[echo] Stefan Panhans und Alicja Kwade im Kunsthaus Hamburg

Kunsthaus Hamburg info at kunsthaushamburg.de
Fri Jul 11 17:13:13 CEST 2008


>
> Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung
>
> Stefan Panhans. Who’s afraid of 40 Zimmermädchen. EXTRA: Alicja Kwade
>
> am Montag, 14. Juli, 2008, 19 Uhr
>
> Kunsthaus Hamburg
>
>
>
> Aus der langjährigen Kooperation der HypoVereinsbank mit dem  
> Kunsthaus Hamburg ist ein neues Ausstellungsformat entstanden. Das  
> Konzept der neuen Reihe “Jugend Kulturell/Bildende Kunst. EXTRA”,  
> sieht die dialogische Gegenüberstellung zweier künstlerischer  
> Positionen vor und startet im Juli 2008 mit dem Hamburger Künstler  
> Stefan Panhans, der die Künstlerin Alicja Kwade, aktuelle Trägerin  
> des Berliner Piepenbrock-Förderpreises für Skulptur, eingeladen hat,  
> an der Schau teilzunehmen.
>
> Stefan Panhans (geb. 1967) untersucht in seinen Videoarbeiten und  
> Fotografien die zunehmende Vereinheitlichung und Uniformität  
> individueller Ausdrucksformen, Gesten und Verhaltensmuster durch die  
> prägenden Standards einer globalisierten Unterhaltungs-, Musik- und  
> Modeindustrie. Die subtile Mischung von Corporate Culture und  
> Authentizitätsstrategien im Werk des Künstlers wirft  beim Be- 
> trachter Fragen auf: "Was ist echt? Was ist Zitat? Was ist billig  
> kopiert …?".
>
> Die Schau im Kunsthaus Hamburg vereint erstmalig drei Videoarbeiten  
> Panhans' in einer Ausstellung „Sieben bis Zehn Millionen“ (2004),  
> „Glow“ (2006), „Who’s afraid of 40 Zimmermädchen“ (2007) und  
> präsentiert eine neue fotografische Werkgruppe, die einen Wechsel  
> der Arbeitsweise Panhans' markiert. An die Stelle einer seriellen  
> Auffassung des fotografischen Bildes in „Womit wird eigentlich  
> vergoldet bei einem Waldüberfall frage ich mich gerade“ (1999 –  
> 2002) und „Red Light White Sands Black Palms" (2002-2007) tritt in  
> den als Einzelbilder konzipierten neuen Arbeiten die subjektive  
> Abbildung von Stimmungen und Atmosphären.
>
>
> „Panhans bleibt mit seinen jüngsten Arbeiten den Orten seiner  
> früheren fotografischen Erkundungen treu. Es sind mit den  
> Flaniermeilen der Shopping-Malls und anderen künstlichen  
> Landschaften hochgradig inszenierte Orte. Ihrem Charakter der Zur- 
> Schaustellung entgeht man nur, indem man die Geschlossenheit der  
> sichtbaren Repräsentation stört: motivisch durch die Fokussierung  
> des Nebensächlichen und formal in der Ungeschicklichkeit, die in der  
> Hochglanzwelt von Mode, Luxus und Reichtum einen verheißungsvollen  
> Wert erhält.“
>
> „In den nun gezeigten, großformatigen Bildern haben sich die  
> Menschen von der Szenerie zurückgezogen, und die Aufmerksamkeit hat  
> sich auf Dingarrangements und Raumsituationen verschoben. Die  
> Personage fungiert, wenn sie auftaucht, eher als Dekor, ohne dass  
> jedoch diese Verdinglichung eigens zum zentralen Thema würde. Die  
> Szenerien haben sich vielmehr ins Traumhafte verlagert. In der  
> Tendenz sind diese Bilder surreal.
>
> Als Charakteristikum der surrealistischen Photographie kann – folgt  
> man Rosalind Krauss – gelten, dass sie das Wirkliche als ein sich  
> automatisch hervorbringendes Zeichen seiner selbst zur Darstellung  
> bringt. In diesem Sinne haben schon die früheren Serien von Panhans  
> einen surrealen Zug, tauchen die Protagonisten doch vor allem in  
> ihrer unwillkürlichen Bildwerdung auf, die nur noch abgelichtet  
> werden muss. In den jüngsten Arbeiten wird diese spontane  
> Verwandlung der Realität in eine originäre Repräsentation durch die  
> gewählten Motive verdoppelt.“ Kathrin Busch, Auszug aus dem  
> Katalogtext zur Ausstellung.
>
> Alicja Kwade (geb. 1979) beschäftigt sich in den Medien Fotografie  
> und Skulptur mit der Darstellung von Licht und Zeit, mit den  
> Kriterien ihrer Wahrnehmung sowie mit den Wertigkeiten von  
> Gegenständen, die diesen durch Glanz und Reflektion ihrer  
> Oberflächen beigemessen werden. So werden Kohlebriketts zu  
> Goldbarren, Kieselsteine zu Juwelen und so verwandeln sich Uhren vom  
> Flohmarkt in verspiegelte, tickende Objekte.
>
> "Das Uhrglas als konvex gewölbter Spiegel wirft nicht nur den Blick  
> des Betrachters zurück und fängt den gesamten Ausstellungsraum ein,  
> sondern versetzt auch die Arbeiten von Panhans in einen irrealen,  
> vielleicht utopischen Raum." Kathrin Busch, Auszug aus dem  
> Katalogtext.
>
> Eine Kooperation zwischen HypoVereinsbank und Kunsthaus Hamburg.
> Die Ausstellung "Stefan Panhans. Who's afraid of 40 Zimmermädchen".  
> EXTRA: Alicja Kwade. wird gefördert durch die Hamburgische  
> Kulturstiftung.
>
> Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
>
>
> ERÖFFNUNG der Ausstellung
> am Montag, den 14. Juli 2008, 19 Uhr
> in der Barlach Halle
> Kunsthaus Hamburg
>
>
> DAUER der Ausstellung
> 15. Juli bis 31. August 2008
>
> Öffnungszeiten:
> Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
>
>
> Kunsthaus Hamburg
> gemeinnützige GmbH
> Klosterwall 15 20095 Hamburg
> Tel. 040/33 58 03
> Fax 040/32 17  32
> info at kunsthaushamburg.de
> Öffnungszeiten: Di - So 11 - 18 Uhr
>
>
>
> Goesta Diercks
> Kunsthaus Hamburg
> Klosterwall 15
> 20095 Hamburg
> +49 40 335803
> info at kunsthaushamburg.de
>
>
>
>








More information about the echo mailing list