Fwd: [echo] Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung »Der letzte Traum Ariadnes« Freitag 20.03. 20h Linda

jon info at jonhagen.de
Thu Mar 19 16:47:00 CET 2009


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Nun ja. Ich finde die direkte Antwort bei derartigem Text, und über  
diese Liste, aber auch alles andere als unangebracht.

Wenn allerdings der betreffende nicht mitliest - was natürlich in der  
Ich-Perspektive erstmal doch anzunehmen sein sollte -,
sollte man, dich, oli fragen (du hast es im Original geschickt,  
oder?)- hast du's selber gelesen - das kann man doch so nicht einfach  
so stehen lassen?

Also mein erster Eindruck war das da jemand etwas unbeholfen  
formuliert. Der zweite, das sich da jemand, thematisch und sprachlich
an einer Zeit vergreift in der man unbelehrt ohne lauten Widerspruch  
noch so geredet hat.
Das schaffen einer neuen "Mythologie die vom ganzen Volk ausgeht",  
neue Helden, neue Götter, neue Symbole - ach was. Mein Fehler wenn  
mir dazu was einfällt?

Sicher, er  bezieht  sich da vielleicht, wenn auch seltsam, auf eine  
"russische" mythologisch-mystizistische Tradition - die sich nicht,  
zumindest nicht für mich,
eindeutig nur einer Strömung zuordnen lässt. Ich kann mir vorstellen  
dass es, es wert ist sich damit, mit der Disney-Adaption "Fantasy- 
Genre", Theosophie,
Kabbala, Antroposophie, dem Humbug vieler anderer Kulturen, etc pp,  
auseinanderzusetzen.

Wobei ich mir nicht so sicher bin - bezieht er wirklich? Der Text  
enthält ja viele (weitschweifige) Behauptungen, die ich so erstmal  
gar nicht unterschreiben würde.

Sich dem Thema zu nähern, sich damit kritisch auseinanderzusetzen,  
wenn's sein muss persönlich romantisch verklärt - bitte, kein Problem.
So wie getan sich aber begrifflich, inhaltlich und sprachlich gemein  
damit zu machen tut echt weh. Autsch. Aber im Ernst.

Fällt mir schwer zu versuchen hier zu gute zu halten, dass es sich,  
eventuell, um sprachliche Probleme handeln könnte.

