[echo] Letzte Veranstaltung - Insert 2: The Israeli Center for
Digital Art Holon
meike behm
meikebehm at hotmail.com
Wed May 2 17:01:50 CEST 2007
Kunstverein in Hamburg Klosterwall 23 20095 Hamburg
www.kunstverein.de
INSERT 2
The Israeli Center for Digital Art Holon
24. März bis 6. Mai 2007
Einladung zur letzten Veranstaltung am
Donnerstag, den 3. Mai 2007 um 19 Uhr
(in englischer Sprache)
SUBJECTIVE NARRATIVES
Vortrag von Eyal Danon (Israeli Center for Digital Art Holon) und Screening
mit Arbeiten von Ayam Foundation, Sala-Manca Group, Haim Ben Shitrit, Nurit
Sharett, Shahar Carmel, Adi Kaplan, Noam Kaplan, Itai Onik und Yonatan
Vinitzki
In den letzten 30 Jahren hat die israelische Gesellschaft einen
Dekonstruktionsprozess ihrer politischen, ethnischen und sozialen Strukturen
durchlaufen. Dieser Prozess ist vor allem als Ergebnis von Veränderungen zu
betrachten, die die Einwanderungswellen aus den Staaten der ehemaligen
Sowjetunion einerseits und der anhaltende Freiheitskampf des
palästinensischen Volkes andererseits mit sich brachten. Parallel dazu kam
es zu einer neuen Betrachtung der zionistischen Geschichte, angeführt durch
die neuen Historiker, die sich seit Ende der achtziger Jahre primär mit den
Ereignissen während des Krieges von 1948 beschäftigen.
Als Einwanderungssaat, der Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft
in einem jüdischen Kollektiv konzentrierte, brauchte die israelische
Gesellschaft ein vereinendes Narrativ, um zu überleben. Dieses zionistische
Narrativ erhielt das Bild der einsamen, fragilen, jungen Nation von Menschen
aufrecht, die in ihr Heimatland zurückkehrten. Es bedurfte darüber hinaus
auch eines klaren Feindbilds, um die äußeren Grenzen dieser neuen
kollektiven Einheit zu bestimmen. So wurde die zionistische
Geschichtsauffassung zum einflussreichsten Instrument der Staatskontrolle,
das mit allen Lebensstadien Israelischer Staatsbürger verwoben ist - vom
Kindergarten bis ins Erwachsenenleben. Aufgrund der einflussreichen Rolle
des zionistischen Narrativs bei der Konstruktion einer israelischen
Identität und eines entsprechendem Gemeinsamkeitsglaubens gewann das Gebiet
des Narrativs und der Geschichtsschreibung auch für Künstlerinnen und
Künstler zentrale Bedeutung. Insbesondere bei der Suche nach neuen
kulturellen Paradigmen, die in der Lage sind, die Herausforderungen eines
Lebens im arabisch-muslimischen Mittleren Osten zu bewältigen. Den Projekten
und Videos, die während des Abends vorgestellt werden, ist gemein, dass sie
die Gültigkeit des klassisch-zionistischen Narrativs hinterfragen und im
Prozess der Subjektivierung alternative, persönlich geprägte Erzählungen
anbieten.
Während eines Vortrags von Eyal Danon (Israeli Center for Digital Art
Holon), werden folgende Videoarbeiten und Projekte vorgestellt:
Autobiography of a City - Ayam Foundation (2000)
Over Memory - Sala-Manca Group (2004)
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