[Surveillance-Studies-l] CFP: Konf.: Verdatung des Organischen 09/2008

Sven Bergmann sven_bergmann at gmx.net
Wed Jan 9 18:04:46 CET 2008


hier ein CfP mit besonderem hinweis auf panel II: "Biometrische
Verarbeitungsverfahren"
lg, sven b.



Call for papers
Internationale Konferenz

"Menschen o Zahlen o Transformationen: Verdatung des Organischen"
10. bis 12. September 2008, Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstalter: Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie" der
Humboldt Universität Berlin in Kooperation mit dem Institut für Geschichte
der Medizin (Charité) und der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.

Die Tagung wird zu einem großen Teil über Panels und internationalem CfP
organisiert (siehe unten; weitere aktuelle Informationen wie über die
internationalen plenary speakers, Ablauf etc. in Kürze unter:
http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/data/). Abstracts sind bis zum 15.
März 2008 an die Email-Adresse datacizing at googlemail.com zu richten. Wir
möchten Promovierende besonders ermutigen, sich zu beteiligen. Die Länge der
Abstracts sollte 500 Wörter nicht überschreiten. Bitte geben Sie zusätzlich
Ihre Anbindungsadresse, Forschungsinteressen und das Panel, auf das Ihr
Beitrag abzielt, an. Im Fall einer noch ausstehenden Drittmittelzusage
können Reisekosten für Referenten und Referentinnen in besonderen Fällen und
auf Anfrage erstattet werden.



Konzept und Panels:
Verdatung des Organischen als wechselseitiger Prozess
‚Verdatung des Organischen' ist ein Begriff, mit dem wir auf dieser
Konferenz sämtliche Prozesse belegen, die Intra- und Interrelationen, wie
auch Transformationen zwischen dem Organischen und der Maschine in den
wissenschaftlichen (Labor-)Praxen darstellen. Wir beziehen uns auf zumindest
vier ineinander verwobene Schritte in diesem Prozess: Praktiken des Messens,
Biometrische Verarbeitung, Verbildlichung und (Re-)Generation des
Organischen, die in den Panels erarbeitet werden.
Praktiken des Messens (Panel I)
Messen ist eine Grundoperation der Verdatung. Es reduziert Qualitäten auf
diskrete Größen, erzeugt Daten und liefert das Ausgangsmaterial für
zahlreiche Visualisierungspraktiken. Das Panel fokussiert die materialen
Techniken der Vermessung des Organischen seit dem frühen 19. Jahrhundert und
deren Rückwirkung auf das dargestellte Objekt: In welcher Weise wird das
Organische zum Produkt des Labors (Canguilhem)? Wie wird der Körper als
epistemisches Objekt einer vermessenden Neugier rekonfiguriert? Welche
Paradoxien und Ambivalenzen schaffen Verdatung und Digitalisierung unseres
modernen Körperwissens (Chedarevian, Brain)? In Fallstudien sollen
historische Beispiele aus den biometrischen Verfahren der letzten 200 Jahre
diese epistemische Grundfiguration ausloten und ihre Auswirkungen und Folgen
diskutieren.
Biometrische Verarbeitungsverfahren (Panel II)
Dieses Panel widmet sich jenem Wissenstransfer, der sich über die Mess- zu
den Auswertungsprozeduren vollzieht. Die Zahlenlawine (Hacking) trifft auf
den Körper und generiert über das Kalkül einen Informationskörper, der für
Konzepte der Identität und Gesellschaft fruchtbar gemacht wird und zum
Träger von Regulierungs- und Normalisierungsstrategien (Foucault) für
Körper, Körperteile oder Organe wird. Die Verwandlung des Körpers bietet
auch An/Eingriffspunkte für Manipulationen, Störungen oder Zuschreibungen
(Richard). Aufgrund welcher Kriterien und Ziele wird und wurde der Körper in
die Maschine oder Technologie eingespeist; wie lauten die technischen
Konditionen von Zahl, Code und Maschine, durch die spezifische
Körper(wissen) laufen und interagieren?
Die Zahl in der (Re-)Generation des Organischen (Panel III)
Dieses Panel untersucht den produktiven Weg von Daten, von der ‚Elektrik',
zum Biotischen. So dienen einerseits Kontakte zwischen Organischem und der
Maschine, zwischen hard- und wetware ihrer quasi symbiotischen Verbindung.
Andererseits liefert Genomik und Proteomik vermittels Bioinformatik große
Datenmengen auch zur Regeneration biotischen Materials wie etwa im tissue
engineering oder der Stammzellforschung (Franklin, Dupré). Welche
Ausschlüsse generieren Produktivität in diesem Kontakt, welche neuen (?)
Denkbarkeiten des Material-semiotischen in Gender- und Körpertheorien sind
hier auszumachen und zu hinterfragen?
Berechnete Bild-Körper (Panel IV)
Die Statistik arbeitet mit der Verbildlichung von Daten, deren
ikonografische Effekte auf altbewährten Sehgewohnheiten, auf dem
Vor-Gesehenen (Silverman) basieren. Obwohl eine gewisse Ermüdung gegenüber
dem Begriff der Repräsentation eingetreten ist (Lynch), sind die Bezüge zu
identitäts- und gesellschaftspolitischen Fragen der Repräsentation wenig
bearbeitet und nach wie vor brisant. Sehr bewusst fragt das Panel daher nach
dem erkenntnistheoretischen Status, der Medialität und den Anwendungen und
Effekten technischer Körper-Bilder, um die Konstruktion und Wirkmacht dieser
(post)modernen Bild-Körper zu analysieren. Welche Normen und Normalitäten
von Körperlichkeit, Sexualität, Geschlecht fließen auf welche Weise und mit
welchen instrumentellen Grenzen in den Abbildungsprozess ein und wie können
sie im und über das Bild hinaus verhandelt werden?

