[echo] Erklärung Studierendenparlament der HfbK
Rahel Puffert
zonerp at yahoo.de
Wed Jan 16 04:02:09 CET 2008
Die Vollversammlung vom 11.01.07 und das
Studierendenparlament der HfbK erklären:
Wir fordern den Forschungs- und Wissenschaftssenator
der Stadt Hamburg, Herrn Jörg Dräger, auf,
- die Studiengebühren umgehend wieder abzuschaffen.
- irrationale und populistische Argumentationen für
die Einführung von Studiengebühren in Zukunft zu
unterlassen, denn Studiengebühren sind nicht sozial
gerecht und vertiefen die gesellschaftliche Spaltung
nachhaltig.
- Wissenschaft und Kunst als autonome Diskurse
wahrzunehmen und ihren gesellschaftlich-kulturellen
Sinn jenseits direkter ökonomischer Verwertbarkeit
anzuerkennen und zu fördern.
- weiterführende Bildung als Gemeingut gesetzlich zu
verankern und Chancengleichheit als Ziel von
Bildungspolitik zu stärken.
- die Autonomie der Hochschulen zu stärken, indem die
Mitbestimmungsmöglichkeit der Studierenden und der
Lehrenden wieder eingeführt wird. Dies beinhaltet die
Auflösung der externen Hochschulräte, Drittelparität
in den Gremien sowie die Wahl des Hochschulpräsidenten
durch die Mitglieder der Hochschule.
Wir fordern den Präsidenten der Hochschule, Herrn
Martin Köttering, auf,
- sich gegen die eingeleitete Kommerzialisierung und
Fremdbestimmtheit der ihm anvertrauten Institution zu
wehren.
- die soziale Selektion durch die Erhebung von
Studiengebühren mit dem ganzen Gewicht seines Amtes zu
bekämpfen.
- den wissenschaftlichen und künstlerischen Diskurs zu
schätzen und das Kulturgut unabhängiger Forschung und
Lehre zu bewahren.
- die Einführung von - durch Verknappung geschaffenen
- Wettbewerbssituationen, zu verhindern, d.h. die
Einführung des zweistufigen Bachelor-Master-Systems
abzuwenden.
- eine kritische Haltung gegenüber wissenschafts- und
kunstfremden Interessen (vertreten durch Public
Private Partnerships) an der Hochschule einzunehmen.
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