[echo] Waldschlösschenbrücke: Umkehr ist noch möglich

Barbara Lang barbara-lang at nexgo.de
Thu Mar 6 15:18:04 CET 2008


 
Waldschlösschenbrücke: Umkehr ist noch möglich – Aufruf zur Demonstration
Deutscher Kulturrat fordert Ministerpräsident Milbradt zum Einlenken auf
 
Berlin, den 06.03.2008. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der
Bundeskulturverbände, fordert den Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen
Prof. Dr. Georg Milbradt zum Einlenken in letzter Minute in Sachen
Waldschlösschenbrücke auf. 
 
Der Direktor des Welterbezentrums in Paris, Francesco Bandarin, hatte bei
einem Treffen mit Vertretern aus Dresden gestern deutlich gemacht, dass
keine der bekannten Brückenalternativen „welterbeverträglich“ seien. Auch
eine „abgespeckte“ Variante der geplanten Waldschlösschenbrücke würde zur
Aberkennung des Welterbetitels führen. 
 
Am 09.03.2008 findet die Großdemonstration zum Erhalt des UNESCO-Welterbes
Dresdner Elbtal statt. Sie beginnt um 11.00 Uhr an der Frauenkirche, um
11.30 Uhr findet die Kundgebung am Goldenen Reiter statt. Hauptredner sind
der Musiker und Mitinitiator des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche
Prof. Ludwig Güttler sowie der amtierende Präsident des Kuratoriums Welterbe
Dresdner Elbtal Prof. Dr. Ingo Zimmermann. Der Deutsche Kulturrat
unterstützt die Großdemonstration und ruft zur Teilnahme auf. Mit der
Großdemonstration soll deutlich gemacht werden, dass es mit dem Vorschlag
eines Tunnelbaus eine Alternative zum Bau der Waldschlösschenbrücke gibt.
Nach Auskunft von Vertretern aus Dresden würde der Tunnelbau von der UNESCO
akzeptiert werden und den Welterbestatus des Dresdner Elbtals nicht in
Gefahr bringen. Der Bund hatte bereits in Aussicht gestellt, die möglichen
Mehrkosten für den Tunnelbau zu übernehmen. Das Welterbe Dresdner Elbtal
muss gerettet und zugleich die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden, die
Untertunnelung der Elbe wäre eine geeignete Alternative dafür. 
 
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Ein
Einlenken von Ministerpräsident Milbradt und ein sofortiger Baustopp bei der
Dresdner Waldschlösschenbrücke kann den Welterbestatus für das Dresdner
Elbtal noch retten. Mit dem Vorschlag eines Tunnelbaus liegt eine
Alternative zur Brücke auf dem Tisch. Der Erhalt des Welterbestatus ist
nicht allein eine Dresdner oder sächsische Angelegenheit. Es geht hier
vielmehr um eine Frage von nationaler Bedeutung. Ministerpräsident Milbradt
hat in dieser Frage eine gesamtstaatliche Verantwortung und muss diese
endlich wahrnehmen. Eine Umkehr ist jetzt noch möglich – die Chance darf
nicht vertan werden.“


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