Aktualität und theoretischer Hintergrund der Tagung
Organische Daten spielen eine historisch herleitbare, gesellschaftlich
zunehmend relevanter werdende Rolle insbesondere in der Verbindung zwischen
Individuum und Staat (Desrosières). Biometrie, Medizin und
informationstechnischen Disziplinen kommt dabei eine strategische
Scharnierfunktion zu. Der grundlegende Gedanke der Tagung ist, dass
standardisierte und statistische Daten des Körpers mit Körpern wechselseitig
interagieren und zwar mit (historisch) situativ unterschiedlichen Effekten.
Normwerte (Canguilhelm) legen in Zeichenstrukturen die
Beziehungsmöglichkeiten der Elemente untereinander (Saussure) und die
Übersetzungs- und Subjektivierungsprozesse (Foucault) fest. Anders als
aktuelle Untersuchungen der statistischen (Bio-)Politiken, die sich auf die
Bevölkerung richten, befasst sich diese transdisziplinäre und internationale
Konferenz mit dabei zentral werdenden, aber unterbeleuchteten
Wissenskonfigurationen. Sie beschäftigt sich mit der Produktivität der Zahl
in den wissenschaftlich-technischen Prozessen und Praxen in den
Übersetzungen zwischen dem Organischen und der Maschine. Das Organische
zeigt sich in dieser Vermittlung als Schnittstelle zwischen dem Labor
(Canguilhelm, Hess), dem Vor-Gesehenen  (Silverman) und den Techniken des
Selbst (Foucault).
Die Konferenz verfolgt in einem innovativen Gesamtkonzept die Zahl in den
verschiedenen Prozessen der Umsetzung vom Organischen in Rohdaten und Daten
bis hin zu ihrer normativen Re-Form(ulier)ung. Hierzu zählen Praktiken des
Messens und Abbildens von Körperdaten, der statistischen Mittelung und
Übersetzung in Formelwerke, wie auch die datengeleiteten Produktionsprozesse
von Biomaterialien. Die Tagung fokussiert auf Übersetzungen, die der quasi
symbiotischen Verbindung zwischen der hardware und der wetware, ebenso wie
der labortechnisch gesäuberten Produktion biotischer Bestandteile dienen
(Franklin).
Die Konferenz nimmt die Widersprüche zwischen den bisher einseitig
betrachteten Facetten der ‚Verdatung' als Ausgangspunkt für weitergehende
Fragen. Das Konzept von Verdatung, auf das in dieser Tagung fokussiert wird,
unterscheidet sich von herkömmlichen Verständnissen von Verdatung: Bislang
wurde Verdatung in der Verbindung von Daten, IT und Internet im Sinne einer
grundsätzlich dominanten Kraft verstanden, die ökonomische, soziale,
politische und kulturelle Entwicklungen bestimme (Wang). Einem anderen
Verständnis nach wurde Verdatung enger gefasst entweder auf die Eingabe und
