[echo] Staatliche firmen

M ó ka Farkas fraufarkas at elektrohaus.net
Sat May 5 10:45:50 CEST 2007


Endlich bringt dies jemand zur sprache.!

Die kb versucht in rein privater konstellationen (privater vermieter +
private kulturschaffende) diese staatliche firmen mit nachdruck
einzubringen. Auch in dem fall, wenn es ausdrücklich von keiner der privaten
seiten gewünscht ist + wenn die neue konstellation sogar die bisher
geschaffenen strukturen massiv gefährdet, wenn nicht gar zerstört.
Bleiben die privaten bei ihrer weigerung diese o.g. Stattliche firmen mit
ins boot zu nehemen, wird damit argumentiert, dass der betrieb nicht den
standards entspricht.
Welchen standards? Wer denkt sie aus?

Dieses sicherheitsdenken - kann man auch als lenkungsversuch
überinterpretieren - nimmt jedem versuch die chance, ein atelierhaus nach
den kommunikationsbedürfnissen und moderner/heutigen arbeitsweisen von
künstlern gerecht zu werden.

Auf diese weise BLEIBT und BLEIBT eine arbeitstelle für künstler ewig bei
der vorstellung: künstler arbeiten in abgeschlossener einsamkeit, es reicht
aus für feste gut schließbare türen und für eine gute materielle
infrastruktur (mieten an die HHLA, strom von wattenfall, so als beispiel)
als produktivitätsfördernde massnahme, zu sorgen.

Dabei geht es schlicht und einfach um eine wertsteigerung einer - bis dato
meist verfallene - immobilie. Um nicht und um nicht weniger.
Denn die immobilie bleibt auch nach den künstlern bestehen und muss
vermietet werden.

Grüsse und ein vierjähriger erfahrungsschatz an sanierungsversuchen seitens
der stadt: 
móka farkas




Nochmal zu dem ganzen HafenCity-Künstleratelier und Subventions-Schwachsinn.
 
Es ist in Hamburg leidige Realität, dass die Kulturbehörde die übrigen
staatlichen Firmen subventioniert. HHLA und SPRINKENHOF als durchaus
gewinnträchtige, 100prozentige Staatsfirmen sind in zahlreichen Fällen
Vermieter gegenüber Künstlern und Kunstinstitutionen (Ateliers, Kunsthaus,
Kunstverein). Die Kulturbehörde zahlt dankenswerterweise meist die Miete,
die dann letztlich die Finanzbehörde als Gewinn verbuchen darf. Das mag im
Kapitalismus zur Not noch angehen, albern ist nur, wenn der Bürgermeister
dafür ein rotes Band durchschneidet oder überhaupt irgendeine Dankbarkeit
erwartet wird. Jede zur Verfügungstellung eines noch so albernen
Schaufensters oder leerstehenden Büroraumes für die Kunst durch die
Privatwirtschaft ist ein höheres Engagement als diese idiotische
Kreisfinanzierung. Zu fordern ist nicht, dass die Kulturbehörde einen
“Mäzen³ findet, der irgendwelche, völlig fiktiven “Differenzbeträge³ zahlt,
sondern dass die staatlichen Unternehmen, ebenso wie die Privatwirtschaft,
ja manchmal sogar die Banken, wirklich Kunst und Kultur fördern, indem sie
beispielsweise ohne Zwischenschaltung ausgenutzter Privatleute direkt auf
Mieten (oder Teile davon) verzichten, was angesichts einer booomenden
Hamburger Wirtschaft keinerlei Problem wäre.
Oder in Kurzfassung: Der Sponsor einer Vermietung an Künstler durch die HHLA
sollte wirklich nur die HHLA selbst sein. Alles andere ist ökonomische
Augenwischerei, Pseudoökonomie und PR auf Kosten Dritter.
Hajo Schiff




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