[echo] Programm Europ äischer Kulturhauptstä dte

Bahari Ndogo bahari1 at gmx.de
Wed May 2 13:51:46 CEST 2007


http://www.kultur-macht-europa.eu/47.html?&cHash=eb055dc031&tx_ttnews[backPi
d]=9&tx_ttnews[tt_news]=97

30.04.2007
Mehr als ein interessantes Event

Seit 2006 treffen sich Vertreter der aktuellen und zukünftigen
Kulturhauptstädte Europas zu regelmäßigen Arbeitskonferenzen. Die dritte
Tagung hat vom 24. bis 26. April 2007 mit großen Erfolg in Essen statt
gefunden. Während der Tagung wurde erstmals in der Geschichte der
Kulturhauptstädte eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sich alle
beteiligten Städte und Regionen zu einer gemeinsamen Richtung verpflichten.
Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

“Die zukünftigen Kulturhauptstädte Europas Liverpool und Stavanger (2008),
Linz und Vilnius (2009), Ruhr, Pécs, Istanbul (2010), Turku und Tallinn
(2011 ) möchten Sie über die Ergebnisse ihres Treffens informieren:

Obwohl die beim Treffen versammelten Kulturstädte sehr unterschiedlich sind
- einige sind Regionen, andere Städte, einige sind groß, andere klein ­ und
über unterschiedliche kulturpolitische Strukturen mit unterschiedlichen
Traditionen verfügen, betonen sie die Bedeutung des Netzwerks für ihre
Arbeit. Es geht um wechselseitiges Lernen, um die Vermeidung sich
wiederholender, immer gleicher Fehler, es geht darum, sich gegenseitig zu
unterstützen und gemeinsame Projekte anzugehen. Trotz ihrer
Unterschiedlichkeit sind die Kulturstädte mit ähnlichen Problemen und
Widerständen konfrontiert, die gelöst und überwunden werden müssen. Deshalb
ist unsere Zusammenarbeit nützlich und sinnvoll, zumal wir einige
grundsätzliche Überlegungen teilen.

1. “Kulturhauptstadt³ steht nicht nur für ein schönes, interessantes,
flirrendes Jahr. Es geht vielmehr darum, die Rolle der Kultur in der urbanen
Gesellschaft neu zu denken, die Stadt neu zu positionieren und sie in einer
kulturellen Perspektive neu zu erfinden, die Stadt wieder bei vielen
Menschen Europas ins Bewusstsein zu heben. An dieser Vorstellung orientieren
wir uns bei der Auswahl und der Entwicklung von Projekten, die die
Choreographie des Kulturjahres bestimmen.

2. Grundlage ist, dass Kulturhauptstädte nachhaltig wirken, dass ihre
Wirkung  die Zukunft der Städte weit über das Kulturjahr hinaus beeinflussen
wird. Es geht um die Erneuerung der Kulturpolitik für die Stadt, es geht
darum, eine Atmosphäre und ein Klima zu schaffen, die weit über die
Programmatik des Kulturjahres hinaus tragen. Dafür gibt es keine
Patentrezepte, alles ist einfacher gesagt als getan, aber genau das ist die
Herausforderung “Kulturhauptstadt³.

3. Alle beteiligten Städte müssen sich mit der Tatsache auseinandersetzen,
dass die “Kulturhauptstadt³ eine große Bedeutung für ihre BürgerInnen, für
Europa und alle EuropäerInnen hat. Sie strahlt lokal wie global, sie ist
“glocal³. Das ist die Herausforderung, das Schwierige, der Widerspruch. Es
geht um die Balance zwischen Lokalem und Europäischem (und allem, was
dazwischen liegt).

4. Wir haben keinen Zweifel, dass eine Neuordnung des Wirtschaftslebens
ansteht, die Veränderungen im Zuge von Globalisierung und Digitalisierung
sind weitreichend und längst nicht mehr aufzuhalten. Eine der Perspektiven
Europas darin, die Kreativwirtschaft so weit wie möglich voranzubringen, und
nicht nur einzelne Branchen, sondern den kreativen Sektor insgesamt. Von
Bedeutung ist dabei, dass alle beteiligten Städte das eine oder andere
Projekt in diesem Bereich entwickeln und hier als Pioniere voran gehen. Auch
hier können wir voneinander lernen .. (Übersetzung: kultur.macht.europa)

Informationen zu Ruhr 2010. Kulturhauptstadt Europas finden Sie hier

Das Netzwerk europäischer Kulturhauptstädte und Kulturmonate (Network of
European Cultural Capitals and Months = ECCM) wurde 1992 von den ersten zehn
Kulturhauptstädten gegründet. Mehr hier

 





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