Verarbeitung personenbezogener Daten und auf bevölkerungsstatistische
Sicherheits- oder Gesundheitstechniken bezogen (Linder, Feyerabend, Link)
oder sie wurde medientheoretisch in Bezug auf eher passive NutzerInnen
diskutiert (Schneider/Otto) bzw. umgekehrt wurde von subversivem
Cyberfeminismus gesprochen.
Im Gegensatz hierzu stellt diese Tagung die Verdatung in
mathematisch-naturwissenschaftlichen Prozessen heraus. Sie versteht
Verdatungsprozesse nicht länger als Einbahnstraße. Stattdessen oszillieren
Verdatungen in einem spannungsreichen Wechselfeld des Organischen, nämlich
zwischen Standardisierung und Individualisierung, Normierung und Aneignung.
Die Tagung fragt nach den Funktionen der Zahl als Plattform und Drehscheibe
zwischen verschiedenen Disziplinen, Zeiten und Räumen. Die Verdatung teilt
mit der Modellierung eine entscheidende Gemeinsamkeit: Modelle - und so auch
in Formeln und Modellen gebundende Zahlendaten - ermöglichen, Räume zu
überbrücken und können an verschiedenen Orten zugleich eingesetzt werden
(Rheinberger, Giere).  Die Tagung fordert herkömmliche Betrachtungsweisen
heraus, indem sie die Widersprüche durch die Widerständigkeit des
Instruments und Materials im Semiotischen ebenso betont (Haraway, Barad) wie
jene zwischen Emanzipation und Expansion (Anderson, Deuber-Mankowski, Bock
v. Wülfingen).
Aus der Perspektive der Geschlechterforschung wird den
Informationstechnologien und dem ‚trockenen' Nachbau der Fähigkeiten
lebendiger wetware in künstlicher Intelligenz und artificial life ein hohes
Maß an akademischer Aufmerksamkeit zuteil (Bath/Weber). Im Kontrast dazu
wird die Übertragung des Organischen in das Digitale zur Rekonstruktion,
Restitution und Replikation des Biotischen, wie zur Kommunikation mit der
Maschine selbst, bisher wenig diskutiert. Verdatung wurde bisher vor allem
durch (cyber-)feministische Theorie, Fiktion und Kunst thematisiert
(Braidotti, Grosz, Draude, Kuni), weniger dagegen in der Analyse von
Funktion und Effekten des Digitalen in der Wissensproduktion sowie von ihren
Wirkungen innerhalb der Wissenschaften und Technologien. Eine kritische
Überprüfung und Aktualisierung der geschlechtertheoretischen Analysen der
Wiederkehr des - bis zur letzten Jahrhundertwende im Digitalen verschwunden
gewähnten - Körpers ist überfällig. Es gilt in genaueren Analysen die
veränderte Form und Struktur des Organischen in seiner Verkopplung und
Übersetzung mit den Geräten zu ermitteln. Die Konferenz sucht nach Konzepten
und einer Sprache, die diese Verschiebungen hin zur Praxis zu greifen
vermag.

