Re: AW: [echo] Vermarktung des Sozialen: Schnäppchen

Brigitta Huhnke bhuhnke at gmx.de
Thu Apr 3 06:34:13 CEST 2008


PPP, eine hundertprozentige Idee der Bertelsmannstiftung und ihrer Clon 
"Think Tanks"

----- Original Message ----- 
From: <haha-hannah at web.de>
To: <echo at soundwarez.org>
Sent: Thursday, April 03, 2008 1:15 AM
Subject: Re: AW: [echo] Vermarktung des Sozialen: Schnäppchen


Das neueste Gerücht in Sachen trendbüro scheint ja zu sein, dass die 
Grünen-Fraktion eine PPP mit denen zur Stadtentwicklung machen möchte... 
Mich wundert gar nichts mehr. Tschüssi, hannah


Nach zöglicher Abwägung und im Hinblick auf das nagende Gefühl, nie so 
wirklich dazuzugehören, bin ich zu folgendem Schluss gekommen:

Dafür, dass man sich mit einem Paket eine dynamische und zugleich rational 
durchstrukturierte Identität zulegen kann, die es einem ermöglicht, 
hyperflexibel immer gaanz dicht am Puls der Zeit zu sein, womit man sich 
dann die überlebensnotwendige Anerkennung beschafft, die wiederum für ein 
strotzendes Selbst-Wert-Gefühl sorgt, was einem wiederum dabei hilft, all 
seinen Kunden ein Stückchen Lebensqualität zu bieten und einen befähigt, 
nach dem wohlverdienten Feierabend sich noch inklusive dem gewissen Etwas 
ausdauerndem, innovativen Sex zu widmen... und all das für schlappe 1350;- 
Euro (zzgl. 19% MwSt.)... also dafür sollte man vielleicht das Zögern sein 
lassen und ganz schnell als Frühbucher auf den Trendzug aufspringen.

Ach ja, wäre ja schön, wenn's klappt! Dann weiß man wenigstens, wo man hin 
gehört. Sicherlich hat so einer wie Florida auch schon seine 
Identitätsmanagementkurse belegt. So einer schwimmt doch immer oben auf. Der 
hat so viel Talent, dass er sich wahrscheinlich schon, der Immobilien- und 
Finanzmarktkrise, Globalisierung und Klimaerwärmung zum Trotz, eine Loft in 
der HafenCity zugelegt hat. Wenn's flutet, wen scherts? In unserer 
wachsenden Stadt haben wir doch bereits ganz gute  Voraussetzungen für 
Zeitgenossen wie ihn. Das wäre doch echt schick, wenn ich bei der nächsten 
Afterworkparty auf den total durchgestylten Magellanterassen den 
Keynote-Kreativitäts-Guru live antreffen könnte.

Die einzige Überlegung, die mich doch zum Innehalten zwingen könnte, wäre, 
dass auf den "Rise" bekanntlich auch schon bald der "Fall" folgen wird. 
Wahrscheinlich wird die Creative Class schon sehr bald die Schnauze voll 
davon haben, sich in kultigen Metropolen mit Touristen und nicht ganz 
wegzudenkenden Unterschichten rumzuschlagen und wird sich auf das idyllische 
Landleben besinnen. Für den Silver Sex allemal das Beste. Wie man es dreht 
und wendet, man hat es nicht leicht. Oder?

Also mit so einer kleinen Dosis Anerkennung würd ich mich vorerst schon 
zufrieden geben:-)
Dafür gehe ich sogar das Risiko ein, dass meine Identität und Reputation als 
armseliger Mensch ohne Selbst für alle Zeiten im Netz hängen bleibt.

B.



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: echo-bounces at soundwarez.org [mailto:echo-bounces at soundwarez.org] Im 
Auftrag von dieter
Gesendet: Montag, 31. März 2008 18:43
An: buttclub-l at nadir.org
Cc: Hamburg Kunst und Kulturpolitik in Kritik
Betreff: [echo] Vermarktung des Sozialen

alles was nervt, ist hier auf den punkt gebracht.

im kunstsystem läuft es ja nicht anders, da hinkt die wahrnehmung
aber noch 2 oder 3 jahre hinterher.
und: chicks on speed prostituieren sich wirklich überall.

als beigabe hier die regulären teilnehmerpreise:

***

  Frühbucher-Preis bis zum 04. April 2008: 800,00€ (zzgl. 19% MwSt.)

  Regulärer Preis ab 05. April 2008:  950,00€ (zzgl. 19% MwSt.)

  Sonderpreis für Besucher des Trendtags 2007: 720,00€ (zzgl. 19% MwSt.)

  Paket Workshop* + Trendtag bis zum 04. April 2008: 1200,00€ (zzgl.
19% MwSt.)

  Paket Workshop* + Trendtag ab 05. April 2008: 1350,00€ (zzgl. 19%
MwSt.)

