Re: [echo] Neue Stabsabteilung für Kreative Orte

jon info at jonhagen.de
Thu Jun 12 11:43:24 CEST 2008


Am 11.06.2008 um 22:10 schrieb judith haman:

> vielen Dank, Jon,
>
> die "Brutstätten", die hier zitiert werden,  mit ihrem Slogan  
> "nicht weichen vor den Reichen" wurden in Baracken
> außerhalb der Stadt untergebracht, das Gebäude verkauft.
>
> Soll man sich auf dieses unanständige Vorhaben im  Gespräch mit  
> Kunstsammler X  überhaupt einlassen.
> Da wird  herumgebastelt, angestoßen, kreativ gestiftet und kreativ  
> geregelt.
>
> Weichen werden gestellt im Abweichen.

Hallo Judith,

wer sich mit solchen Projekten in die Öffentlichkeit begibt muss  
Kritik vertragen, besser noch, annehmen können.

Gemäß deiner Einleitung wird der der Reichen nicht weichen will und  
sich "dem gegebenen" nicht anpasst eben weggemacht und barackisiert?
Bzw. wer dann das partout nicht will, sich eben (kreativ) anpassen muss?
Ich verstehe dich falsch, denke ich mal so, aber das lese ich da  
raus. Wenn es wertfrei gemeint ist, verstehe ich das nicht.

Du reduzierst das Begrifflich auf ein "harmloses" anständiges  
Gespräch mit irgendeinem Kunstsammler?
Das verstehe ich auch nicht.

Und ehrlich gesagt haben demokratische Entscheidungsprozesse wirklich  
was mit herumbasteln zu tun?
Aber demokratische Prozesse sind ja, so muss man das Konzept wohl  
lesen, sowieso nicht gewollt.
Was meinst du dazu?

Die wesentlichen genannten inhaltlichen Faktoren und Personen,  
vorgeschlagenen Entscheidungsformen und vermeintlich gewollte
Geldgeber, und vor allem den direktiven Charakter, der sprachliche  
Klang der beiden Konzepttexte, darauf magst du nicht eingehen?

Was ist zu der absurden Analyse des Zustands der 3 "bedachten"  
Stadtteile, die so kaputt seien dass deren Mieten innerhalb 10 Jahren  
um 300%
bis 700% gestiegen sind, zu sagen?
Diese Stadtteile sind tatsächlich kaputt, aber ich bezweifle dass ich  
da die gleiche Perspektive wie das Kozept habe.

Wie kann man gerade, wie das Konzept vorschlägt, mit denen die gerade  
ganz groß daran verdienen darüber reden wie man für Künstler  
Gentrifizierungsfolgen abmildern kann?

Schade das du nicht inhaltlich auf meine eMail eingegangen bist.
Ich habe das Gefühl dich nicht nachvollziehen zu können.
Jon





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