Veranstalter: Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie"
In Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Medizin (Charité); Neue
Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Arbeitsgruppe ‚Verdatung des Organischen' am Graduiertenkolleg Geschlecht
als Wissenskategorie und jeweilige Schwerpunkte:
 Dr. Bettina Bock v. Wülfingen (Erkenntnistheorie der Life Sciences),
Daniela Döring (Zahlenschrift am Körper), Claude Draude (Schnittstelle
Kulturwissenschaft und Informatik), Hannah Fitsch (Geschlecht in
Biomedizinischer Bildgebung), Johanna Hartmann (Mathematikgeschichte), Prof.
Dr. Volker Hess (Geschichte der Standardisierung), Nanna Lüth (Kunst, Queer
Theory und Diagrammatik).

Kontakt: datacizing at googlemail.com




Call for papers
International Conference

"Humans o Digits o Transformations: Datacizing the Organic"
10 - 12 September 2008, Humboldt Universität zu Berlin, Germany

Contact: datacizing at googlemail.com
Call for papers / submission of abstracts
Authors should submit an electronic abstract (total word count up to 500).
The abstract submission deadline is March 15, 2008. Please submit to:
datacizing at googlemail.com. PhD students are especially encouraged to submit.

Please include your affiliation, research interests and the title of your
targeted panel.
A reembursement of travel expenses in special cases and on request can not
be guarunteed. However, a respective request for third party funding to
cover such costs  is pending.
More informations on plenary speakers, deadlines etc. soon at:
http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/data/.


Concept and panels: Datacizing the organic
As used in conceptualizing this conference, "datacizing the organic" refers
to all intra- and interconnections, as well as transformations between the
organic, the data and the machine in scientific (laboratory) practices.
Paying tribute to historic but also to most recent developments regarding
humans, digits and the organic, we envision at least four intertwined steps
in this process, each to be examined in separate panels: Measuring
practices, biometric processing, imaging and the (re-)generation of the
organic from the digital.
Measuring practices (panel I)
Measuring is a basic operation in datacizing the organic. It reduces
qualities to discrete parameters, produces data and provides the primary
material for diverse practices of visualization. The panel focuses on
post-1800 material techniques for measuring the organic and on their
feedback-effect upon the represented object: How does the organic become a
product of the laboratory (Canguilhem)? How is the body reconfigured as an
epistemic object of a measuring curiosity? Which paradoxes and ambivalences
flow from datacizing and from digitalizing our modern knowledge of the body
(Chedarevian, Brain)? Historic case studies of biometric procedures of the
past 200 years will serve to carve out the basic epistemic configurations
and their subsequent effects.
Biometric processing procedures (panel II)
This panel focuses on the transfer of knowledge between procedures of
measurement and interpretation. The avalanche of numbers (Hacking) hits the
body and generates, through calculation, a data-body, which informs concepts
of identity and society. It carries strategies of the normalization and
regulation (Foucault) of bodies, body parts, and organs. The transformation
of the body also offers up points at which manipulations, disturbances or
ascriptions act (Richard). Which criteria and aims direct the input of the
body into the machine or technology? What are the technical conditions of
number, code, and machine which are traversed by the specific (knowledge of)
bodies?
Digits in the (re-)generation of the organic (panel III)
This panel investigates the productive pathway from data, from the electric,
to the biotic. On the one hand, contacts between the organic and the
machine, between hard- and wetware serve their quasi symbiotic articulation.
On the other hand, genomics and proteomics generate enormous amounts of
data-applying bioinformation, which in turn is used for the regeneration of
biotic material, e.g. in tissue engineering or stem cell research (Franklin,
Dupré). Which exclusions are productive in this contact, which new (?)
thinkabilities (Ariès) of the material-semiotic in gender- and body theories
can be used and questioned to deal with these effects?
Calculated body-images (panel IV)
Statistics visualize data in ways that make use of the iconographic effects
of well-tried viewing habits, of the pre-viewed (Silverman). The notion of
representation seems to be much overused (Lynch). However, its relationship
to issues of identity and the social have not been sufficiently
investigated, although still vitally relevant. Therefore, the panel focuses
on the epistemic status, on the mediality and on the applications and
effects of technical images of the body in order to analyze the construction
and powers of these (post)modern body-images. Which normalities of
physicality, sexuality and gender flow into the process of representation
and by which pathways, with which instrumental limits? How can they be dealt
with beyond the mere image?

