[echo] DIHK, ZdH, BdSt wollen Künstlersozialversicherung abschaffen

Barbara Lang barbara-lang at nexgo.de
Tue Feb 19 14:50:37 CET 2008


Pressemitteilung Kulturrat
 
DIHK, ZdH, BdSt wollen Künstlersozialversicherung abschaffen
Deutscher Kulturrat weist die Angriffe auf die Künstlersozialversicherung
scharf zurück
 
Berlin, den 18.02.2008. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der
Bundeskulturverbände, weist die Angriffe des Deutschen Industrie- und
Handelskammertag (DIHK), des Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes (ZdH)
und des Bund der Steuerzahler (BdSt), die Künstlersozialversicherung
abschaffen zu wollen, scharf zurück. 
 
Bei der Künstlersozialversicherung handelt es sich um eine
Pflichtversicherung für freiberufliche Künstler und Publizisten. Die
versicherten Künstler und Publizisten sind über die
Künstlersozialversicherung kranken-, pflege- und rentenversichert. Die
Versicherten zahlen 50% des Beitrags an die Künstlersozialkasse, die
Verwerter künstlerischer und publizistischer Leistungen mit der
Künstlersozialabgabe 30% und der Bund durch einen Zuschuss 20%. Die
Künstlersozialabgabe beträgt in diesem Jahr 4,9% der an selbständige
Künstler und Publizisten gezahlten Honorare. 
 
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte:
"Steuern und Sozialabgaben bezahlen zu müssen, scheint für immer größere
Teile der Wirtschaft eine Zumutung darzustellen. Seit mehr als 20 Jahren
müssen Unternehmen, die an selbständige Künstler und Publizisten Honorare
zahlen, die Künstlersozialabgabe abführen. Jetzt, wo endlich genauer
hingeschaut wird, ob die zahlungspflichtigen Unternehmen ihrer gesetzlichen
Verpflichtung nachgekommen sind, fordern der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag, der Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes und der Bund
der Steuerzahler kurzerhand die Abschaffung der Künstlersozialversicherung.
Erst die Sozialabgaben nicht abführen und dann auch noch frech die
Abschaffung der Sozialversicherung für Künstler fordern, passt gut in das
Bild von Unternehmen, die sich unsolidarisch verhalten. Leider!“ 
 


More information about the echo mailing list