[echo] Tammtamm auf hafencitynews.de
Tina Fritsche
tina.fritsche at gmx.de
Thu Jul 3 08:19:07 CEST 2008
Moin,
Gdas hab ich eben auf der Seite der HadencitybewohnerInnen gefunden, hier
mit Bildern
http://www.hafencitynews.de/index.php?option=com_content&task=view&id=263&It
emid=62
beste Grüße :tina
Tamm, Tamm Tamm und der Bundespräsident
Geschrieben von Michael Klessmann
Wednesday, 25. June 2008
Horst Köhler eröffnet das internationale maritime Museum
Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, über Musikgeschmack noch mehr
und über Marschmusik ganz besonders. Sei es dass ausdauernd von Museums-
oder Tammgegnern vorgetragene "Wir wollen unsern Kaiser Wilhelm wiederhaben"
oder die von einem Marinemusikchor vorgetragenen Märsche - man muß es
mögen. Die Märsche der Marine waren sicherlich den Vorlieben Peter Tamms
geschuldet, die dann wahrscheinlich auch den eine Zeit lang ganz
unterhaltsamen Beitrag der Demonstranten auslöste. Diese schmetterten vom
Heck einer, durch das angrenzende Fleet kreisenden Barkasse, diesen Marsch
in Anspielung auf die unterstellten militaristischen Neigungen des Sammlers,
bis sie zur Ankunft des Bundespräsidenten aus dem Fleet vertrieben wurden.
Peter Tamm
Zur offiziellen Eröffnung des Museum kam dann auch alles was Rang und Namen
hatte in Hamburg und Umgebung. Ole von Beust, Karin von Welck und Peter
Harry Carstensen als Regierungsmitglieder oder Regierungsoberhäupter,
Honoratioren aus Kultur und Wirtschaft und nicht zuletzt Horst Köhler, der
Bundespräsident. Den Redereigen eröffnete Peter Tamm selbst, mit markigen
Worten über die Seefahrt und Seemännern, die seine Gegner erfreut hätten,
wären sie denn im Großraumzelt anwesend gewesen. Relativ harmlos mit "Erst
mit dem Schiff begann die Menschheitsgeschichte" zu Seemännern "Menschen
mit klarem festem Händedruck und hartem Blick" und dem weisen "Auf See
überlebt nur wer gemeinsam handelt", dann an seine Kritiker gewandt "Wenn
die Kinder der Wohlstandsgeneration mir als Mitglied der Kriegsgeneration
den Krieg erklären wollen ist das wie wenn Blinde Sehenden das Sehen
erklären wollen". Ole von Beust sagte später in seiner Rede: "Sie sind schon
eine verdammt harte Nuß".
Mit einem hat Peter Tamm dann aber auf jeden Fall recht: "Ein Seezeichen
mitten in der HafenCity - ein neues Wahrzeichen für die Stadt".
Horst Köhler knüpfte dann an die Wichtigkeit der Seefahrt in der
Menschheitsgeschichte an. "Seefahrtsgeschichte ist ein Beispiel wie sich die
Menschheit die Natur untertan macht" und "Wer hinausfährt um mit anderen
Menschen Handel zu treiben ist offener Fremdem gegenüber als jemand der zu
Hause bleibt". Mit dem Beispiel der antiken und mittelalterlichen
Seerepubliken, die immer eine Keimzelle der Demokratie waren und wo Gegner
der Demokratie auch immer die Seefahrer bekämpften schloß er seine Ausflug
in die Geschichte ab und lobte Peter Tamm für seinen Bürgersinn. "Der
Besitzer hat - der Stifter gibt" und "Der Besitzer behält - der Stifter
erhält".
Ole von Beust zeigte einmal mehr, das er ein guter Redner ist. Von der schon
oben erwähnten harten Nuß kam er zu Peter Tamms Mutter, der der eigentlich
Dank für das Museum gebühre, da sie ihrem Sohn als erstes ein Modellschiff
schenkte und der schon länge fälligen Frage "Warum eröffnen wir erst heute
ein solches Museum in Hamburg?". Eine Frage, die er nicht unberechtigt
stellt, ist doch Hamburg eine Stadt der Seefahrer. Doch im Grunde genommen
irrt er hier. Gibt es doch mit dem Hafenmuseum im Aufbau durchaus ein
Museum, dass, wenn es nicht chronisch unterfinanziert wäre, das Potential zu
einem schönen Schifffahrtsmuseum hätte und trotzdem immer einen Besuch wert
ist. Recht hat er dann aber mit seinem Schlußwort: "Alle werden mit
leuchtenden Augen aus diesem Museum herauskommen".
Die Leiter der kleinen Museen in Hafennähe diskutieren über die Zukunft
Die Leiter der kleinen Museen in Hafennähe diskutieren über die Zukunft
Im Anschluß an den Festakt hisste der Bundespräsident zusammen mit von Beust
und Tamm vor dem Museum Flaggen, die im internationalen Flaggenalphabet die
Buchstaben IMMH symbolisieren und begab sich zu einer Besichtigung in das
Museum.
Zeit für die draussen wartenden Gäste über die Zukunft nachzudenken.
Besondere Gedanken werden sich dabei die anwesenden Leiter der kleineren
Museen im Hafen und in der Speicherstadt gemacht haben, ist es doch noch
ungewiss, ob die Sogwirkung des grossen Museums positive oder negative
Effekte auf die eigenen Museen haben wird.
Bildergalerie
Letzte Aktualisierung ( Saturday, 28. June 2008 )
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