Jon

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> Am 19.03.2009 um 14:29 schrieb 2og at gmx.net:
>
>> moin joe, am besten den künstler direkt am freitag darauf  
>> ansprechen.  ansonsten ist er ebenfalls an den beiden samstagen  
>> anwesend. grüße. oli
>>
>>
>> Öffnungszeiten:
>> Freitag, 23. Maerz | 20 - 02 Uhr (Vernissage)
>> Samstag, 21. Maerz und Samstag, 28. Maerz | jeweils 15 - 19 Uhr
>> Sonntag, 22. Maerz und Sonntag, 29. Maerz | jeweils 15 - 19 Uhr
>>
>>
>>
>> Bahari Ndogo schrieb:
>>> Was will dieser Text?
>>> Warum sollen durch Kunst Symbole geschaffen werden, die dann "von  
>>> der Gesellschaft akzeptiert" werden sollen?
>>> Warum soll eine "komplett neue Mythologie geschaffen" werden, die  
>>> später vom einem ganzen "Volk" ausgeht?
>>> Warum ist Kunst lediglich die Beschäftigung "mit der Innenwelt  
>>> des Menschen"?
>>> Warum wird hier die unbegreifliche These aufgestellt, Fotografie  
>>> versuche "sehr selten", Mythen zu schaffen?
>>> Und warum wird hier behauptet, dass alle Mythologien  "aus  
>>> religiösen und künstlerischen Ideologien" enstanden?
>>> Volk, Mythos, Innenwelt. Wir wissen es doch besser. Wir kennen  
>>> doch die gefährlichen Meister der Mythen im 20. Jahrhundert.
>>>
>>> joe
>>>
>>>
>>> Am 19.03.2009 um 12:43 schrieb 2og at gmx.net:
>>>>
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
>>>>
>>>> »Der letzte Traum Ariadnes«
>>>> Fotografien von Wassily Zittel
>>>>
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
>>>>
>>>> Ein Bild ist ein Mythos. Von diesem Postulat gehe ich in meiner  
>>>> Arbeit aus.
>>>> Jedes Bild hat in sich einen Mythos als Kern, der abermals seine  
>>>> eigene Symbolik
>>>> darstellt. Diese Art der Darstellung habe ich für mich als  
>>>> Mythologismus
>>>> genannt. Der Mythologismus basiert auf der tiefen Sinnlichkeit  
>>>> des Bildes;
>>>> das Bild hat immer etwas Rätselhaftes in seiner Struktur; als  
>>>> eines der
>>>> Hauptmittel wird das Symbol gebraucht, das oft noch nicht als  
>>>> Symbol von der
>>>> Gesellschaft akzeptiert wird; ein Bild ist ein Mythos oder jedes  
>>>> Bild soll
>>>> ein Mythos werden; die Kunst ist die moderne Mythologie, eine  
>>>> universelle Sprache,
>>>> der Künstler baut seine eigene Welt, die er mit Hilfe seiner  
>>>> Bilder zeigt.
>>>>
>>>> Meiner Meinung nach, ist eines der Hauptziele der Kunst, einen  
>>>> Mythos zu erschaffen.
>>>>
>>>> Die Hauptmittel des Mythologismus sind das Schaffen von neuen  
>>>> Symbolen, das Sehen
>>>> des Unrealistischen im Realistischen, das Schaffen neuer  
>>>> künstlicher Welten,
>>>> Räumlichkeiten, die Beschäftigung mit der Innenwelt des  
>>>> Menschen. Selbstverständlich
>>>> wird im Mythologismus keine komplett neue Mythologie geschaffen,  
>>>> dies müsste
>>>> von einem ganzen Volk ausgehen. Für mich ist der Mythologismus  
>>>> eine Kunstrichtung,
>>>> die einige Mittel und einige Prinzipien aus den bestehenden  
>>>> Mythologien übernimmt
>>>> und diese umspielt. Alle Mythologien entstanden aus religiösen,  
>>>> künstlerischen
>>>> Ideologien. Ihre Erschaffer waren Künstler oder religiöse  
>>>> Geistliche ihrer Zeit.
>>>> In den alten Zeiten waren Religion und Kunst oft miteinander  
>>>> verbunden.
>>>> Die Kunst nahm ihre Anfänge in den älteren Religionen und diente  
>>>> sakralen Zwecken.
>>>> Ich fasse den Mythologismus in erster Linie als eine symbolische  
>>>> moderne
>>>> Weltanschauung und als Schaffen von neuen Sagen und Märchen, die  
>>>> mit neuen Helden
>>>> und Göttern besiedelt sind.
>>>>
>>>> Die Fotografie als Kunstrichtung versucht sehr selten, neue  
>>>> Mythen zu schaffen,
>>>> wahrscheinlich liegt das am Medium Fotografie selbst und an  
>>>> seiner Geschichte.
>>>> Im Gegensatz zur Malerei weist die Fotografie zudem eine  
>>>> wesentlich kürzere Geschichte
>>>> auf. In ihrer Anfangszeit erfüllte die Fotografie den primären  
>>>> Nutzen, die Realität
>>>> abzubilden und keine neuen Mythen zu schaffen. Jedoch sei hier  
>>>> zu sagen, dass die
>>>> Malerei in ihrer früheren Zeit ebenfalls nur eine angewandte  
>>>> Bestimmung hatte,
>>>> z. B. Ikonenmalerei, ägyptische Totenmaskemalerei. Erst später  
>>>> gewann die Malerei
>>>> ihre Freiheit und wurde zur Kunst.
>>>>
>>>> Ich beschäftigte mich in der Fotoserie "Der letzte Traum  
>>>> Ariadnes" mit symbolbeladenen
>>>> Bildern, ich versuchte eine neue Symbolsprache zu schaffen und  
>>>> auf Basis dieser Symbolik
>>>> einen neuen Mythos zu erzählen. Jedes Bild in der Serie steht  
>>>> für einen Mythos. In meinen
>>>> Bildern aber muss man keinen Mythos über Ariadne suchen, weil  
>>>> sich in den Fotografien
>>>> die neuen noch nicht beschriebenen Mythen verstecken. Das sind  
>>>> die Mythen, die Ariadne
>>>> in ihrem letzten Traum sieht.
>>>>
>>>> Werkdaten: "Der letzte Traum Ariadnes"; 2007/2008; 35 Color  
>>>> Photographien,
>>>> Aufnahme mit Hasselblad 500 C/M 6 mal 6; 50 mal 50 cm
>>>>
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
>>>>
>>>> Vernissage: Freitag, 20. Maerz 2009 | 20 Uhr
>>>>
>>>> Ausstellungsdauer: 20.03.-29.03.2009
>>>>
>>>> Öffnungszeiten:
>>>> Freitag, 23. Maerz | 20 - 02 Uhr (Vernissage)
>>>> Samstag, 21. Maerz und Samstag, 28. Maerz | jeweils 15 - 19 Uhr
>>>> Sonntag, 22. Maerz und Sonntag, 29. Maerz | jeweils 15 - 19 Uhr
>>>>
>>>> Weblinks  www.wassilyzittel.de   |   http:// 
>>>> wassilyzittel.livejournal.com/
>>>>
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
>>>> +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
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>>>> Linda  Hein-Hoyer-Str.13 20359 Hamburg www.chezlinda.de
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>>>> gefördert durch die Behörde für Sport, Kultur und Medien
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>>>> echo mailing list
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