* Informationen zum Trend-Workshop erhalten Sie hier




Am 31.03.2008 um 16:56 schrieb twgba:

Bitte beachten Sie, dass unser Frühbucher-Rabatt am 04.April 2008
endet.Donnerstag, 8. Mai 2008: 13. Deutscher Trendtag

Identitätsmanagement – Anerkennung statt Aufmerksamkeit

Richard Florida,
Autor „The Rise of The Creative Class“



Die Ökonomie der Aufmerksamkeit ist tot! Es reicht nicht mehr, laut
und anders zu sein. Das kann heute jeder. Zukünftig zählt Anerkennung.
Wir sind soziale Wesen. Wir wollen gemocht, respektiert und geschätzt
werden. Der Applaus unserer Wahlverwandtschaften sichert unseren
Status.Früher formten uns Arbeit, Familie und Religion. Identität war
statisch. Heute fehlt uns Tradition. Wir definieren Identität
dynamisch.
In Zeiten des Web 2.0 wird Identität zur Management-Aufgabe. Die Frage
„Wer bin ich?“ wird ersetzt durch „Wer will ich sein?“. Je nach
Publikum spielen wir unterschiedliche Rollen. Erfolgreiche Rollen
optimieren wir und akzeptieren sie als Teil von uns.Ein-Weg-
Kommunikation verliert weiter an Relevanz. Nicht das Produkt, sondern
der Konsument steht zukünftig im Mittelpunkt.
Kundenbeziehungsmanagement wird zur wichtigsten Aktion der
Markenführung. Statt ein statisches Bild der Marke in den Köpfen zu
verankern, geht es zukünftig stärker darum, die Markenidentität in der
Interaktion mit dem Kunden zu leben.Die Auswahl des richtigen
Publikums ist entscheidend. Anders als Aufmerksamkeit besteht
Anerkennung aus dynamischen Austauschprozessen:
Wer Anerkennung sucht, muss selbst anerkennen. Diese banale Erkenntnis
hat gravierende Folgen für Unternehmen und Institutionen.

  English Version:Information about the 13th Trend Day is available
hereAnmeldungAchtung: Nutzen Sie den Frühbucher-Preis bis zum 04.
April 2008
und sparen Sie 150 EUR.
Direkt zur Online-Anmeldung
weitere Informationen auf www.trendbuero.de/trendtag
Programm
Vormittags-Programm

09.00 - 09.15 Begrüßung durch Jan Hofer
09.15 - 10.00 Prof. Dr. Norbert Bolz, TU Berlin, Deutschland
10.00 - 10.45 Keynote-Speaker: Richard Florida, Kanada
Autor „The Rise of the Creative Class“
10.45 - 11.15 Kaffeepause

Mittags-Programm

11.15 - 12.00 Prof. Peter Wippermann, Trendbüro, Deutschland
12.00 - 12.45 Dr. David Bosshart, Gottlieb Duttweiler Institut (GDI),
Zürich, Schweiz
12.45 - 14.15 Mittagspause.
Konzert: Chicks on Speed, Australien / USA / Deutschland / Israel

Nachmittags-Programm

14.15 - 14.45 Danny Choo, mirai, Japan
14.45 - 15.15 Dick Hardt, Sxip Identity, Kanada
15.15 - 16.00 Willem Velthoven, Mediamatic, Niederlande
16.00 - 16.30 Pause
16.30 - 17.15 Hartmut Esslinger, frog design, Deutschland / USA
17.15 - 18.00 Daniel Nissanoff, USA
Autor „Futureshop. Konsumgesellschaft im Wandel.“

Abends

ab 21.00 Party
  Referenten
Keynote-Speaker:
Richard Florida („Who's your city“), Kanada

“Die Wahl der Stadt entscheidet über unsere Identität.”

Richard Florida (USA) ist Autor u. a. der Bestseller „The Rise of the
Creative Class“ and „The Flight of the Creative Class“. Er ist
Professor an der Universität Toronto und lehrte u. a. an der Carnegie
Mellon University, Harvard University und am MIT. Sein neues Buch
„Who’s your City?“ erscheint im März dieses Jahres.


Peter Wippermann, Deutschland

“Soziale Beziehungen werden Programm. Identität wird wichtiger als
Individualität.”

Peter Wippermann (D), Gründer und Gesellschafter des Trendbüro. Seit
1993 Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Hochschule
Essen. Autor von „Länger leben, länger lieben – Das Lebensgefühl der
Generation Silver Sex.“, „Die neue Moral der Netzwerkkinder“ und
„Trend 2004 – Arbeit, Freizeit, Eigenzeit“.


Norbert Bolz, Deutschland

“Ohne Anerkennung kein Selbst.”

