AW: [Surveillance-Studies-l] FWD: Veranstaltung »Survivaltraining im (Selbst)Überwachungsstaat« am 23.11. in Wuppertal

Tina Guenther mail at tguenther.de
Sun Nov 19 21:07:34 CET 2006


Hallo Lars, 

vielen Dank für die Info!! 

Beste Grüße 

Tina Guenther 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: surveillance-studies-l-bounces at soundwarez.org
[mailto:surveillance-studies-l-bounces at soundwarez.org] Im Auftrag von Lars
Alberth
Gesendet: Donnerstag, 16. November 2006 17:54
An: surveillance-studies-l at soundwarez.org
Betreff: [Surveillance-Studies-l] FWD: Veranstaltung »Survivaltraining im
(Selbst)Überwachungsstaat« am 23.11. in Wuppertal

Hier eine weitergeleitet Nachricht zu einer
Veranstaltung in Wuppertal.

mfg

Lars 
--- cecil.arndt at web.de schrieb:

> Datum: Thu, 16 Nov 2006 14:13:40 +0100
> Von: cecil.arndt at web.de
> An: akg at ilpostino.jpberlin.de
> Betreff: Veranstaltung »Survivaltraining im
> (Selbst)Überwac
>  hungsstaat« am 23.11. in Wuppertal
> 
> ---- Einladung mit der Bitte um
> Weiterleitung/Ankündigung/Bewerbung----
> 
> 
> 
> *Survivaltraining im (Selbst)Überwachungsstaat*
> *Leerstellen und Brüche im (Er)Leben von
> Kontrollwahn und
> Integrationsneurose*
> **
> *Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 23.
> November 2006, um 19.30 Uhr*
> *Alte Feuerwache Wuppertal (Gathe 6, Nähe
> Hauptbahnhof)*
> 
> mit Katharina Pühl (Basel) und Volker Eick (Berlin)*
> Der Eintritt ist frei! **
> 
> 
> Die *Stiftung W.* lädt herzlich zu einer
> Diskussionsveranstaltung am
> Donnerstag, 23.11.06, um 19.30 Uhr in die Alte
> Feuerwache (Wuppertal) ein.
> 
> Folgende Fragen sollen erörtert werden:
> 
> Welchen Wandel von staatlicher und privat(isier)ter
> Überwachung, von Kontrollformen und -Institutionen
> und Selbstzurichtungen und -kontrollen erleben wir
> gerade? Wie haben sich Alltag, Lebensplanung und
> Gestaltung der Einzelnen sowie der Vielen und
> politische Handlungsmöglichkeiten dadurch verändert?
> Wo sind in diesem System möglicherweise Leerstellen
> und Brüche auszumachen? Lassen sie sich nutzen für
> politische Forderungen und kollektives Handeln,für
> kleine und größere Verweigerungen, für soziale
> Bewegungen, für Träume?
> 
> Die Veranstaltung:
> 
> *Survivaltraining im (Selbst)Überwachungsstaat*
> 
> *Leerstellen und Brüche im (Er)Leben von
> Kontrollwahn und Integrationsneurose*
> 
> *Eine Veranstaltung der Stiftung W. im Rahmen der
> Reihe »Wilde Wisionen
> verzweifelt gesucht«*
> 
> Dass sich das Lebensgefühl und die
> Zukunftsperspektiven der Einzelnen in den letzten
> Jahren radikal verändert haben, bemerken wir wohl
> alle. Ob bei der (weiteren) Kürzung von
> Sozialleistungen, beim ALG2-Kontrollbesuch oder bei
> der x-ten unbezahlten Überstunde: Stets wird die
> Drohung transportiert, bei mangelnder »Leistungs-
> und Integrationsbereitschaft« und ungenügender
> »Eigenverantwortung« möglicherweise demnächst sehr
> hart auf dem »Boden der Realität« zu landen. Dieser
> Drohung kann sich zurzeit kaum jemand entziehen.
> 
> Die in diesem Zusammenhang konstruierten
> Bedrohungsszenarien sind vielfältig: Vermeintlich
> umstellt von »Sozialschmarotzern«, von
> »Bootsflüchtlingen« und »Kofferbombern« einerseits
> und andererseits unter
> Zugzwang gesetzt von unzähligen Diskursen über leere
> Staatskassen, poröse Grenzen und uneffektive
> Sicherheitssysteme, geht es jetzt für die zivile
> Gesellschaft und jedeN EinzelneN darum, die eigene
> Pole-Position täglich neu zu erkämpfen und zu
> verteidigen.
> 
> Im Namen der Angst vor einer unsicheren und
> bedrohten Zukunft wird nicht nur auf Urlaub und
> Freizeit verzichtet, auf den faulen Nachbarn
> geschimpft, werden Selbstauskünfte erteilt und
> Anpassungsleistungen erbracht, wird hier und da auch
> denunziert und die eigene Zeit bis ins letzte
> »vernünftig« verplant, wird im Privaten vorgesorgt
