[echo] Droht uns die endlose Nacht des Wissens?
m. chevalier
stummmedia at yahoo.de
Thu Mar 6 16:38:19 CET 2008
...and, as we know from the last few years in hamburg,
the art-establishment is fertile soil for
anti-democratic sentiments, as well (maybe something
to do with a certain disposition toward "sugar
daddies"?).
No surprise, then, that ex-Museums für Moderne
Kunst/Frankfurt director (and Tobias Rehberger fan!)
Jean-Christophe Ammann is a happy helper in this
enterprise.
see:
http://www.frakk.de/frakk/vorstand/
--- fx3 <fx3fx3fx3 at yahoo.de> schrieb:
> Dies ist ein Kommentar zu einer dpa-Meldung, die
> unter folgendem link
> zu finden ist:
>
> http://www.abendblatt.de/appl/newsticker2/index.php?
>
> channel=pol&module=dpa&id=17101580
>
> oder aber über eine Suchmaschine mit den
> Suchbegriffen "Frankfurter
> Zukunftsrat Einfluss".
>
>
> Hier entsteht unter dem Deckmäntelchen des
> "Idealismus" ein neues
> Sprachorgan für die Wirtschaftselite (meinethalben
> auch einer, wie
> auch immer begründeten, Wissenschaftselite). Das CHE
> scheint
> offensichtlich nur noch als Altersfinanzierung für
> verbrauchte
> Frontaktivisten zu taugen. Mit der roten Laterne
> Dräger hat die
> "außerdemokratische Regierungsbeteiligung
> Bertelsmann" sich
> jedenfalls nicht gerade eine populäre Figur ins Haus
> geholt. Allzu
> öffentliche Auftritte wird man zu vermeiden
> wissen...
>
> In den Medien wird in Zukunft auftreten: Der
> Zukunftsrat aus
> Frankfurt. Dieser ist direkt von den großen Banken
> finanziert. Die
> Liste der beteiligten Finanzhäuser kann eingesehen
> werden unter:
> www.frakk.de .
>
> Und das Programm ist nun offensiv antidemokratisch:
> "Pohl sagt: 'Mich
> stört, dass die geistige Elite in Deutschland keinen
> Einfluss auf die
> Politik hat.' Das wolle der Frankfurter Zukunftsrat
> ändern, und zwar
> so hartnäckig wie grundsätzlich(sic!)." Man hört aus
> den
> Schilderungen von Herrn Pohl heraus, dass man sich
> nicht so oft
> treffen wird, um zu diskutieren, sondern dass
> politische Programme in
> die Medien gestreut werden sollen, und dies mit
> allem Recht des
> klügeren Menschen.
>
> Ich wünsche der Zukunft, dass diesem Zukunftsrat von
> Beginn an der
> Rat im Hals stecken bleibt!
>
> Kritische Publizistik tut jetzt Not, vielfältige
> künstlerische
> Aktionen ebenfalls. Vielleicht ist ja eine kleine
> emanzipatorische
> Begleitmusik von Beginn an ganz wirksam.
>
> Grüße, Frank
>
>
> Anmerkung:
>
> Prof. Dr. jur. Martin Bennhold in FORUM
> Wissenschaft, "Private
> Berater" (Auszug):
>
> Bereits 1971 formulierte der seinerzeit vielleicht
> wichtigste
> Repräsentant des deutschen Kapitals, Hermann Josef
> Abs, ehemaliger
> Vorstandssprecher der Deutschen Bank (und ehedem,
> nicht zu vergessen,
> führend beteiligt an der Entjudung - ab 1938 -
> deutschen und - ab
> 1939 - ausländischen Kapitals): ,,Eine
> parlamentarische Demokratie
> ist geradezu dadurch charakterisiert, daß die
> Legitimation durch
> Wahlen und die Legitimation durch Privateigentum in
> einem
> Gleichgewicht stehen."1
>
>
> Hier war bereits eine spezielle Legitimation der
> Kapitalbesitzer zum
> Eingreifen in Politik gefordert oder behauptet
> worden, eine
> Legitimation, die gleichsam selbstverständlich aus
> der Verfügung über
> einigermaßen konzentriertes Kapital erwachsen
> sollte. Diese Position
> wurde sodann von Staatsrechtlern konsequent
> ausgebaut; sie wurde 1983
> in die offiziöse Kommentierung zum Grundgesetz
> aufgenommen, in den
> hochrenommierten Grundgesetz-Kommentar von
> Maunz/Dürig, unter
> Auswechslung des Kommentators und der bisherigen
> Grundlinie des
> Kommentars zu Art. 14. Hans-Jürgen Papier, der neue
> Kommentator,
> vollzog in über 600 Randnoten eine wahrhaft
> gründliche
> Umkommentierung, mit dem Ergebnis, daß die
> Sozialpflichtigkeit
> geradezu einen Anspruch des Kapitals auf Einmischung
> in die Politik
> beinhalte, und zwar in dem Maße wachsend, in dem das
> Kapital
> konzentriert und mächtig auftritt. Das Gewicht des
> jeweiligen
> Kapitals gilt überhaupt nicht mehr als Gefahr für
> die Demokratie,
> sondern umgekehrt, die Demokratie wird als Gefahr
> für die Freiheit
> des agierenden Kapitals verstanden und deshalb - zu
> seinem Schutz -
> das Kapital geradezu verpflichtet, mit welchen
> Mitteln auch immer,
> als Teil der gesellschaftlichen Gewalten
> aufzutreten.
> Unsere ,,Eigentumsordnung" erfordere dies ,,gerade
> auch wegen ihrer
> politischen Explosivität".2 Papier hebt dabei
> hervor, daß diese
> Einmischung nicht einmal das Gemeinwohl im Auge zu
> haben brauche,
> also nicht einmal übergreifende Ziele; vielmehr
> beinhalte die
> Sozialpflichtigkeit des Eigentums gerade eine
> Einmischung ,,mit
> privatnütziger Zielsetzung"3 bzw. mit dem Ziel einer
> ,,privatnützigen
> Mitgestaltung der Sozialordnung".4 Papier führt
> dafür sogar ein neues
> Verständnis von Gewaltenteilung ein; er spricht von
> einer unsere
> Verfassung prägenden sozialen
> ,,Gewaltenteilungsfunktion"5 des Art.
> 14, davon also, daß dem Kapital im Maße seiner
> Konzentration eine
> besondere Legitimation zur Teilhabe an
> gesellschaftlicher Gewalt
> zukomme - eben als Gegengewicht zu den
> demokratischen Rechten des
> Volks. Eine rein auf den Volkswillen gestützte
> Demokratie lehnt er
> entschieden ab: Das Grundgesetz kenne gemäß Art. 14
> ,,keine Totalität
> des (demokratisch legitimierten) Hoheitsakts ( ¼),
> keine potentiell
> absolute Herrschaft der politischen Demokratie über
> Gesellschaft und
> Wirtschaft".6
>
>
> Diese extreme Interpretation der Sozialpflichtigkeit
> des Eigentums -
> Demokratie einschränkend und sie subtil eines
> totalitären Charakters
> verdächtigend - entspricht auf das Beste
> neoliberalen Vorstellungen
> und Interessen. Papier, seit kurzem zum Richter am
> Bundesverfassungsgericht und zum Vorsitzenden von
> dessen erstem Senat
> avanciert, hat damit die verfassungsrechtliche
> Anpassung an den
> herrschenden Neoliberalismus geleistet.
>
> (vollständiger Text mit Fußnoten:
> http://www.linksnet.de/artikel.php?
> id=364 )
>
>
>
>
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