Datacizing the organic in contemporary STS, history and philosophy of
science
The conference pays tribute to the fact that the role of organic data, while
being historically traceable, is becoming more and more relevant in
contemporary society , especially in the relationship between subjects and
the state (Desrosières). Biometrics, medicine and computer sciences take on
a crucial function as articulators. Our overall idea is that standardized
and statistical body data interact with different local and contingent
effects. Normal values (Canguilhelm) in signifying structures establish
possible relations between the elements (Saussure) and the processes of
translation and subjectivation (Foucault). In contrast to current analyses
of statistical (bio-) politics aimed at populations, this conference
addresses configurations of knowledge which are central to them but still
under-researched. The interdisciplinary and international conference deals
with the productivity of numbers and digits in the scientific-technical
processes and practices in translations between the organic and the machine.
The organic itself mediates between the laboratory (Canguilhelm, Hess), the
Vor-Gesehene (pre-viewed, Silverman) and the technologies of the self
(Foucault).
Over the course of the conference we will follow the digits along the
different pathways from the conversion of organic, raw data to their
normative re-form(ul)ation. We distinguish practices of measuring and
representing bodily data, their statistical averaging and translation into
formulas, as well as the data-based processes of the production of
biomaterial. The conference focuses on translations which serve the quasi
symbiotic connection between hardware and wetware and which also enable
sanatized laboratory processing of biotic elements (Franklin).
The conflicts between the hitherto partial perspectives on 'datacizing the
organic' comprise our point of departure: The concept of datacizing the
organic differs from other more common terms, such as digitisation or
datafication. These terms have been understood in the context of data, IT
and the internet as holding a fundamentally dominant position of power,
which determines economic, social, political and cultural developments
(Wang). According to other accounts, the use of digital data involves the
collection and processing of individual-related information and is part of
population based security- and health technology (Linder, Feyerabend, Link);
media theory assesses data use in relation to passive users of computer
technology (Schneider/Otto), while others invoke subversive cyberfeminism.
Our conference, in contrast, considers datacizing in the mathematical and
natural sciences. It doesn't understand datacizing of the organic to be a
one-way street. Instead, datacizing involves a dynamic field of intra- and
interorganic change, especially between standardization and
individualization, between heteronomy in norm-setting and appropriation. The
conference inquires into the function of the digit as a platform and
turntable between different disciplines, times and spaces. Datacizing shares
a pivotal similarity with modelling: Like models - including those being
data-bound in formula - organic data enable transgressions of space and can
be utilized at different places and at the same time (Rheinberger, Giere).
The conference challenges the usual approaches by exposing the limits of, as
well as the intrumental and material resistance to the semiotic (Haraway,
Barad), just as much as it exposes the contradiction between emancipation
and expansion (Anderson, Deuber-Mankowski, Bock v. Wülfingen).
In Gender Studies, much academic attention has been paid to information
technology and to the 'dry' reconstruction of the features of living
'wetware' in artificial intelligence and artificial life (Bath/Weber). The
major topics in our conference, in contrast, will be the transmission of the
organic into the digital for the reconstruction, restitution and replication
of the biotic, as well as for the communication with the machine itself.
Datacizing the organic has traditionally been theorized in (cyber-)feminist
theory, fiction, and the arts (Braidotti, Grosz, Draude, Kuni), much less so
in the analysis of function and effects of the digital in the production of
knowledge, as well as in its effects within science and technology. Also,
critical reevaluation and update of gender theory's analysis of the return
of the body, long thought to have vanished into the digital, is overdue. It
is necessary to acquire ideas about the altered form and structure of the
organic in its interlinkage and translation with instruments. The conference
seeks concepts and a language that grasps this shift towards material
practices in scientific knowledge production.


Organizer:
Graduate Research Group "Gender as a Category of Knowledge"
In cooperation with the Institute for the History of Medicine (Charité) and
the Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Working group 'Datacizing the Organic' at the Research Training Group
"Gender as a Category of Knowledge" with the following projects:
  Dr. Bettina Bock v. Wülfingen (epistemology), Daniela Döring (digital body
writing), Claude Draude (interface between Cultural Studies and Computer
Sciences), Hannah Fitsch (gender in biomedical visualization), Johanna
Hartmann (gender and the history of mathematics), Prof. Volker Hess (history
of standardization), Nanna Lüth (artist/Cultural Studies, queer theory and
diagrammatics).
Contact: datacizing at googlemail.com





_________________________________________________________

Sven Bergmann, M.A.
PhD student, Humboldt University Berlin
Department of European Ethnology
C:SL - Social Anthropology of the Life Sciences
PhD Program "Gender as a Category of Knowledge"
Center for Transdisciplinary Gender Studies

Phone:    ++49 30 69515626
Mobile:    ++49 163 3040720

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http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht










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