[echo] Dr. Manfred Geier am 29. Januar bei BLAU - Zimmer fuer Kunst
und andere
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Fri Jan 25 16:46:39 CET 2008
BLAU - Zimmer für Kunst und andere
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EINLADUNG
zum Gespräch
am Dienstag, den 29. Januar, 20:00 Uhr mit
Dr. Manfred Geier
FASZINATION DES ERHABENEN?
Von Alexander von Humboldt (bis Barnett Newman und Jean-Francois Lyotard)
Das "Erhabene" ist, neben dem "Schoenen", die zentrale aesthetische Kategorie der Neuzeit. Sie intendiert
auf Wildheit, Gewalttaetigkeit, Regellosigkeit, Schrecken und Unbegreifbarkeit. In Deutschland ist sie durch
die philosophische Aesthetik Immanuel Kants und Friedrich Schillers populaer geworden. Lebenspraktisch
erfahren wurde das Erhabene vor allem durch Alexander von Humboldt, der sich, durch Kant und Schiller
aesthetisch angeregt, wie ein Besessener in die Wuesten, den Dschungel und auf die hoechsten Vulkane
begab, um dort das Schrecklich-Erhabene einer übermaechtigen Natur zu erleben. Ohne diese perverse Lust
am Erhabenen ist weder Humboldts rastlose Naturforschung, noch seine kuenstlerische Naturansicht zu
verstehen, die er vor allem in seinen "Ansichten der Kordilleren" (1810 franzoesisch, 2004 deutsche Erstausgabe)
auch bildaesthetisch gestaltet hat.
Manfred Geier lebt in Hamburg. Nach Jahrzehnten universitaerer Forschung und Lehre (Sprach- und
Literaturwissenschaft) arbeitet er freiberuflich seit 1998 als wissenschaftlicher Publizist, mit philosophiege-
schichtlichen und -biographischen Schwerpunkten (z.B. Popper, Kant, Heidegger, Wittgenstein). Zur Zeit
schreibt er an einer Doppelbiographie der Brueder Wilhelm und Alexander von Humboldt, die sich nicht
zuletzt durch ihre Vorlieben für das harmonische Schoene bzw. das furchtbar-herrliche Erhabene unterscheiden
lassen.
BLAU - Zimmer für Kunst und andere wird gefördert von der Kulturbehörde Hamburg
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