[echo] WESTWERK im Juni II: Ausstellung "Even clean hands can cause damages and leave traces"

André Luetzen info at andreluetzen.de
Tue May 20 14:39:07 CEST 2008


“EVEN CLEAN HANDS CAN CAUSE DAMAGES AND LEAVE TRACES”



Fabian Bechtle, Jürgen Beck, Mirjam Dröge, Jan Mammey, Kathrin von Ow

Fünf junge Künstler der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst


Eröffnung:19. Juni 2008 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. bis 29. Juni 2008
Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 16 - 19 Uhr
                           Samstag, Sonntag von 12 - 16 Uhr



Die fünf jungen Künstler, die sich an der Leipziger Hochschule für  
Grafik und Buchkunst kennenlernten, thematisieren in ihren Arbeiten  
ihr jeweiliges Verständnis von und ihren Blick auf die Wahrnehmung  
von Welt. Ihre künstlerischen Strategien verweisen dabei unmittelbar  
auf verschiedenste Formen von Herkunft und Prägung – sei es durch  
so divergente Faktoren wie Erziehung, Urbanität, Kultur oder mediale  
Vorbilder.

Was in Fabian Bechtles Videoarbeiten zu sehen ist, wird, gleich einer  
finalen Fensehfilmexplosion, aus verschiedenen Einstellungen  
wiederholt gezeigt und in rascher Folge montiert. Mal tritt eine  
Figur in der Manier eines Actionhelds Türen eines Wohnblocks ein, mal  
wirft sie Mülltonnen und Absperrgitter zu einem Berg aufeinander oder  
fliegt nach dem Öffnen einer Autotür aus dem Bild. Er betitelt seine  
Videoperformances, die sich zwischen Imitation und Kreation bewegen,  
mit Schlagwörtern wie: Stunt, Barrikade oder Explosion.

Kathrin von Ow wendet hingegen eine Zusammenkunft verschiedener  
bildnerischer Medien an: Ausgangspunkt für ihre Arbeiten ist oft eine  
Fotografie, die in Zeichnungen und plastischen Arbeiten eine  
weitergehende Interpretation erfährt, die Installation ist  
schließlich das Statement, das die einzelnen Elemente miteinander  
verbindet. „Mit den einzelnen Versatzstücken meiner Installationen  
gehe ich sehr assoziativ und spielerisch um, die Spuren der  
Herstellung und die im doppelten Wortsinn „einfach zugänglichen“  
Materialien wie Spanplatte, Lack, Textil oder Fotokopien  
thematisieren zudem den Gedanken des Do-It-Yourself; nicht als  
Behelf, sondern als Haltung zur Welt.“

Jan Mammey ist ein Fotograf, der den Akt des Sammelns und  
Archivierens mit Passion betreibt. Seine aktuelle Arbeit, eine Serie  
in progress, befasst sich mit Architektur, deren Charakter sich wohl  
am treffendsten mit dem Wort “beiläufig” benennen lässt.  
Gefunden bei wiederholten Gängen durch Städte und Stadtrandgebiete,  
entsteht nach und nach eine Sammlung, ein Set architektonischer  
Grundformen, aus denen sich unsere gebaute Umgebung zusammensetzt.  
Die Reduzierung auf das Schwarzweißbild, hohe Kontraste und ein eng  
gefasster Bildausschnitt, der den Blick deutlich lenkt, vermitteln  
den Eindruck von Dichte, Hermetik und einer ins Zweidimensionale  
kippenden Räumlichkeit.

Mirjam Dröge und Jürgen Beck vermitteln ihre Aussagen indirekt. Bei  
beiden wirkt der erste Eindruck zunächst vertraut. Dröge verwendet  
biografische Ereignisse, die durch lyrische Eindrücke gestützt, zu  
thematischen Beobachtungen werden. Sie setzt sich fotografisch mit  
dem Phänomen „des in der eigenen Welt Sein“ auseinander. Als eine  
Ausdrucksform nutzt sie das Selbstporträt, welches ihr, wie andere  
Genre, denen sie sich bedient, primär als Bildraum dient. „Meine  
Arbeit ist eine Essenz. Ein Auszug aus einer Reihe an Möglichkeiten  
und Ansätzen.“

Die jüngste Arbeit von Jürgen Beck ist eine Serie von Zeichnungen,  
die eine Auseinandersetzung mit Jugendkultur – Sub- und  
jugendkultureller Praxis (z.B. Skateboarding) – darstellt. Diese  
versteht er als eine Form von Zeitverschwendung, der er allerdings  
einen Wert einräumt – in dem Sinne, als dass sie sich als  
Gegenstück zu einem effizient-ökonomischen Lebensentwurf verstehen  
lässt. Auf den ersten Blick wirken seine Zeichnungen harmlos und eher  
situationsbeschreibend, doch nach und nach verändert sich das Bild:  
Wellen türmen sich zu Explosionen auf, bei zwei sich am Strand  
umarmenden Mädchen wird bei genauer Betrachtung ersichtlich, dass es  
sich um den Versuch eines Mordes handelt.





Kontakt zu den Künstlern:

show at hgb-leipzig.de;

www.evencleanhands.de







Im Anhang folgen vier Bildmotive als JPG-Dateien.



Mit freundlichen Grüßen

André Luetzen

040 – 37 30 74

info at andreluetzen.de



WESTWERK e. V.

Admiralitätstraße 74

20459 Hamburg

www.westwerk.org












  


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