[echo] Der Staatsanwalt ermittelt: "Art Invest 2006"
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Sun May 25 22:07:48 CEST 2008
Der Staatsanwalt ermittelt - art berichtet über den Hamburger Unternehmer
Tarik Ersin Yoleri
Hamburg (ots) - Die erste deutsche Kunstanleihe "Art Invest 2006"
oder der "Art Estate Kunstfonds 01" - der Hamburger Unternehmer Tarik
Ersin Yoleri schien den Kunst-Finanzmarkt entdeckt und erobert zu
haben. Yoleri, bis Ende 2007 Vorstand der Investmentfirma EECH Group
AG, gab insgesamt wohl fast 25 Millionen Euro für den Erwerb einer
imposanten Kunstsammlung aus. Dabei kaufte er fast alles, was der
Markt an deutscher und amerikanischer börsentauglicher Kunst hergab.
Doch nun ermittelt der Staatsanwalt gegen ihn.
Die erste deutsche Kunstanleihe "Art Invest 2006" von der EECH
Group AG im Jahr 2006 auf den Markt gebracht, versprach den Anlegern
bei einer Laufzeit von fünf Jahren sieben bis 8,8 Prozent Zinsen pro
Jahr, welche das Unternehmen aus der erhofften Wertsteigerung des
Kunstbestands erzielen wollte. Neben der Kunstanleihe platzierte
Yoleri über die Art Estate AG, einer EECH-Tochter, den "Art Estate
Kunstfonds 01" auf dem deutschen Markt. Dieser versprach Zeichnern
zehn Prozent Zinsen im Jahr, die aus der exorbitanten Wertsteigerung
von 25 ausgewählten Werken gezahlt werden sollten. Durch den am 17.
April erklärten Konkurs des Mutterkonzerns EECH Group AG droht den
Anlegern der Kunstanleihe nun der Totalverlust, da die EECH Group AG
direkt als Ausgeber der Anleihe aufgetreten war.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Yoleri wegen schweren
Kapitalbetruges. Das Geld, mit dem er die Kunst finanzierte, stammt
offensichtlich aus trüben Quellen. Von der EECH AG, so stellte das
Hamburger Landgericht bereits fest, ist "Kapital in erheblicher
Größenordnung vertragswidrig zur Anschaffung von Kunstwerken
verwendet worden". Im Zentrum der noch "laufenden Untersuchung", so
der Hamburger Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger, steht der Vorwurf,
Anlegergelder aus Wind- und Solarenergie-Anleihen zweckentfremdet zu
haben.
Originaltext: Gruner+Jahr, art
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