[echo] Nida-R ü melin: Mehr privates Engagement in der Kultur aber kein Sponsoring
M ó ka Farkas
fraufarkas at elektrohaus.net
Thu Nov 8 14:30:19 CET 2007
Deutschlandradio Interview von heute morgen:
Nida-Rümelin: Mehr privates Engagement in der Kultur aber kein
Sponsoring
Wenn die Demokratie nicht ihre Verantwortung für öffentliche Güter
deutlich macht, dann erodiert die Demokratie. Mit diesen Worten
kritisiert der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Julian Nida-
Rümelin den Rückzug des Staates aus der Kultur. Ähnlich wie der
Schriftsteller Ingo Schulze ist auch er besorgt über das zunehmende
Kultursponsoring. Im Deutschlanradio Kultur warnte der Philosoph
allerdings davor, alles in einen Topf zu werfen. Man müsse
unterscheiden zwischen mäzenatischem Engagement von privater Seite,
das Werbung ausschließe und dem Sponsoring, das eine Werbemaßnahme
sei für das Unternehmen, das Geld zuschieße. Zwischen diesen beiden
zu unterscheiden, werde umso problematischer, je mehr die Grenzen
verwischten. Grundsätzlich begrüßte Nida-Rümelin privates Engagement
im kulturellen Bereich. Ingo Schulze hatte am Wochenende in seiner
Dankesrede bei der Entgegennahme des Thüringer Literaturpreises vor
einem starken Einfluss der Wirtschaft auf den Kulturbetrieb gewarnt.
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