[echo] Nana Petzet am 7. Mai bei BLAU - Zimmer fuer Kunst und andere

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Thu May 1 13:07:20 CEST 2008


BLAU - Zimmer für Kunst und andere
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EINLADUNG
zum Gespräch in der Reihe Kunst und Wissenschaft
am Mittwoch, den 07. Mai, 20:00 Uhr mit

Nana Petzet
Kaninchenethogramm Robby

Nana Petzet stellt ihr jüngstes Langzeitprojekt "Kaninchenethogramm Robby" vor. Die Verhaltens-biologische 
Untersuchung ihres Hauskaninchens präsentierte Nana Petzet bis September 2007 in der  Ausstellung "Say it isn't so,
 Naturwissenschaften im Visier der Kunst" im Neuen Museum Weserburg Bremen. Am Beispiel "Kaninchenethogramm
 Robby" lassen sich ethologische Fragestellungen, aber auch  künstlerische Methoden des Umgangs mit Wissenschaft
diskutieren.

Nana Petzet, geb. 1962 in München, hat an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Hochschule für 
bildende Künste Hamburg (Diplom 1991) studiert. Seit ihrer Performance "Rational Scientific Art" an der Münchner 
Akademie (1987), einem Vortrag über die Gravitationstheorie eines fiktiven Physikers, steht die Auseinandersetzung 
mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit. Ihr Vortrag "Reversion 
als Realisation negentropischer Prozesse im makroskopischen Bereich" (Centre d'Art Contemporain FRI-ART, 
Fribourg 1991) und ihre Installation "Schrödingers Katze" (Kunstverein Hamburg 1993) reflektieren die 
Quantenmechanik und deren auf stochastischen Grundannahmen basierende Weltsicht. In dem simulierten
 Alterungsexperiment "Der Tausendjährige Raum" (Galerie FOE 156, München 1989) wie in der realistisch angelegten
 Feldstudie zum Alterungsverhalten monochromer Malerei "Modellversuch ROT" (Galerie Art Acker, Berlin 1992) werden 
im übertriebenen Anspruch an Detailgenauigkeit die Grenzen wissenschaftlichen Experimentierens sichtbar. 
1995 wandte sich Nana Petzet dem Thema Hausmüll zu und entwickelte das "SBF-System" (Sprengel Museum 
Hannover, 2000), als Gegenmodell zum Grünen Punkt. Im Selbstversuch sammelte sie ein halbes Jahr lang alle in 
ihrem Vierpersonenhaushalt anfallenden Verpackungsabfälle und untersuchte deren Recycelbarkeit 
("Endurvinnslustöth nei takk", Reykjavik 1998). Die umfangreiche Hausmüllsammlung inventarisiert sie seit der 
Ausstellung "einräumen" (Hamburger Kunsthalle, 2000) mit dem ausgeklügelten Kunstinventarisationsprogramm 
HIDA MIDAS. Auf diese Weise bringt sie grundsätzliche gesellschaftliche Tendenzen - die allgemeine 
Wegwerfmentalität und den Drang zur Musealisierung - auf überraschende Weise zusammen.

BLAU - Zimmer für Kunst und andere wird gefördert von der Kulturbehörde Hamburg


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