Norbert Bolz (D) lehrt am Institut für Sprache und Kommunikation der
Technischen Universität Berlin. Von 1992 bis 2002 Professor für
Kommunikationstheorie an der Universität Duisburg/Essen. Von 1987 bis
1992 Dozent an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich mit
der Frage, wie technologische und ökonomische Veränderungen von der
Gesellschaft sozial und kulturell antizipiert werden.


David Bosshart, Schweiz

“Es gilt, dem Kunden ein Stück Lebensqualität zu bieten.”

David Bosshart (CH) ist CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI)
für Wirtschaft und Gesellschaft, Rüschlikon/Zürich. Er promovierte in
Philosophie und politischer Theorie an der Universität Zürich. Seine
Schwerpunkte sind die Zukunft des Konsums und sozialer Wandel,
Management und Kultur, Globalisierung und politische Philosophie.


Danny Choo, Japan

“Um Teil der Szene zu werden, ist es wichtig, sich nicht zu sehr von
den anderen zu unterscheiden. Wer aber das gewisse Etwas nicht hat,
wird ignoriert.”

Danny Choo (UK/JAP) ist aktives Mitglied und Experte der japanischen
Otaku-Szene sowie Betreiber einer Animé-Otaku-Plattform. Nach
langjährigen Tätigkeiten in der Softwareentwicklung für u. a.
Microsoft und Amazon.com, gründete er 2007 mirai, die kommerzielle
Modelle für user-generated content entwickeln.


Dick Hardt, Kanada

“Identity 2.0 ist technisch gesehen noch am Anfang, wie das Internet
1994.”

Dick Hardt (CAN), Gründer und CEO von Sxip Identity, ist Pionier der
Open Source Community sowie einer der prominentesten Vertreter des
userzentrierten Identity Managements. Er ist Vorstandsmitglied der
OpenID Foundation sowie Autor vielbeachteter Podcasts, Blogbeiträge
und Vorträge.


Willem Velthoven, Niederlande

“Wenn man die Bedürfnisse des Menschen nach Identität, Anerkennung und
Zugehörigkeit vernachlässigt, dann läuft im Prinzip gar nichts.”

Willem Velthoven (NL) ist Mitbegründer von Mediamatic und Mediamatic
Labs, einem Netzwerk in Amsterdam, das sich mit Neuen Medien, Kunst
und Gesellschaft auseinandersetzt. Sein letztes Projekt EL HEMA gewann
den Niederländischen Design Preis 2007.


Hartmut Esslinger, Deutschland / USA

“Fabriken in Asien sind smarter, als es Marketer und Designer
verstehen.”

Hartmut Esslinger (D/USA) ist Gründer von frog design, einer
internationalen Design-Agentur sowie Professor für Industrial Design
an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er zeichnete u. A.
verantwortlich für die Design-Strategien von Sony, Louis Vuitton,
Apple, Lufthansa, Microsoft und SAP. frog design operiert heute in
neun Studios in den USA, Italien, China und Deutschland.
Daniel Nissanoff, USA

“Früher hatten Marken etwas Flüchtiges. Heute ist ihr Wert
quantifizierbar, da der Sekundärmarkt einen signifikanten Indikator
für den Markenwert liefert.”

Daniel Nissanoff (USA) ist Web-Unternehmer und Mitbegründer des
Onlineportals Portero, das sich auf den Verkauf von gebrauchten
Luxusgütern spezialisiert hat. Des Weiteren ist er Berater von
zahlreichen Fortune-500-Companies. Er zeichnete verantwortlich für
Konzeption und Aufbau zahlreicher virtueller Marktplätze. 2006
erschien sein Buch „FutureShop. Konsumgesellschaft im Wandel“.


Live-Konzert: Chicks on Speed, Australien / USA / Deutschland / Israel

“Je mehr Kulturen in einer kreativen Gruppe vertreten sind, desto
moderner und eindrücklicher werden die Outputs sein. Das ist auch der
Grund, warum wir in verschiedenen Städten leben.”

Das „Projekt“ wurde 1997 gegründet. Derzeit bestehen die Chicks on
Speed aus Alex Murray-Leslie (AUS), Melissa Logan (USA), Kathi Glass
(D) und Anat Ben-David (ISR), die in Berlin, Barcelona, Hamburg,
London und New York arbeiten und leben.


Einladungsfolder zum Download
Hier können Sie den Trendtag-Einladungsfolder
als PDF-Dokument herunterladen:
Download Einladungsfolder [PDF]
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Anmeldung
Achtung: Nutzen Sie den Frühbucher-Preis bis zum 04. April 2008
und sparen Sie 150 EUR.
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   Kontakt
Katharina Bulla
Tel: +49 (0) 40 - 36 97 78 63
Fax: +49 (0) 40 - 36 97 78 10
Mail: k.bulla at trendbuero.com




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gesellschaftlichen Wandel GmbH
Trendstudien · Trendletter · Trendtage · Trendworkshops
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Tel +49 (0)40 / 36 97 78 0 · Fax +49 (0)40 / 36 97 78 10
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