKO)
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