[echo] Shirin Homann-Saadat am 6.9.08, 20h
m. chevalier
stummmedia at yahoo.de
Thu Sep 4 00:25:44 CEST 2008
"unlimited liability"
Norderstr. 71ug
20097 Hamburg
Do-Sa 13.00-20.00
Sonntag 13.00-16.00
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Das Bat Box Project: Vortrag zum Entwurf eines Fledermaushauses von Shirin Homann-Saadat
Das »Bat Box Projekt« kommt nach Hamburg. Shirin Homann-Saadat hält einen Vortrag bei unlimited liability, am Samstag, den 6. September um 19 Uhr, in der Norderstr.71 UG. Das Ziel der Architektin, Künstlerin und Philosophin ist es, fledermausfreundliche Habitate zu fördern. Sie erzählt die Vorgeschichte, die zu dem Entwurf eines »Bat Pod`s« führte, einem Fledermausgebäude-Bausatz. Vorgestellt wird an dem Abend ein simpler »Bat Box Prototyp«, in dem drei verschiedene Fledermausarten nachbarschaftlich zusammen leben können, vielleicht ja bald schon im Münzviertel?
2006 entwarfen Shirin Homann-Saadat und Charles Calvert einen Bat Pod für die Londoner Wetlands - einen Fledermausgebäude-Bausatz, der ortsspezifisch adaptierbar ist. Dafür erhielten sie 2007 den 1.Preis der Design Challenge 2, der Teil der vom Arts Council England, dem Bat Conservation Trust und Jeremy Deller ausgelobten Bat House Competition war.
Im Anschluß daran arbeiteten sie mit der Ligurischen Fledermausspezialistin Mara Calvini in Genua, um das lokale Image von Fledermäusen zu verbessern und um einen Ort im Stadtzentrum zu finden, der sich zur Ansiedlung von Fledermäusen eignet.
Ihre Wahl fiel auf den Baum eines Privatgartens. Sie fragten den Besitzer, ob sie seinen Baum mit einem rosa Puppenhaus als besten Bauplatz für eine zukünftige Fledermausresidenz markieren durften...
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Projektbeschreibung
100 internationale KünstlerInnen/-gruppen in kunstpolitischer Subvertierung des Status quo
Wir kennen Künstler, die die Welt in Frage stellen, ohne – ernsthaft – die Welt der Kunst in Frage zu stellen. Letzteres tut „unlimited liability“ und versucht, ideale Präsentations- und Vertriebsbedingungen für Kunstproduktionen, die politisch agieren, bereitzustellen. Der Ladenbetrieb „unlimited liability“, in dem ein breites Spektrum an Kunstprojekten und Multiples von 100 ProduzentInnen zum Verkauf angeboten wird, basiert auf einem eigens hierfür entwickelten ökonomischen Modell. Grundlage dieses Modells und jeder Transaktion ist ein Vertrag. „unlimited liability“ stellt die 'normale' Welt der Kunst (Kunstmarkt + Vermittler und Macher, die friedlich mit ihm koexistieren) in Frage. 'In Frage stellen' ist hier nicht rein diskursiv oder selbstinszenierend, sondern performativ gemeint. „unlimited liability“ benutzt ein Mittel mit realen Konsequenzen: das Vertragsrecht.
Jeder kann „unlimited liability“ besuchen, sich an den Arbeiten erfreuen, DVDs anschauen, Platten und CDs anhören. Allerdings können nur diejenige, die weniger als 50.000 EUR Aktivkapital besitzen, dank eines mit einem Anwalt erarbeiteten Vertrages, diese Dinge auch mit nach Hause nehmen. Der Vertrag regelt ebenfalls, dass der WeiterverkaufVerkaufserlöses der Dinge nur in Absprache mit dem jeweiligen Künstler erfolgen kann, der in diesem Fall 60% des Verkaufserlöses erhält.
„unlimited liability“ verkauft Kunst als Produktion, nicht Kunst als Ware.
Mehr auf www.targetautonopop.org
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