[echo] TAMM Museum /Spiegel TV
Tina Fritsche
tina.fritsche at gmx.de
Tue Jul 1 22:02:12 CEST 2008
HAMBURGS NEUE SEEFAHRTSAUSSTELLUNG
Der Admiral und seine Modelle
REPORTAGE: Montag, 30.06.2008, 22.55 - 23.25 Uhr, Sat.1
Niemand auf der Welt verfügt über eine maritime Sammlung wie Peter Tamm sie
besaß. Über 50.000 Schiffsmodelle, 120.000 Bücher und Atlanten,
Marineuniformen aus aller Herren Länder, einzigartige Knochenschiffe und
über eine Million Fotos - das alles hat er seiner Vaterstadt vermacht.
Die unschätzbaren Werte sind ab dem 25. Juni 2008 im Internationalen
Maritimen Museum Hamburg zu sehen. Doch der neue Museumsdirektor ist
umstritten. Hamburger Künstler kämpfen gegen Peter Tamm, der sich vom
Schifffahrtsredakteur beim Hamburger Abendblatt zum alleinigen Vorstand des
Springer-Verlags hochgearbeitet hatte. Man nannte ihn den "Admiral". Die
Linken sahen in den siebziger Jahren in ihm ein Feindbild und potentielles
Anschlagsziel.
Hallo, hat das jemand aufgenommen oder zumindest gesehen?
SPIEGEL TV REPORTAGE: Montag, 30.06.2008, 22.55 - 23.25 Uhr, Sat.1
Tina
Peter Tamm, Gründer der "Peter Tamm sen. Stiftung"
DPA
Peter Tamm, Gründer der "Peter Tamm sen. Stiftung"
Seine Gegner heute kritisieren, dass die Stadt dem Konservativen 30
Millionen Euro für das Museum zur Verfügung stellte, ohne über eine
ideologische Kontrollinstanz zu verfügen. Doch der Grossteil der Summe floss
in den Umbau des ältesten Gebäudes der Speicherstadt. Der sogenannte
"Kaispeicher A" gehört noch immer der Hansestadt Hamburg und wurde auf 99
Jahre an die Tamm-Stiftung verpachtet.
Merkwürdig ist, dass die Tamm-Gegner auch von der Kulturbehörde finanziell
unterstützt werden. Ein Amt bekämpft sich selbst.
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Schiffsmodell Seefahrtsgeschichte Peter Tamm
zu SPIEGEL WISSEN
Die Ausstellungseröffnung mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler werden die
Künstler nicht verhindern können. Fieberhaft arbeitet die Museums-Crew seit
Monaten auf zehn Böden und über 10.000 Quadratmetern daran, der
Sammel-Leidenschaft des Peter Tamm einen historischen Rahmen zu geben.
Getreu dem Tamm-Motto "Seefahrtsgeschichte ist Menschheitsgeschichte" wird
die 3000-jährige Entwicklung der Seefahrt anhand eines Zeitstrahls gezeigt.
Viele Ausstellungsstücke sind hinzugekommen: Wie zum Beispiel ein riesiges
Modell der Blohm und Voss Werft "Elbe 17" mit der Queen Mary II darin -
gebaut aus 1.000.000 Legosteinen. Nur knapp passt das Schiffsmodell in die
Werftanlage, wie die echte QM II auch.
SPIEGEL-TV-Autorin Christina Pohl hat die Arbeiten am Museum über eine
halbes Jahr begleitet. Der Modellbauer Günther Strepp zeigte die Arbeiten an
dem Leuchtturmmodell "Roter Sand", das er liebevoll bis ins letzte Detail in
seinem Keller konstruierte. Wenige Wochen später starb er. Sein Seezeichen
hinterlässt er dem Museum.
Das SPIEGEL-TV-Team war auch dabei, als Peter Tamm Abschied nahm von seinem
Haus in der Elbchaussee, wo er seine Privatsammlung untergebracht hatte. Bis
zuletzt wurde dort sein erstes Modell aufbewahrt, ein Küstenfrachter, den
seine Mutter ihm schenkte als er sieben Jahre alt war. Persönlich wollte er
das winzige Schiff im Maßstab 1:1.250 ins neue Museum bringen ein
symbolischer Akt: Vom Sammler ist er mit 80 Jahren zum Museumsdirektor
geworden.
Ein Leben voller Schiffe.
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