> und im Öffentlichen missgönnt. In jedem Fall aber
> wird, so läßt man uns wissen, allerorts nach
> »Sicherheit« und Ordnung gerufen.
> 
> Der Staat sowie zunehmend kommerzielle und
> »zivilgesellschaftliche« Akteure lohnen diese
> Selbstzurichtungen und Selbstüberwachungen der
> Einzelnen mit »Kontrolle light«: Ein Netz aus
> Polizei, Ordnungsamtsangestellten, privaten
> Sicherheitsdiensten, Rail-Marshals, Bürgerwehren und
> aufmerksamer Nachbarschaft soll die gewünschte
> »Sicherheit« vermitteln. Dafür soll teilweise auf
> Grundrechte verzichtet und eine allgegenwärtige
> Überwachung und Kontrolle in Kauf genommen werden.
> Wer dies nicht akzeptiert, so der öffentliche
> Diskurs, hat was zu verbergen. Und wer schon zuvor
> »seinen Beitrag« nicht geleistet hat, der soll froh
> sein, dass er nun für einen Euro mehr bei der Hand
> genommen wird und zur Sicherung öffentlicher
> Disziplin und Ordnung beitragen darf.
> 
> Aber: Lässt sich aus den veränderten
> Alltagsbedingungen tatsächlich nur ableiten, dass
> alles immer schlimmer wird? Oder lassen sich aus der
> gegenwärtigen Situation auch neue Möglichkeiten für
> politisches Handeln, für soziale Bewegungen und
> Alltagswiderstände gewinnen?
> 
> In unserer Veranstaltung wollen wir den Blick auf
> die aktuellen neoliberalen Kontrollformen und auf
> den Eigenanteil richten, den jedeR im Sinne der
> Selbstaktivierung darin leisten soll. Hierbei geht
> es uns nicht nur um die Beleuchtung der radikal
> veränderten Bedingungen von Alltag, Arbeit,
> Lebensplanung und möglicherweise politischer
> Aktivität, sondern auch darum, sich die Leerstellen
> und Brüche im scheinbar Alles und Alle erfassenden
> Kontroll- und Überwachungssystem anzuschauen. Wie
> können wir diese für eine veränderte und verändernde
> Weltwahrnehmung nutzen? Lassen sich die produzierten
> Leerstellen und Überschüsse in neue Formen
> widerständigen politischen Handelns verwandeln oder
> lassen sich zumindest bekannte Formen damit
> wiederbeleben? Setzen neue Lebensbedingungen nicht
> auch neue Bedingungen und Möglichkeiten von und für
> politische Forderungen und kollektives Handeln, für
> kleinere und größere Verweigerungen, für soziale
> Bewegungen und Träume frei?
> 
> *Die ReferentInnen:*
> 
> Katharina Pühl ist Sozialwissenschaftlerin und lebt
> in Basel. Sie arbeitet
> zu den Themen feministische Gesellschaftstheorie und
> Queer Theory, neue
> Regierungsformen sowie Subjektivierungsstrategien im
> Neoliberalismus.
> 
> Volker Eick ist Politikwissenschaftler und lebt in
> Berlin. Seine
> Forschungsschwerpunkte umfassen städtische
> Sicherheitsregime, kommerzielle
> Sicherheitsdienste, neue soziale Bewegungen und
> lokale Governance-Konzepte.
> 
> 
> *Donnerstag, 23. November 2006, um 19.30 Uhr*
> 
> *Alte Feuerwache Wuppertal (Gathe 6)*
> 
> Der Eintritt ist frei!
> 
> 
> Die Veranstaltung ist die zweite Diskussion
> innerhalb unserer Reihe »Wilde Wisionen verzweifelt
> gesucht«, mit der wir die Möglichkeiten, Wege und
> Wisionen linker Politik in der heutigen Zeit
> beleuchten wollen. Ein ausführliches Programm der
> Reihe findet sich im Anhang oder unter
> www.wildewisionen.de. Hier wird dann auch die
> eigentümliche Schreibweise von »Wisionen« erläutert.
> 
> *Es wäre schön, wenn Du/Ihr kommen und/oder im
> Vorfeld für unseren Abend werben könntet.*
> 
> Mit herzlichen Grüßen
> 
> Eure Stiftung W.
> 
> 
> *Stiftung W. *
> Hohenstein 120
> 42283 Wuppertal
> 
> 0172.2800820
> 
> mail at stiftung-w.de
> 
> 
> 
> *www.stiftung-w.de*
> 
> www.wildewisionen.de
> 
> www.kick-off-lit.de
> 
> 
> 
> 
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> "Ein Herz für Kinder" - Ihre Spende hilft! Aktion:
> www.deutschlandsegelt.de
> Unser Dankeschön: Ihr Name auf dem Segel der 1.
> deutschen America's Cup-Yacht!
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