[echo] C&V,
Vol.#2 : zwischen copyright und copyleft/Claudia Reiche /
Andrea Sick
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copyfake at yahoo.de
Tue May 1 13:41:11 CEST 2007
Das Künstlerhaus Hamburg, F for Frise und das
Abbildungszentrum
Arnoldstrasse 26, 22765 Hamburg-Ottensen
laden ein/You are cordially invited :
Mittwoch, 2.5.2007, 20:30 Uhr
Copieren & Verfälschen Vol.#2 : zwischen copyright
und copyleft
.
"Von Wortmarken und Konzepten:
Ein Angriff auf die Arbeit des Frauen.Kultur.Labors
und wie dieser pariert wurde"
.
Claudia Reiche / Andrea Sick
(thealit Frauen.Kultur.Labor Bremen)
Die gegenwärtige Ausstellung des Frauen.Kultur.Labors
thealit in der Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
trägt den Titel "[open] spaces. States of political
and media space exhibited." Dieser Titel war nicht
immer vorgesehen, sondern kam durch die Abmahnung des
Inhabers einer Wortmarke mit dem Markentext "Empty
Spaces" zustande. Dieser hatte seine Marke für
insgesamt 52 Verwendungszwecke schützen lassen, auch
für die "Organisation und Durchführung von kulturellen
und/oder sportlichen Veranstaltungen". Wie der Streit
zwischen dem Frauen.Kultur.Labor und dem
preisgekrönten, geförderten Jungunternehmer ablief,
wird in Hinblick auf das Markenrecht berichtet ? und
was dies alles mit dem Ausstellungskonzept von zu tun
hat. Der Markeninhaber ist auch eingeladen.
http://thealit.de/lab/donotexist/exhibit.htm
www.frise.de/fake
Copieren & Verfälschen Vol.#2 : zwischen copyright
und copyleft
Aus der zeitgenössischen Kunst ist die Verwendung
vorhandenen Kultur- und Gedankenguts so wenig
fortzudenken wie die damit einhergehende
Infragestellung von Autorenschaft, Originalitaet und
Urheberrecht.
Die Idee von "Geistigem Eigentum", das Beharren auf
der Abgeschlossenheit von Werken, auf eindeutige
Autorenschaft und deren rechtlicher Schutz
widersprechen künstlerischen Erwägungen, Strategien
und Herangehensweisen, wie sie u.a. als "Appropriation
Art", "Sampling" und Arbeiten mit "found footage"
bekannt sind.
Sie spiegeln sich in den heutigen
Urheberrechts-Gesetzgebungen, die Künstlern eine
ungenehmigte "freie Bearbeitung" von fertigen Werken
Anderer grundsätzlich gestatten ("fair use"). Neue
Lizenzmodelle wie "Creative Commons" sollen in diesem
Geist eine freiere Verfügbarkeit von Werken
ermöglichen.
Die durch fortschreitende Digitalisierung bedingte
Reproduzierbarkeit, Simulierbarkeit und
Manipulierbarkeit nahezu sämtlicher Betätigungsfelder
wissenschaftlichen, künstlerischen und
gesellschaftlichen Wirkens verstärkt auch das Bemühen
um Definition und Eingemeindung des daraus
erwachsenden kulturellen und ökonomischen Neulands.
Vermehrte Wahrnehmung und Kommerzialisierung geistiger
Eigentumsrechte führt zu Einschränkungen bis zu
gerichtlichen Auseinandersetzungen, in denen sich
bildende KünstlerInnen für ihre Arbeiten verantworten
müssen.
Wie verhält sich der Schutz von Eigentumsrechten zur
grundrechtlich festgeschriebenen "Freiheit der Kunst"?
Welche Claims werden hier von wem abgesteckt? Mit
welchen konkreten rechtlichen Problemen sind Künstler
derzeit konfrontiert, und wie koennen sie damit
umgehen? Sind Kuenstler auf den Schutz ihrer
Einkuenfte durch das Urheberrecht angewisen? Welche
oekonomischen Alternativen gibt es dazu? Welche
theoretischen Diskussionen bilden dabei das Spielfeld?
Diese und viele andere Fragen erörtert Vol#2 in
Vorträgen, Aktionen, Performances, Dokumentationen und
einer prozesshaft wachsenden Ausstellung, zu der alle
Teilnehmenden beitragen.
Mit Sebastian Burdach, Cornelia Sollfrank, Dr. Anke
Schierholz (VG Bild-Kunst), Reproducts, Florian
Cramer, Claudia Reiche/ Andrea Sick (thealit
Frauen.Kultur.Labor Bremen).
Konzeption und Betreuung dieser Ausstellung sowie des
Jahresprogramms 2007: Alexander Mayer, Doro Carl, Jo
Zahn, Sebastian Burdach und Jörn Zehe.
Das Programm wurde ermöglicht mit finanzieller
Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg und
unseren Hauptsponsor f for frise.
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