[echo] Einladung zum Mitreden und Mitdenken: Soziale Stadtteil-Genossenschaft Karo/Schanze/Eimsb ü ttelS ü d/StPauliNord (Dienstag, 3. Juni '08, 19:30 Uhr)
Tina Fritsche
tina.fritsche at gmx.de
Sun Jun 1 16:03:48 CEST 2008
Hallo,
die einen oder anderen haben es wahrscheinlich schon über die aktuelle
Ausgabe der schanze 20357 oder übers Hörensagen mitbekommen:
Ein paar Menschen – unter anderem ich – haben sich in den Kopf gesetzt, eine
Sozialgenossenschaft zu gründen und den ehemaligen Pferdestall neben der
einstigen Rinderschlachthalle an der Feldstraße/Sternstraße zu einer Art
CENTRO SOCIALE zu entwickeln.
Wir stellen uns vor, dass das Gebäude in genossenschaftliche Hände und damit
in die Verwendung vieler Menschen kommt - und dass wir dann einen Ort
zwischen Karo- und Schanzenviertel haben, in dem es ein breit gefächertes
Angebot für Menschen aus den umliegenden Stadtteilen geben könnte: Selbst
organisierte Fortbildungen, Familienfeiern und Kindergeburtstage, Konzerte,
Ausstellungen von KünstlerInnen, Lesungen, Seminare und andere
Zusammenkünfte, soziale Selbsthilfegruppen und politische Initiativen –
kurz: ein offener Ort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, ganz gleich,
ob sie feiern, spielen, lernen, palavern, sich beraten lassen, Musik machen
oder gemeinsam an etwas herum denken wollen. Das könnte spannend werden!
Achja: Das Ganze soll sich finanziell selbst tragen.
Fünfzig Köpfe denken mehr als fünf.
Deshalb laden wir dazu ein, über dieses Projekt zu nachzudenken, zu
diskutieren, zu phantasieren ...
Was kann, was soll die Sozialgenossenschaft?
Wofür werden die Räume gebraucht und wie könnten sie genutzt werden?
Wie könnte das Projekt funktionieren (und was müssen wir bedenken)?
Wir treffen uns in offener Runde am Dienstag, dem 3. Juni 2008 um 19.30 Uhr
in der Sternstr. 2
in der ehemaligen Tischlerei der Lerchenhof Handwerksgenossenschaft (neben
der früheren Rinderschlachthalle, Eingang über den Hof, neben dem Palé)
Wer keine Zeit hat, dazu zu kommen, aber interessiert daran ist, mehr über
das Projekt zu erfahren, kann sich gerne direkt bei mir melden (
solidarisch at gmx.de ).
Ich melde mich dann wieder mit mehr Infos.
Wie wir auf die Idee gekommen sind:
Das Gebäude in der Sternstr. 2 gehört zum Ensemble rund um die so genannte
Alte Rinderschlachthalle zwischen Karo- und Schanzenviertel, ist im
öffentlichen Besitz der Stadt Hamburg und wird von der nicht mehr
städtischen, sondern privat wirtschaftenden Entwicklungsgesellschaft SteG
verwaltet. Der ‚Pferdestall’ wurde 1992 von der Lerchenhof
Handwerksgenossenschaft St. Pauli eG vor dem Abriss gerettet und saniert.
Seit einiger Zeit hat die Lerchenhof eG immer wieder versucht, den
Backsteinbau nicht nur für Handwerk, sondern für die Bedürfnisse der
Menschen aus den umliegenden Viertel zu öffnen und zu nutzen. Allerdings
scheiterte dies bislang immer wieder am Veto der SteG. Auf beinahe jede
Aktivität reagierte sie mit Abmahnungen, Anfang diesen Jahres drohte sie gar
mit fristloser Kündigung. Die Lerchenhof eG musste notgedrungen ihre
stadtteilorientierten Aktivitäten ruhen lassen.
Die Sozialgenossenschaft St. Pauli Nord (in Gründung) will nun das Heft in
die Hand nehmen und neu durchstarten. Wir denken, dass die meisten Menschen,
die zwischen Karoviertel, Eimsbüttel-Süd und Altona-Nord leben, von dem, was
ihnen als ‚behutsame Sanierung’ verkauft wird, genervt und gebeutelt sind.
Steigende Mieten und überhand nehmende gastronomische bzw. konsumorientierte
Betriebe haben öffentliche, gemeinschaftlich nutzbare Gebäude oder Flächen
weitestgehend verdrängt. Dem wollen wir etwas entgegensetzen und endlich
wieder Räume für gemeinsames Leben öffnen. Die Chancen dafür stehen gut, wir
haben positive Signale von GAL und SPD im Bezirk Mitte für eine politischen
Unterstützung bekommen und auch die SteG scheint bereit zu sein, die
Sozialgenossenschaft als Nutzerin des ehemaligen Pferdestalls in Betracht zu
ziehen.
Alle, die Lust haben, das Projekt mit ihrem Engagement oder auch ‘nur’ mit
ihren Ideen und Gedanken auf die Beine zu stellen, sind herzlich willkommen.
Diese Einladung kann gerne an andere eventuell Interessierte weitergeleitet
werden. ‘Newsletter’-Anfrage bitte an solidarisch at gmx.de
> Lesetipp: Die aktuelle Ausgabe der schanzeI20357 gibt es als pdf bei
www.schanzenturm.de <
Für Rückfragen:
Tina Fritsche und Georg Hanke
Initiative zur Gründung der Sozialgenossenschaft St Pauli Nord
040-2381 7015
solidarisch at gmx.de
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