[echo] Hafencityateliers

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Sat May 5 08:35:40 CEST 2007


Guten Morgen

Interessanter Standpunkt. Diese Problematik ist ja  z.B. auch beim 
Kunstverein allgegenwärtig. Hohe Förderungen, die aber aber gleichzeitig 
wieder die Liegenschaften der Stadt erhöht.  Alles für die Kunst?

Oli



Hajo Schiff schrieb:
> Nochmal zu dem ganzen HafenCity-Künstleratelier und Subventions-Schwachsinn.
>  
> Es ist in Hamburg leidige Realität, dass die Kulturbehörde die übrigen staatlichen Firmen subventioniert. HHLA und SPRINKENHOF als durchaus gewinnträchtige, 100prozentige Staatsfirmen sind in zahlreichen Fällen Vermieter gegenüber Künstlern und Kunstinstitutionen (Ateliers, Kunsthaus, Kunstverein). Die Kulturbehörde zahlt dankenswerterweise meist die Miete, die dann letztlich die Finanzbehörde als Gewinn verbuchen darf. Das mag im Kapitalismus zur Not noch angehen, albern ist nur, wenn der Bürgermeister dafür ein rotes Band durchschneidet oder überhaupt irgendeine Dankbarkeit erwartet wird. Jede zur Verfügungstellung eines noch so albernen Schaufensters oder leerstehenden Büroraumes für die Kunst durch die Privatwirtschaft ist ein höheres Engagement als diese idiotische Kreisfinanzierung. Zu fordern ist nicht, dass die Kulturbehörde einen „Mäzen“ findet, der irgendwelche, völlig fiktiven „Differenzbeträge“ zahlt, sondern dass die staatlichen Unternehmen, ebenso wie die Pri
vatwirtschaft, ja manchmal sogar die Banken, wirklich Kunst und Kultur fördern, indem sie beispielsweise ohne Zwischenschaltung ausgenutzter Privatleute direkt auf Mieten (oder Teile davon) verzichten, was angesichts einer booomenden  Hamburger Wirtschaft keinerlei Problem wäre.
> Oder in Kurzfassung: Der Sponsor einer Vermietung an Künstler durch die HHLA sollte wirklich nur die HHLA selbst sein. Alles andere ist ökonomische Augenwischerei, Pseudoökonomie und PR auf Kosten Dritter.
> Hajo Schiff
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