[echo] Jahr der Geisteswissenschaften: Ein voller Erfolg

Barbara Lang barbara-lang at nexgo.de
Wed Nov 28 13:00:31 CET 2007


Pressemitteilung
 
Jahr der Geisteswissenschaften: Ein voller Erfolg
Deutscher Kulturrat fordert Einrichtung eines Koordinierungsbüros
Geisteswissenschaften
 
Berlin, den 28.11.2007. Gestern Abend fand die offizielle
Abschlussveranstaltung des Jahres der Geisteswissenschaften statt. Insgesamt
1.064 Veranstaltungen rund um das Thema Geisteswissenschaften fanden in dem
Jahr statt. Aus der anfänglichen Skepsis, ob es gelingen kann, ein so
breites Spektrum an Fächern von so genannten Kleinen Fächer wie der
Afrikanistik oder Baltistik, bis hin zu Fächern wie Germanistik oder
Geschichte, den großen Disziplinen im Kanon der Geisteswissenschaften, in
einem Wissenschaftsjahr zu vermitteln. Heute kann man feststellen: es ist
gelungen. 
 
Ging es in den vorherigen Wissenschaftsjahren, die den
naturwissenschaftlichen Disziplinen gewidmet waren, zumeist darum, junge
Menschen für die Fächer zu begeistern, damit sie ein solches Studium
aufnehmen, so war dieses im Jahr der Geisteswissenschaften nicht
erforderlich. Rund 25% aller Studenten an deutschen Hochschulen studieren
ein geisteswissenschaftliches Fach. Ziel des Jahres der
Geisteswissenschaften war es, den Beitrag der Geisteswissenschaften für die
Gesellschaft zu verdeutlichen. Dabei war es, wie Bundesbildungsministerin
Annette Schavan, MdB in der gestrigen Pressekonferenz erläuterte, wichtig,
die Brücke zur Kultur zu schlagen. 
 
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat
sich mit seiner  <http://www.kulturrat.de/text.php?rubrik=79> Konferenz
„Kultur als Arbeitsfeld und Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler“ am Jahr
der Geisteswissenschaften beteiligt. Der Kulturbereich ist traditionell ein
besonders wichtiger Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler.
Geisteswissenschaftler arbeiten zum Beispiel in Museen, Bibliotheken,
Theatern und den Medien. Sie erschließen und vermitteln Kunst und Kultur.
Bei dem Kongress des Deutschen Kulturrates wurde ausgelotet, welche
Qualifikationen von Geisteswissenschaftlern erwartet werden, welche
Beschäftigungsmöglichkeiten für Geisteswissenschaftler es im Kultur- und
Medienbereich gibt und welchen Stellenwert selbstständige Tätigkeit hat. Die
bei der Konferenz begonnene Diskussion wird auch im nächsten Jahr vom
Deutschen Kulturrat intensiv fortgeführt werden.
 
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Das
Jahr der Geisteswissenschaften war ein voller Erfolg. Viele ansonsten
isoliert voneinander arbeitende Institutionen haben gemeinsam
Veranstaltungen durchgeführt und damit verdeutlicht, dass
Geisteswissenschaftler eben keine weltfremden Exoten sind, die im
Elfenbeinturm leben, sondern sich vielmehr mit konkreten gesellschaftlichen
Fragen befassen und gerade heute dringend gebraucht werden. Besonders
verdienstvoll war in diesem Zusammenhang die Vernetzungsarbeit des von
Bundesbildungsministerin Schavan eingesetzten Projektstab in ihrem
Ministerium. Jetzt kommt es darauf an, diesen Erfolg weiterzutragen und zu
einem nachhaltigen Austausch zu kommen. Dafür ist es erforderlich, dass auch
nach dem Jahr der Geisteswissenschaften die erfolgreiche Arbeit mit der
Einrichtung eines dauerhaft arbeitenden Koordinierungsbüros fortgesetzt
werden kann.“


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