[echo] c&v_Vol # 1: Wahrheitsbehauptungen
doro carl
doro at abbildungszentrum.de
Mon Mar 19 11:55:11 CET 2007
Das Künstlerhaus Hamburg, F for Frise und das
Abbildungszentrum
Arnoldstrasse 26, 22765 Hamburg-Ottensen
laden ein/You are cordially invited :
Mi, 21. März, 20.30 Uhr
Wir lauschen dem Original - Hörstück und Weiteres
H.G. Wells - War of the Worlds in der Fassung von
Orson Welles, 1938
A wave of mass hysteria seized thousands of radio
listeners between 8:30 and 9:30 o'clock last night
when a broadcast of a dramatization of H. G. Wells's
fantasy, "The War of the Worlds," led thousands to
believe that an interplanetary conflict had started
with invading Martians spreading wide death and
destruction in New Jersey and New York.
The broadcast, which disrupted households, interrupted
religious services, created traffic jams and clogged
communications systems, was made by a radio character,
"The Shadow," ... This time at least a score of adults
required medical treatment for shock and hysteria.
In Newark, in a single block at Heddon Terrace and
Hawthorne Avenue, more than twenty families rushed out
of their houses with wet handkerchiefs and towels over
their faces to flee from what they believed was to be
a gas raid. Some began moving household furniture.
Throughout New York families left their homes, some to
flee to near-by parks. Thousands of persons called the
police, newspapers and radio stations here and in
other cities of the United States and Canada seeking
advice on protective measures against the raids.
The program was produced by Mr. Welles and the Mercury
Theatre on the Air over station WABC and the Columbia
Broadcasting System's coast-to-coast network,
starting like always: wed 8:30 pm
ab 19 Uhr ist die Ausstellung geöffnet:
Vol # 1: Wahrheitsbehauptungen
Bilder lügen. Jeder weiß das. Doch der Glaube ist
stärker als das Wissen, zum Glück: es ließe sich
behaupten, dass Bilder, Kraft ihrer Existenz
(Wahrhaftigkeit), immer wahr seien. Gilt das
gleichermaßen für weite Felder der Kunst, so die
These, wären Kunstwerke also ontologische
Wahrheitsbehauptungen. Nach wahr oder unwahr,
authentisch oder erfunden, zu fragen lohnt demnach
wenig. Spannender, wenn man sich vergegenwärtigt, dass
alle Bilder bevorzugt als Abziehbilder dessen wahr
genommen werden, was als Wunsch oder Angst derjenigen,
die vor dem Kunstwerk steht, längst eingebrannt ist.
In der Ausstellung werden Positionen vorgestellt, die
an exotischen Wunschvorstellungen weiter stricken, die
bis ins Reich des Märchenhaften weisen: wenn die
steinerne Präsenz Jahrtausende alter Überlieferungen
aus dem Reich der Mitte sich in zerknülltem
Zeitungspapier materialisiert, wenn die Schilderung
arabischer Nächte den Prinzen Ali Reza Gestalt werden
lässt oder wenn die Generation derer, vor denen sie
von ihren Eltern immer gewarnt worden sind, ihren
Traum von Freiheit auslebt.
Zur Ausstellung eingeladen sind Dörte Hausbeck, Jeanne
Faust sowie Romeo Grünfelder.
Dörte Hausbeck zerknüllt Zeitungspapier und nennt es:
"der Berg da". Und tatsächlich ist der Berg da. Das
hängt damit zusammen, dass vor dem künstlerischen Akt
des Zerknüllens von Zeitungspapier ein intensives
Studium chinesischer Landschaftsgärten eine
Sensibilität und Einfühlung hat reifen lassen lassen,
die eine Unterscheidbarkeit zwischen Konzentration und
genialistischer Geste spürbar werden lässt.
Jeanne Fausts Arbeit "Richard, I owe You one" versetzt
mit zwei scharfen Schnitten an Reproduktionen einer
Arbeit von Richard Prince ein Wertesystem, das unserer
Wahrnehmung als Bestandteil des amerikanischen Traums
eingebrannt ist.
Romeo Grünfelder erzählt in "Shahrzadeh Scampolo" von
Scampis unbeschreiblicher Romanze mit dem Prinzen Ali
Reza Pahlehvi in der Wüste Dasht-e-Kavir bei Vollmond:
ein orientalischer Traum. Jedes Bemühen um
Orientierung wird unmöglich wegen eines simplen
Drehers auf der Tonebene.
Copieren und Verfälschen
Jeden Mittwoch ab 19 Uhr ge?ffnet.
Beginn des Begleitprogramms jeweils ab 20.30 Uhr
FRISE, Künstlerhaus Hamburg + Abbildungszentrum,
Arnoldstr. 26, 22765 Hamburg, www.frise.de/fake
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