[echo] Fw: »Hamborg een lütt beten anners«

Brigitta Huhnke bhuhnke at gmx.de
Tue Apr 22 08:01:44 CEST 2008


----- Original Message ----- 
From: Hamburg News 
To: hamburg-news at alice-dsl.net 
Sent: Monday, April 21, 2008 10:31 PM
Subject: »Hamborg een lütt beten anners« 


»Hamborg een lütt beten anners« 
Die Speicherstadt, die Außenalster, der Michel und die Reeperbahn, St. Pauli und der Hafen. Zweifellos: Hamburg gehört zu den schönsten Städten Europas.

Doch wussten Sie, dass zum Beispiel für den Bau der Speicherstadt 1883 über 20.000 Hafenarbeiter ihre Wohnungen räumen mussten? Dass um Platz für die reichen Kaufleute zu schaffen, die damaligen Bewohner - samt ihrer Familien - zwangsweise umgesiedelt wurden? "Freie und Abrissstadt Hamburg" - so nannte der erste Direktor der Kunsthalle, Alfred Lichtwark, damals unsere Stadt.

Hamburg hat viele Seiten. Ist in Geschichte und Gegenwart eine Stadt voller Widersprüche. Doch bei den meisten Stadt- und Stadtteilführern wird nur die goldene Seite betont. Dieses Bild ein wenig zu korrigieren, Hamburg und seine Stadtteile in Geschichte und Gegenwart also auch aus Sicht der Arbeiterbewegung, der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der einfachen Frauen und Männer, also »een lütt beten anners« darzustellen - ohne dabei in Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen - das ist das Ziel des Bildungs- und Freizeitangebots unserer Projektgruppe Hamburg News.

Betrieben wird das Projekt von einer Gruppe gleichberechtigter Referentinnen und Referenten. Allesamt sind wir seit Jahren in verschiedenen Bereichen der Erwachsenenbildung tätig. Allesamt sind wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter; sind wir Betriebsräte oder Stadtteilaktivisten. Allesamt sind wir schließlich gebürtige Hamburgerinnen und Hamburger. Und weil wir hier leben und arbeiten, hier fest verwurzelt sind, richten wir den Blick bei unseren Stadt- und Hafenrundfahrten, bei unseren Fahrradfahrten und Stadtteilrundgängen, auch nicht nur auf Vergangenes. Aktuelle Fragen der Stadt- und Stadtteilentwicklung, die damit zusammenhängenden sozialen Probleme, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung, sind für uns mindestens ebenso wichtig. Im Vortrag. Viel lieber noch im Dialog und in der Diskussion.

Frei buchbar sind die Angebote von Hamburg News erst seit diesem Monat. Doch Erfahrungen dafür konnten wir bereits sammeln. Nicht zuletzt in der Zusammenarbeit mit einigen großen Bildungsinstituten. Für deren Seminarteilnehmer bieten wir seit Jahren ein entsprechendes Begleitprogramm an.

Jetzt im Frühling starten wir mit einem zusätzlichen Programm von immerhin 39 Veranstaltungen. Nicht nur für Auswärtige, sondern vor allem für die Hamburgerinnen und Hamburger selbst. Nach und nach soll unser Angebot dann weiter ausgebaut werden. Ausdrücklich möchten wir betonen, dass wir dafür dann auch an weiteren Kooperationspartnern interessiert sind.

Alles Weitere finden Sie auf unserer neuen Web-Seite:

http://hamburg-news.blog.de



Ihr Hamburg News Team
Hamburg, im April 2008


More information about the echo mailing list